Apfelessig gegen eingewachsene Haare: Anwendung und Tipps

Sie brennen, jucken oder schmerzen: Eingewachsene Haare kennt fast jeder. Statt einer glatt rasierten Hautoberfläche breiten sich Pickelchen aus. Sie sind nicht nur lästig, sondern sehen auch noch unschön aus. Doch so sehr sie uns gegen den Strich gehen: Eingewachsene Haare müssen kein Drama sein.

In diesem Artikel erfährst du, wie du Apfelessig effektiv gegen eingewachsene Haare einsetzen kannst. Wir zeigen dir, welche Ursachen es für eingewachsene Haare gibt und wie du ihnen vorbeugen kannst. Zudem geben wir dir detaillierte Anleitungen zur Anwendung von Apfelessig und anderen Hausmitteln, um deine Haut wieder glatt und gesund zu machen.

Was sind eingewachsene Haare?

Von einem eingewachsenen Haar ist die Rede, wenn es unterhalb der Hautoberfläche bleibt und dort einfach weiterwächst. Es handelt sich um Haare, die nicht durch die Hautbarriere gedrungen sind und stattdessen unter der Haut weiterwachsen.

Bei eingewachsenen Haaren handelt es sich um Exemplare, die nicht wie gewohnt Richtung Oberfläche sprießen; stattdessen kringeln sie sich unter der Haut oder wachsen seitlich darin ein. Manchmal kann man das Haar durch die Haut hindurchschimmern sehen.

Ursachen für eingewachsene Haare

Was die häufigsten Ursachen sind, worauf man beim Rasieren achten sollte und was bei chronisch eingewachsenen Haaren hilft, erfahren Sie hier.

  • Rasur: Beim Rasieren wird das Haar abgeschnitten, wodurch am Ende des Haars eine scharfe Kante entsteht. Diese kann zu kleinsten Verletzungen der Haut führen, das Haar durchstößt die Oberfläche und wächst so nach innen.
  • Epilieren oder Waxen: Beim Entfernen der gesamten Haarwurzel passiert es mitunter, dass das nachkommende Haar nicht gerade aus dem Haarkanal herauswächst. Wenn die neue Wurzel schief liegt, wächst das Haar unter der Haut weiter.
  • Verstopfter Haarkanal: Auch abgestorbene Hautzellen und Talg können die Öffnung für das Haar verschließen.

Mit dem Rasieren begünstigt man eingewachsene Haare: Oft wird das Haar dabei nämlich nicht glatt, sondern in einem schrägen Winkel abgeschnitten. Dadurch wächst es leichter in die Haut ein. Auch nach dem Epilieren kann es zu eingewachsenen Haaren kommen: Manchmal wird dabei die Haarwurzel beschädigt und so wächst auch hier das Haar in einem schrägen Winkel.

Will das entfernte Haar dann nachwachsen, wirken abgestorbene Hautschüppchen wie eine Barriere und blockieren den Weg nach draußen. Dementsprechend häufig finden sich eingewachsene Haare im Intimbereich, aber auch an Beinen, unter den Achseln, am Po und in der Bartregion.

So wirst Du endlich eingewachsene Haare los - Profi Tipps von der Hautärztin

Risikofaktoren

Manche Menschen neigen einfach dazu, dass ihre Haare unter der Hautoberfläche weitersprießen. Sie haben oft besonders dickes und eher widerspenstiges Haar.

Warum eingewachsene Haare entstehen, hängt allerdings auch von deinem Haartyp ab: Glatte, feine Haare wachsen meist ungehindert durch die Haut. Lockige oder dickere Haare dagegen neigen verstärkt dazu, sich unter der Haut einzudrehen. Hinzu kommen äußere Faktoren wie zum Beispiel eng anliegende Kleidung.

Vorbeugung gegen eingewachsene Haare

Ganz vorbeugen kann man eingewachsenen Haaren kaum. Wer häufig unter eingewachsenen Haaren leidet, könnte eine andere Methode versuchen, anstatt sich zu rasieren.

Um eingewachsene Haare gar nicht erst entstehen zu lassen, haben kannst du einiges tun. Das beginnt bereits bei einer guten Feuchtigkeitsversorgung. Sie hält die Haut geschmeidig und verhindert, dass Haare in trockenen, verhornten Partien steckenbleiben.

Hier sind einige Tipps, wie du eingewachsenen Haaren vorbeugen kannst:

  • Regelmäßiges Peeling: Damit ihre Poren durch den Talg der Talgdrüsen nicht verstopft werden, kann ein regelmäßiges Peeling helfen eingewachsenen Haaren vorzubeugen.
  • Gute Pflege: Trockene Haut neigt mehr zu eingewachsenen Haaren als eine geschmeidige, weiche Oberfläche. Auch Massagen fördern die Durchblutung der Haut und die Haut wird weniger anfällig für Irritationen.
  • Enge Kleidung vermeiden: Insbesondere direkt nach der Rasur kann die starke Reibung zwischen Kleidung und Haarstoppeln unschöne Pickel begünstigen.

Neben den beschriebenen Peelingritualen lohnt es sich außerdem, die Skinny-Jeans mal im Schrank zu lassen und durch lockerere Kleidung den Druck von der Haut zu nehmen.

Die richtige Rasurtechnik

Last, but not least bleibt noch das Thema Rasur. Hier solltest du zur Vorbeugung eingewachsener Haare auf Folgendes achten:

  • Feuchte deine Haut vor der Rasur gut an: Warmes Wasser macht die Haare weicher und erleichtert die Rasur.
  • Verwende immer scharfe Rasierklingen: Stumpfe Klingen reißen die Haare eher ab, anstatt sie sauber zu schneiden.

Apfelessig als natürliches Tonikum gegen eingewachsene Haare

Apfelessig hat antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften. Mische eine Lösung aus einem Teil Apfelessig und zwei Teilen Wasser und tupfe diese sanft mit einem Wattepad auf die betroffene Stelle auf. Apfelessig ist ein beliebtes Hausmittel gegen eingewachsene Haare. Der saure Essig wirkt entzündungshemmend und antibakteriell, was dabei hilft, Infektionen zu verhindern.

Die Freude an glatt rasierter Haut ist nur von kurzer Dauer, wenn es nach der Haarentfernung zu eingewachsenen Haaren kommt. Wenn es für vorbeugende Maßnahmen schon zu spät ist, kann Apfelessig helfen: am besten in der Dusche einfach auf die betroffene Stelle auftragen.

Apfelessig ist ein wahrer Alleskönner. Wichtig ist, dass Du den Essig korrekt dosierst und Dir für die Behandlung Zeit nimmst.

Anwendung von Apfelessig

  • Gesichtspflege: Gib hierfür einfach 2 EL Apfelessig in etwas Wasser und wasche Dir damit Dein Gesicht. Lass den Essig einwirken und wasche ihn nicht ab. Dank seiner Alpha-Hydroxid-Säuren ist der Essig in der Lage, den Blutkreislauf anzuregen und die Poren zu verengen.
  • Nach der Rasur: Um Apfelessig vorbeugend gegen eingewachsene Haare anzuwenden, mischen Sie einfach Apfelessig und Wasser zu gleichen Teilen und tragen Sie die Lösung auf die Haut auf. Dort lassen sie Sie für einige Minuten einwirken, bevor sie die Mischung gründlich abspülen. Wiederholen Sie die Prozedur regelmäßig.

Weitere Vorteile von Apfelessig

Apfelessig gehört zu den besonders schonenden und effizienten Hautpflegeprodukten. Der Essig hat einen ph-Wert, der dem Deiner Haut ähnlich ist. Somit gleicht er ein durch äußere oder innere Faktoren verursachtes Ungleichgewicht aus, sodass Du Dich in Deiner Haut wieder rundum wohlfühlst.

Weitere Hausmittel und Tipps gegen eingewachsene Haare

Neben Apfelessig gibt es noch weitere Hausmittel und Tipps, die dir bei der Behandlung von eingewachsenen Haaren helfen können:

  • Teebaumöl: Trage nach der Rasur ein paar Tropfen Teebaumöl auf die Bikinizone auf, um eingewachsene Haare zu verhindern und Hautirritationen zu reduzieren. Verdünne das Öl mit einem Trägeröl wie Kokos- oder Olivenöl, um Hautreizungen zu vermeiden.
  • Babypuder: Nach der Rasur kannst du Babypuder auf die Bikinizone auftragen. Babypuder hilft, überschüssige Feuchtigkeit zu absorbieren und Reibung zu reduzieren, was das Risiko von Hautirritationen und Rasurpickelchen verringert.

Was tun bei chronisch eingewachsenen Haaren?

Einige Personen neigen grundsätzlich stark zu eingewachsenen Haaren - sogar dann, wenn sie sich nicht enthaaren. Bei diesen Personen kann man die Haare dauerhaft mit einem Laser entfernen. Danach wachsen die Haare in der Regel nicht mehr nach. Kommen doch noch Haare nach, so sind diese deutlich dünner und weicher und wachsen entsprechend nicht mehr in die Haut ein.

Zusammenfassung

Eingewachsene Haare sind ein lästiges Problem, das jedoch mit den richtigen Maßnahmen gut in den Griff zu bekommen ist. Apfelessig ist ein bewährtes Hausmittel, das dank seiner entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften hilft, die Haut zu beruhigen und eingewachsene Haare zu behandeln. In Kombination mit anderen vorbeugenden Maßnahmen und Hausmitteln kannst du deine Haut wieder glatt und gesund machen.


Maßnahme Anwendung Vorteile
Apfelessig Mischen mit Wasser (1:2) und auftragen Entzündungshemmend, antibakteriell, pH-Wert-ausgleichend
Teebaumöl Einige Tropfen auf die Haut auftragen (verdünnt) Antiseptisch, entzündungshemmend
Babypuder Nach der Rasur auftragen Absorbiert Feuchtigkeit, reduziert Reibung
Regelmäßiges Peeling 1-2 Mal pro Woche Entfernt abgestorbene Hautzellen, befreit die Poren

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