Algen im Aquarium: Ursachen, Bekämpfung und Vorbeugung

Algen im Aquarium sind ein häufiges Problem für Aquarienbesitzer. Sie können nicht nur das Aussehen des Aquariums beeinträchtigen, sondern auch ein Zeichen für ein Ungleichgewicht im Ökosystem sein. Dieser Artikel befasst sich mit den Ursachen für Algenwachstum, insbesondere Fadenalgen, und zeigt, wie man sie effektiv bekämpfen und vorbeugen kann.

Der Begriff "Algen" ist im Prinzip eine Sammelbezeichnung, hinter der sich eine riesige Vielfalt von Lebewesen verbirgt. Alle Pflanzen, die nicht zu den Moosen (Leber-, Laub- und Hornmoose) und den höheren Pflanzen (Farne, Bärlapp-Pflanzen und Samenpflanzen) zählen, sind Algen.

Aus den dargelegten Gründen sollte man sich klar machen, dass Algen in einem Aquarium einfach dazu gehören. Absolut algenfreie Aquarien gibt es einfach nicht, selbst wenn sie noch so erstklassig gepflegt werden. Natürlich existieren Becken, die optisch nahezu frei von sichtbaren Algen sind, dennoch sind diese in allerkleinster Form (teilweise als Einzeller) vor allem im sogenannten Biofilm vertreten.

Algenarten im Aquarium

Es gibt verschiedene Arten von Algen, die in Aquarien auftreten können. Hier sind einige der häufigsten:

  • Grünalgen: Fadenalgen, Punktalgen, Schwebealgen, Haaralgen.
  • Rotalgen: Bartalgen, Pinselalgen.
  • Braunalgen: Kieselalgen.
  • Blaualgen: Schmieralgen (Cyanobakterien).

Jede Algenart hat ihre eigenen Ursachen und erfordert spezifische Bekämpfungsmaßnahmen. Es ist wichtig, die Algenart richtig zu identifizieren, um die richtigen Schritte zur Beseitigung einzuleiten.

Verschiedene Algenarten im Aquarium

Ursachen für Algenwachstum

Algen entstehen immer dort, wo natürliche Lücken für sie entstehen. Das kann beispielsweise ein Nährstoffüberschuss oder Nährstoffungleichgewicht im Becken sein. Aber auch zu viel Tageslicht, zu hoher Fischbesatz oder falsche Pflege kann sie begünstigen.

Hier sind einige der Hauptfaktoren, die zum Algenwachstum in Aquarien beitragen können:

  • Übermäßiges Licht
  • Überschüssige Nährstoffe
  • Mangelnde Wasserbewegung
  • Schlechte Wasserqualität
  • Ungeeignete Wasserpflanzen

Ein Ungleichgewicht an Nährstoffen und dadurch bedingtes Algenaufkommen entsteht oft durch ein Vernachlässigen der Pflegemaßnahmen im Aquarium, zum Beispiel durch vergessene Wasserwechsel.

Natürliche Bekämpfung von Algen

Die natürliche Bekämpfung von Algen ist eine nachhaltige und umweltfreundliche Methode, um Algenprobleme in einem Aquarium zu lösen. Hier sind einige bewährte Methoden zur Algenkontrolle auf natürliche Weise:

  • Optimale Beleuchtung: Die richtige Beleuchtungsdauer und -intensität sind entscheidend, um Algenwachstum zu verhindern.
  • Wasserpflanzen: Das Hinzufügen von gesunden Wasserpflanzen zu Ihrem Aquarium kann dazu beitragen, überschüssige Nährstoffe zu absorbieren und das Algenwachstum zu reduzieren.
  • Wasserwechsel: Regelmäßige Wasserwechsel sind entscheidend, um die Wasserqualität zu verbessern und überschüssige Nährstoffe zu entfernen.
  • Filtration: Eine effektive Filtration ist wichtig, um Schwebestoffe und organische Abfälle aus dem Wasser zu entfernen.
  • Reduzierung der Fütterung: Eine übermäßige Fütterung Ihrer Fische kann zu einem Anstieg von Nitraten und Phosphaten im Wasser führen, was das Algenwachstum fördert.
  • Mechanische Entfernung: Die manuelle Entfernung von Algen von Dekorationen, Pflanzen und Glas kann helfen, das Algenwachstum unter Kontrolle zu halten.

Zwei sinnvolle Pflegemaßnahmen gibt es, um übermäßiges Algenwachstum wirksam einzudämmen: den Wasserwechsel und die Pflege schnellwüchsiger Wasserpflanzen. Ideal ist es, wenn beide Möglichkeiten genutzt werden. Den verbleibenden Rest der Algen lassen algenfressende Fische und Wirbellose nicht zum Problem werden. Die Belohnung für ein wenig Mühe und Zeitaufwand sind weitgehend algenfreie Aquarien und Gartenteiche.

Schnellwachsende Pflanzen als Algenkonkurrenz

In so dicht mit schnellwüchsigen Pflanzen ausgestatteten Aquarien können kaum Algen überhandnehmen. Für diesen Wuchs sind natürlich alle Nährstoffe notwendig, insbesondere CO2. Noch etwas muss erwähnt werden: Schnellwüchsige Pflanzen brauchen auch gärtnerische Pflege. Man schneidet Kopfstecklinge, die wieder neu gepflanzt werden, während man unansehnlich gewordene Teile verwirft. Zu dicht wachsende Bestände werden ausgedünnt.

Hier sind einige Beispiele für schnellwachsende Pflanzen, die sich gut zur Algenbekämpfung eignen:

  • Hornblatt (Ceratophyllum demersum)
  • Wasserpest (Egeria densa)
  • Indischer Wasserwedel (Limnophila sessiliflora)
  • Myriophyllum aquaticum

5 Tipps für ein algenfreies Aquarium | AquaOwner

Ein direkter Vergleich wird demnächst hier unter Praxisbedingungen einmal durchgeführt. Shinnersia rivularis 'Weiß-Grün' hat die gleichen Eigenschaften und ist eine willkommene Abwechslung. Die Kleine Wasserlinse Lemna minor ist die wohl bekannteste Schwimmpflanze in der Aquaristik. Sie ist hervorragend dazu geeignet, zu starkes Licht zu dämpfen und überschüssige Nährstoffe schnell zu verbrauchen. Eingebracht ist sie schnell ins Aquarium. Sie irgendwann wieder loszuwerden ist schon deutlich mühsamer und erfordert relativ viel Zeit. Diese in der Aquaristik noch nicht so bekannte Wasserlinse wächst ebenfalls recht schnell, dämpft zu helles Licht und hilft, Algenwuchs zurückzudrängen.

Tabelle: Schnellwachsende Pflanzen für das Aquarium

Pflanzenname Besonderheiten Pflegehinweise
Hornblatt Wächst extrem schnell, Sauerstofflieferant Anspruchslos, verschiedene Varianten
Wasserpest Konkurrenz für Algen, bildet dichte Bestände Gute Beleuchtung und Nährstoffversorgung
Indischer Wasserwedel Schnelles Wachstum, ansprechendes Aussehen Regelmäßiger Rückschnitt
Myriophyllum aquaticum Filigrane Schönheit, für Aquarium und Teich Zerbrechlich, keine besondere Pflege

Gerstenstrohextrakt als natürliche Lösung

Gerstenstrohextrakt ist ein natürlicher Extrakt, der aus Gerstenstroh gewonnen wird. Er ist reich an natürlichem Barley Beta-Glucan, das antimikrobielle Eigenschaften aufweist und sich als wirksam bei der Bekämpfung von Algen im Aquarium erwiesen hat. Dieser Extrakt ist umweltfreundlich und sicher für Fische, Pflanzen und andere Aquariumsbewohner.

Die Dosierung richtet sich nach der Größe Ihres Aquariums und den spezifischen Anweisungen des Herstellers. Normalerweise wird der Extrakt in den Filter oder direkt ins Wasser gegeben. Die regelmäßige Zugabe von Gerstenstrohextrakt gemäß den Anweisungen kann dazu beitragen, Algenwachstum zu kontrollieren und die Wasserqualität zu verbessern.

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