Arganöl Shampoo Naturkosmetik Test: Das marokkanische Gold für Ihr Haar

Wir haben schon viel versucht, um widerspenstige und brüchige Haare wiederzubeleben und sie wieder schön glänzend und geschmeidig zu machen: Haarmasken, Conditioner, Pflegeshampoos, Haarkuren vor und nach dem Waschen. Aktuell verspricht vor allem ein Wundermittel die ultimativ gepflegte Haarpracht: Haaröl. Ein paar Tropfen genügen - schon heißt es »Goodbye, Spliss!« und spröde, strapazierte Haarnester werden zu einer weichen, kraftvollen Löwenmähne.

Doch welches Haaröl ist das Richtige? Und was taugen Arganöl-Shampoos wirklich? Dieser Artikel gibt Ihnen einen Überblick und hilft Ihnen, das beste Produkt für Ihre Bedürfnisse zu finden.

Was ist Arganöl und warum ist es gut für die Haare?

Arganöl, auch bekannt als "marokkanisches Gold", wird aus den Kernen des Arganbaums gewonnen, der hauptsächlich in Marokko wächst. Es ist reich an essenziellen Fettsäuren, Vitamin E und Antioxidantien, die es zu einem wertvollen Inhaltsstoff für die Haut- und Haarpflege machen.

Arganöl hat viele Vorteile für die Haare:

  • Spendet Feuchtigkeit: Es dringt tief in die Haarstruktur ein und versorgt das Haar mit Feuchtigkeit.
  • Verleiht Glanz: Es glättet die Haaroberfläche und sorgt für einen gesunden Glanz.
  • Schützt vor Schäden: Die Antioxidantien im Arganöl schützen das Haar vor Umweltschäden und Hitzebelastung.
  • Fördert das Haarwachstum: Es kann die Kopfhaut stimulieren und das Haarwachstum fördern.

Haaröle im Test: Was Sie wissen sollten

Öl in die Haare?! Yes, please! Haaröle erleben gerade ein großes Comeback und präsentieren sich als superschnelle, reichhaltig pflegende Alternative zu Haarkuren. Sie sind bis obenhin voll mit nährenden Wirkstoffen und spenden Feuchtigkeit bis in die Tiefe des Haares. Bei regelmäßiger Anwendung werden brüchige, strohige Haare wieder weich, Spliss wird vorgebeugt und die Mähne glänzt.

Haaröl ist für fast alle Haartypen und so gut wie jede Haarstruktur geeignet und hilft sowohl normales Haar gesund zu halten als auch geschädigtes Haar zu reparieren. Selbst bei juckender, schuppiger Kopfhaut können Haaröle eine wahre Wohltat sein. Welches Haaröl im Einzelfall am besten funktioniert, hängt stark vom jeweiligen Haartyp ab.

Ein großer Vorteil von Haarölen gegenüber Haarmasken und -kuren ist, dass sie sich als Leave-in-Pflege eignen und trotzdem intensiv wirken. Lange Einwirkzeiten sind damit passé, einfach Haare waschen, Haaröl einmassieren, los geht’s! Am besten wirkt Haaröl, wenn es direkt in die noch feuchten Haarlängen und Spitzen geknetet wird, denn so kann es durch die noch geöffnete Schuppenschicht der Haare besser einziehen. Meist genügen selbst bei langen Haaren wenige Tropfen Haaröl, die zwischen den Handflächen verrieben und dann eingearbeitet werden. Testen Sie sich am besten langsam voran und sehen Sie, wie Ihr Haar reagiert - bei zu viel Haaröl sehen die Haare schnell fettig oder strähnig aus.

Anwendung von Haaröl

  • Leave-in: Als schnelle Pflege wird das Haaröl direkt nach dem Waschen ins feuchte Haar eingearbeitet.
  • Kopfhaut-Pflege: Bei Schuppen und trockener, juckender Kopfhaut hilft es, das Haaröl vor dem Waschen in den Haaransatz zu massieren.
  • Haarkur: Für eine extra Portion Pflege das Haaröl vor dem Waschen im trockenen Haar verteilen und mindestens eine halbe Stunde oder über Nacht einwirken lassen.

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Silikone in Haarölen: Fluch oder Segen?

Auf der Verpackung erkennt man Silikone an Endungen wie -icone und -iloxane. Besonders häufig vertreten sind Dimethicone, Methicone, Polysiloxane und Cyclomethicone. Generell gilt: Je weiter oben sie auf der Liste der Inhaltsstoffe stehen, desto mehr sind davon im Haaröl enthalten.

Auf immer mehr Haarpflegeprodukten wird heutzutage allerdings mit dem Verweis »Ohne Silikone« geworben. Doch sind Silikone wirklich so schlecht? Die Antwort ist nicht ganz so eindeutig, wie es die Werbebranche vermitteln will, und lautet eher: Kommt auf den Haartyp und die Haarstruktur an.

Während Silikone selbst keine echte Pflegewirkung haben, lassen sie das Haar sofort gesünder und glänzender aussehen und helfen, zerzaustes oder krisseliges Haar zu entwirren. Das ist für ein Haarpflegeprodukt, das die Haare schöner machen soll, zunächst einmal etwas Gutes. Das eigentliche Problem von Silikonen ist deren schlechte Lösbarkeit. Denn einmal auf den Haaren angekommen, wird man die Silikone nur schwer wieder los: »Wenn man jeden Tag oder bei jeder Haarwäsche silikonhaltige Produkte nutzt, kommt es zu einem Build-Up.

Bei häufiger und langfristiger Benutzung silikonhaltiger Haarpflegeprodukte können diese also genau den gegenteiligen Effekt hervorrufen, den man sich eigentlich wünscht. Komplett meiden muss man Silikone deshalb trotzdem nicht, man sollte es eben nur nicht übertreiben. Dicke, spröde, trockene Haare können sogar von den beschwerenden Silikon-Nebeneffekten profitieren.

Und wie sieht es mit der Umwelt aus? »Weil Silikone so schlecht löslich sind, setzt sich fast alles im Klärschlamm, also im festen Abfall der Kläranlagen ab und ist generell schlecht abbaubar. Silikone, die in der Umwelt landen (…) zersetzen sich unter sauren oder basischen Bedingungen ganz gut. Davon abgesehen, sind sie relativ inert. Das bedeutet, sie gehen kaum chemische Reaktionen ein, sind also auch schlecht abbaubar. Auch da gibt es gewissermaßen ein Build-Up.

Es gibt allerdings wenig Hinweise darauf, dass Silikone Mikroorganismen oder Tieren, die in der Umwelt damit in Berührung kommen, schaden.

Empfehlenswerte Arganöl-Produkte

Garnier Fructis Multi-Use Wunderöl

Einfach zu dosieren, Hollywood-tauglicher Sofort-Effekt, zuverlässiger Hitzeschutz, angenehmer Duft und günstiger Preis: Das Multi-Use Wunderöl von Garnier Fructis bietet ein gutes Gesamtpaket. Es enthält zwar Silikone, ist aber nicht so »flutschig« wie andere silikonhaltige Öle. Das Produkt enthält Cyclopentasiloxan und Dimethiconol, sprich Silikon, was gleichzeitig Vor- und Nachteil ist. Die enthaltenen Silikone sorgen zwar für weiches Haar und seidigen Glanz, können bei übermäßigem Gebrauch in Kombination mit anderen silikonhaltigen Pflegeprodukten (Shampoo, Conditioner, etc.), auf Dauer das Haar allerdings beschweren und gegen weitere Pflegewirkstoffe „versiegeln“. Zudem belasten sie die Umwelt.

Im Öko-Test 02/2022 erzielte das Garnier Fructis Multi-Use Wunderöl die Note »gut«. Damit liegt das Haaröl im Test vor sieben anderen Haarölen, die mit »befriedigend«, »ausreichend« und sogar »mangelhaft« bewertet wurden. Stiftung Warentest hat unseren Favoriten noch nicht getestet.

Hairlust Moisture Hero Hair Oil

Unser Held unter den Naturkosmetik-Produkten: Das Hairlust Moisture Hero Hair Oil ist ein feuchtigkeitsspendendes Haaröl, das normales ebenso wie trockenes, krauses und frizziges Haar intensiv pflegt - und das ganz ohne Silikone oder andere bedenkliche Inhaltsstoffe. Die feuchtigkeitsspendende, vegane Formel mit sechs pflanzlichen Ölen aus Sonnenblumenkernen, Kokosnüssen, Jojobasamen, Avocados, süßen Mandeln und Hagebuttenkernen schafft, was viele Naturöle versuchen, aber nicht so gut hinbekommen: Es pflegt intensiv, ohne die Haare fettig aussehen zu lassen. Bedenkliche Inhaltsstoffe sind keine enthalten.

Der relativ flüssige Mix aus sechs verschiedenen Ölen plus Sheabutter und Vitamin E lässt sich gut verteilen, zieht schnell ein und sieht, anders als andere Naturöle, auch bei feinem Haar überhaupt nicht fettig aus. Mit dem Soforteffekt von silikonhaltigen Produkten sind Kämmbarkeit, Glanz und Geschmeidigkeit zwar nicht vergleichbar. Dank der leichten, relativ flüssigen Konsistenz kann man das Haaröl prima nach dem Waschen als Leave-in-Produkt verwenden, ohne Angst vor einem strähnigen Finish. Dennoch sollte man das Haaröl sparsam dosieren: Zwei bis vier Tropfen mithilfe der Pipette entnehmen, zwischen den Handflächen verreiben und sanft ins feuchte Haar einkneten.

Jean & Len Keratin Haaröl

Eine proteinreiche, silikonfreie Pflege für brüchiges, feines Haar. Mit Extrakten aus Quinoa, Kichererbsen und Linsen bietet Jean & Len in seinem veganen Keratin Haaröl eine Extraportion Protein und stärkt so brüchige, feine und angegriffene Haare bis in die Spitzen: In unserem Praxistest bekommen feine Haare tatsächlich mehr Grip und fühlen sich kräftiger an, ganz ohne fettige Rückstände. Noch mehr Pflegewirkung liefern Raps-, Jojoba-, Mandel-, Aprikosenöl sowie Vitamin E und Silicea.

Von seinem namengebenden Plus an Keratin profitieren besonders trockenes, brüchiges, feines und geschädigtes Haar, denn Proteine, wie Keratin, stärken die Struktur und helfen, die Oberfläche zu glätten. Zur Verwendung eine sparsame Menge Haaröl aus dem Pumpspender entnehmen und in die feuchten Längen und Spritzen einmassieren. Alternativ empfiehlt der Hersteller bei feinem Haar VOR dem Waschen etwas Haaröl ins trockene Haar zu geben, einwirken zu lassen und dann wieder auszuspülen.

Langhaarmädchen Intense Repair Haaröl

Glanz, Glätte und Schutz für strapaziertes und koloriertes Haar. Einen Instant-Boost für Glanz, Kämmbarkeit, Glätte und ein weiches, seidiges Haargefühl bietet das wohlig duftende Intense Repair Haaröl von Langhaarmädchen. Zusätzlich zu Silikonen, Vitamin E, Sonnenblumen-, Kokos- und Buritiöl enthält die Rezeptur einen UV-Filter und schützt so koloriertes Haar vor dem Verblassen.

Das goldene Langhaarmädchen Intense Repair Haaröl kombiniert Silikone, Pflanzenöle und Antioxidantien für eine Dreifachwirkung aus Glanz, Geschmeidigkeit und Schutz. Für die reichhaltige Pflege sorgen Sonnenblumen-, Kokos- und Buritiöl sowie Vitamin E. Die enthaltenen Silikone Cyclopentasiloxane und Dimethiconol helfen Frizz und Knoten zu bändigen: Sofort nach dem Auftragen aus dem Pumpspender zieht das Öl rückstandslos und fettfrei selbst in trockene Haare ein, macht sie spürbar weicher und deutlich leichter kämmbar.

Argan-Shampoo Vergleich

Hier ist ein Vergleich einiger beliebter Argan-Shampoos auf dem Markt:

Modell Geeignet für Duft Hauptwirkstoffe Besonderheiten
Nature Box Arganöl Trockenes Haar Argan Arganöl, Glycerin Ohne Parabene, ohne Silikone
Aromatika trust the power of nature Arganöl Shampoo für Männer Alle Haartypen Argan Arganöl, Kräuterextrakte Frischer Duft, Naturkosmetik
Arganicare Ricin Castor Oil Shampoo Jedes Haar Argan Arganöl, Rizinusöl, Vitamin E, Glycerin Reich an natürlichen Wirkstoffen, wirkt gegen Haarausfall
Creme of Nature Arganöl Shampoo Alle Haartypen Argan Arganöl Sulfatfrei, Feuchtigkeits- und Glanzshampoo
Hask Argan Oil Repairing Shampoo Trockenes Haar Zeder Arganöl, Glycerin, Meersalz Zedern-Duft, ohne Sulfate, tierversuchsfrei

Bei der Auswahl des richtigen Argan-Shampoos sollten Sie auf die Inhaltsstoffe, den Haartyp und die individuellen Bedürfnisse Ihres Haares achten. Achten Sie auf Shampoos ohne schädliche Zusätze wie Parabene und Sulfate, um Ihr Haar optimal zu pflegen.

Öko-Test Urteil zu Repair-Shampoos

Öko-Test hat insgesamt 50 Repair-Shampoos getestet, davon sind 18 Produkte zertifizierte Naturkosmetik. Die Preisspanne der Shampoos, berechnet auf 250 Milliliter, bewegt sich zwischen lediglich 38 Cent und stolzen 20 Euro. Die Tester haben dabei vor allem ihr Augenmerk auf die Inhaltsstoffe und Umweltverträglichkeit gerichtet.

Immerhin erhalten von 50 getesteten Repair-Shampoos 18 Produkte die Noten „sehr gut“ oder „gut“. Für Öko-Test nicht ungewöhnlich und wie auch schon in einem Shampoo-Test für gefärbtes Haar: Besonders die zertifizierte Naturkosmetik schneidet besonders gut ab.

Weniger gut in dem Testbericht kommen hingegen konventionelle Shampoos weg. Von 32 Repair-Shampoos schneiden lediglich fünf mit „sehr gut“ und „gut“ ab. Das hat vor allem einen Grund: der Inhaltsstoff Silikon.

Die Verlierer bei Öko-Test

Vor allem drei Platzhirsche auf dem Shampoo-Markt fallen negativ mit ihren Inhaltsstoffen auf und fallen somit kurzerhand durch den Öko-Test:

  • Herbal Essences Repair Arganöl Shampoo: Das Shampoo enthält künstlichen Moschusduft, der gewässerschädigend sein soll. Außerdem sind PEG oder PEG-Derivate und Halogenorganische Verbindungen (allergieauslösendes Potenzial) nachgewiesen worden. Darüber hinaus enthält das Shampoo Kunststoffverbindungen. Note: ungenügend
  • John Frieda Frizz Ease Wunder-Reparatur Shampoo: Auch hier sind künstlicher Moschusduft, PEG oder PEG-Derivate, Halogenorganische Verbindungen, Kunststoffverbindungen zu finden. Außerdem entdecken die Tester Formaldehyd/-abspalter. Der Stoff gilt als stark allergen und kann Haut und Augen reizen. Note: ungenügend
  • Pantene Pro-V Vita Glow Repair & Care Shampoo: Ähnlich wie bei den Verlierer-Kollegen wurden auch hier Moschusduft, PEG oder PEG-Derivate, Halogenorganische Verbindungen und Kunststoffverbindungen gefunden.

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