Algen im Aquarium sind ein häufiges und oft frustrierendes Problem für Aquarienbesitzer. Besonders die hartnäckigen schwarzen Algen, oft Pinsel- oder Bartalgen, können sich schnell ausbreiten und das ästhetische Erscheinungsbild des Beckens erheblich beeinträchtigen. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Leitfaden zur Identifizierung, Ursachenforschung und Bekämpfung dieser unerwünschten Gäste.
Was häufig als „Schwarzalge“ bezeichnet wird, ist in Wirklichkeit ein Vertreter der Rotalge. Die Art Schwarzalgen gibt es nicht. Wenn Sie schwarze Algen in Ihrem Aquarium entdecken, dürften Sie einen Vertreter der Rotalgen vor sich haben. Sie sehen oft schwarz aus und werden daher gerne als Schwarzalgen bezeichnet.
Um sicherzustellen, dass Sie es mit Bartalgen zu tun haben, legen Sie einfach ein Büschel für mehrere Stunden in hochprozentigen Alkohol. Bartalgen zeigen ihre Zugehörigkeit zu den Rotalgen erst, wenn sie in Alkohol eingelegt werden: Dann kommt die typische rote Farbe zum Vorschein.
Eine Schwarzalge kann eine Rotalge sein. Aber in seltenen Fällen sehen sogar Fadenalgen fast schwarz aus. Hier kommt manchmal zu Verwechslungen. Noch viel schwieriger ist es, die beiden Rotalgen-Arten auseinanderzuhalten, zu denen schwarze Algen gehören können.
Im jungen Zustand werden Bartalgen gerne mit Fadenalgen verwechselt. Später aber färben sie sich in ein dunkles Grau bis Schwarz und erinnern dann an Pinselalgen. Bartalgen hingegen bilden viel längere Haare aus, die sich in der Strömung wie Barthaare kräuseln.
Pinselalgen (Audouinella sp., Rhodochorton sp.) haben ein buschiges Aussehen mit kurzen, dichten Fäden, die punktuell wachsen. Ihre Form ähnelt kleinen Pinseln. Der Farbton kann etwas variieren, von dunkelgrün über grau bis zu tiefschwarz. Genau wie Bartalgen wachsen sie meist an Technik, Hardscape und den Blatträndern langsam wachsender Pflanzen.
Bartalgen finden Sie vor allem an Kanten, Dekorationsgegenständen aber auch Blättern, die sich in der Nähe des Filterauslaufs befinden. Dort halten sie sich mit ihren zarten Rhizoiden fest. Strömung lieben Bartalgen nämlich sehr.
Besonders häufig findet man Bartalgen in neu eingerichteten und lange vernachlässigten Becken. In beiden stimmt in der Regel das Nährstoffverhältnis nicht mit den Idealwerten überein, was die Bartalgen auf den Plan ruft.
Die Ursachen für ihr Auftreten sind klar definiert und lassen sich daher relativ leicht bekämpfen. Zusätzlich spornt eine Änderung der Lichtverhältnisse eine Bartalgenplage an.
Zuerst sollte die Ursache des Algenwachstums gesucht und gefunden werden. Oftmals ist es ein Ungleichgewicht von Nährstoffen (zu viele oder zu wenige), eine zu hohe Wasserbelastung (Fischausscheidungen) oder nicht ausreichende Filterung.
Auch eine Überfütterung der Fische Schuld am starken Algenbefall. Achten Sie darauf, dass das gegebene Flockenfutter direkt von den Fischen aufgefressen wird und nicht auf den Boden sinkt. Überschüssiges Futter auf dem Grund des Aquariums kann die Wasserqualität Ihres Aquariums erheblich verschlechtern und den Algenbefall begünstigen.
Weitere Faktoren, die das Algenwachstum begünstigen können:
Um die Algenplage nicht weiter fortschreiten zu lassen, sollte man direkt mit der Algenbekämpfung starten. Gleichzeitig muss natürlich die Ursache für die Algenentwicklung gefunden werden.
Hier sind einige bewährte Methoden zur Algenkontrolle:
Gerstenstrohextrakt ist ein natürlicher Extrakt, der aus Gerstenstroh gewonnen wird. Er ist reich an natürlichem Barley Beta-Glucan, das antimikrobielle Eigenschaften aufweist und sich als wirksam bei der Bekämpfung von Algen im Aquarium erwiesen hat. Dieser Extrakt ist umweltfreundlich und sicher für Fische, Pflanzen und andere Aquariumsbewohner.
Die Dosierung richtet sich nach der Größe Ihres Aquariums und den spezifischen Anweisungen des Herstellers. Normalerweise wird der Extrakt in den Filter oder direkt ins Wasser gegeben. Die regelmäßige Zugabe von Gerstenstrohextrakt gemäß den Anweisungen kann dazu beitragen, Algenwachstum zu kontrollieren und die Wasserqualität zu verbessern.
Mit den richtigen Maßnahmen und etwas Geduld können Sie die schwarzen Algen in Ihrem Aquarium erfolgreich bekämpfen und ein gesundes, ausgewogenes Ökosystem schaffen.
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