Der Ausdruck "Arschlecken" ist ein derber bayerischer Ausdruck, der oft in Kombination mit "Rasieren" verwendet wird. Er steht für eine vulgäre Art, jemanden zu beleidigen oder herabzusetzen. Der Kabarettist Markus Langer hat diesen Ausdruck aufgegriffen und ihn in seiner Kunst populär gemacht.
Markus Langer als Sepp Bumsinger
Markus Langer, ein bayerischer Künstler, hat mit seiner Figur Sepp Bumsinger große Bekanntheit erlangt. Sepp Bumsinger ist ein bayerischer Grantler mit orangefarbenem Cap und einem Gesicht, das den Eindruck erweckt, als hätte er bereits zwölf Halbe Bier getrunken. Langer selbst beschreibt Bumsinger als "a bisserl belämmert".
Der Durchbruch gelang Langer im Jahr 2016 durch das Internet. Ein Video über Sepp Bumsinger wurde tausendfach geklickt. In diesem Video regt sich Bumsinger über die Werbung eines großen deutschen Cerealienproduzenten auf und zertrümmert wütend das Radio mit den Worten: "Der soll sei Müsli selber fressen!"
Mit Bumsinger wurde auch ein neues Getränk geboren: "Arschlecken 350". Zuerst als hochprozentiger Obstler, dann als Biersorte. Das Bier wird in der Privat-Brauerei Gut Forsting gebraut.
Um zu verstehen, wer Langer ist und was er macht, muss man zurück zu seiner Oma und seinem Opa. Einer ihrer Lieblingssprüche war: "Arschlecken, Rasieren, 3,50." Für Langer sollte das später eine Art Lebensmotto werden. Er erklärt den Spruch so: "Jetzt ham ma an Bodn verlegt, jetz mach ma uns a Halbe auf!"
Langer hat von seinen Großeltern gelernt, die Dinge etwas entspannter zu sehen und nicht so zerfressen von Neid zu sein. Er versucht, dies in seinem Bühnenprogramm trotz aller Witzeleien und Saufgeschichten auszudrücken.
"Am Arsch lecken" hieß früher "im Arsch lecken" - eine ganz böse Art und Weise, um jemanden zu beleidigen und herabzusetzen. In vielen Redensarten begnügt man sich nicht damit, immer das Gleiche zu sagen, sondern man möchte es noch steigern. Wenn man also jemanden im Arsch lecken kann, dann will man das noch ein bisschen deutlicher machen: Leck mich fett - das ist durchaus modern geblieben. Auch da geht es darum, dass jemand intensiv den Arsch des anderen zu lecken habe.
Beim kreuzweise Lecken handelt es sich um eine Steigerung des ursprünglichen Ausdrucks. Hier kommt möglicherweise, aber das ist nur hypothetisch, in der Kreuzform auch noch eine christliche Komponente hinzu, was besonders widerlich ist.
Neben "Arschlecken" gibt es noch viele weitere bayerische Redewendungen, die im täglichen Sprachgebrauch vorkommen. Einige Beispiele sind:
Diese Redewendungen haben oft einen interessanten Ursprung, der bis in die Vergangenheit zurückreicht.
Hier ist eine Tabelle, die die Herkunft und Bedeutung einiger bekannter Redewendungen erklärt:
| Redewendung | Ursprung | Bedeutung |
|---|---|---|
| Blau machen | Färber, die Stoffe blau färbten und am Montag nicht arbeiten konnten, während die Stoffe trockneten. | Nicht arbeiten gehen, faulenzen. |
| Die Arschkarte ziehen | Mögliche Herkunft aus dem Fußball, wo Schiedsrichter angeblich die rote Karte in der Gesäßtasche trugen. | Pech haben, benachteiligt sein. |
| Jemanden zur Sau machen | Schaurige Strafen in der Vergangenheit, bei denen Betroffene eine Schandmaske in Form eines Schweinekopfs tragen mussten. | Jemanden heftig kritisieren oder beschimpfen. |
Bekannte Redewendungen
Der Ausdruck "Arschlecken und Rasieren" und andere bayerische Redewendungen sind ein wichtiger Teil der bayerischen Kultur und Sprache. Sie spiegeln die Direktheit, Ehrlichkeit und den Humor der bayerischen Bevölkerung wider.
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