Antonio Vivaldi: Der "Rote Priester" und seine unsterbliche Musik

Antonio Vivaldi war einer der bekanntesten Komponisten und Violinisten des Barocks. Geboren wurde Antonio Vivaldi in Venedig am 4. März 1678 - angeblich während eines Erdbebens. Der Venezianer Antonio Lucio Vivaldi war einer der bekanntesten Komponisten und Violinisten des Barocks. Vor allem „Die vier Jahreszeiten“ von ihm sind bekannt.

Antonio Lucio Vivaldi kam 1678 in Venedig zur Welt. Antonio Lucio Vivaldi war das erste von mindestens sechs Kindern des gelernten Barbiers Giovanni Battista und dessen Frau Camilla Calicchio. Als Vivaldi in Venedig geboren wurde, hatte sich sein Vater beruflich bereits für die Musik entschieden; er war ein angesehener Violinist und wurde 1685 Mitglied der Capella Ducale di San Marco und 1689 des Orchesters des Teatro San Giovanni Grisostomo und im selben Jahr Maes­tro di violino am Ospedale dei Mendicanti.

Er lernte schon als kleines Kind Geige zu spielen - kein Wunder, denn auch sein Vater war Violinist. Geboren 1678 in Venedig, erhielt er bei seinem Vater Giovanni Battista ersten Unterricht. Bald schon entwickelte er sich zu einem angesehenen Violinisten und leitete das Orchester in San Marco in Venedig. Antonio spielte so gut, dass er seinen Vater angeblich sogar manchmal im Orchester vertreten durfte!

Doch bevor er Musiker wurde, schlug Vivaldi den Berufsweg eines Priesters ein. Da seine Eltern sehr gläubig waren, wählte er aber zunächst einen anderen Beruf: Priester. Mit fünfzehn Jahren bereitete sich Vivaldi auf die Priesterlaufbahn vor und empfing 1703 die Priesterweihe. Als Priester arbeitete Vivaldi nur knapp ein Jahr. Dann wurde er Geigenlehrer an einem venezianischen Waisenhaus für Mädchen, dem Ospedale della Pietà.

Während seiner Zeit als Priester nannten die Leute Antonio Vivaldi „prete rosso“ („roter Priester“). Weil er feuerrotes Haar hatte, gaben ihm die Menschen den Spitznamen „roter Priester“. Antonio Vivaldi, geboren 1678 in Venedig, wurde in seiner Heimatstadt »Prete rosso« genannt, der »rote Priester« - wegen seiner flammend roten Haare.

Ein genauer Grund, warum er seine Stelle kündigte, ist nicht bekannt. Sein Amt konnte er jedoch angeblich wegen eines bronchial-asthmatischen Leidens nicht ausüben. Allerdings kommen zwei Möglichkeiten infrage: Einerseits war seine Lungenerkrankung eine mögliche Erklärung, weil Vivaldi häufiger über eine Enge in der Brust klagte. Fest steht aber, dass Vivaldi schon als Säugling sehr krank war. Er hatte eine Lungenkrankheit, hustete viel und durfte sich kaum anstrengen. Die Krankheit gab Vivaldi später auch als Grund an, weshalb er nicht länger als Priester arbeiten könne.

In seiner kurzen Priesterkarriere soll es des Öfteren vorgekommen sein, dass Vivaldi während des Gottesdienstes einfach den Altar verlassen und in den Nebenraum der Kirche verschwunden sei. In seiner kurzen Priesterkarriere soll es sogar vorgekommen sein, dass Vivaldi während des Gottesdienstes einfach den Altar verlassen und in der Sakristei verschwunden ist. War es wegen seiner Lunge? Musste sich Vivaldi ausruhen? Oder war er vielleicht in die Sakristei gegangen, um eine Melodie aufzuschreiben, die ihm während der Messe eingefallen war, und die er nicht vergessen wollte? Das zumindest erzählten sich die Leute. Und es ist auch nicht ganz unwahrscheinlich.

Viel mehr Spaß machte ihm die Arbeit als Musiklehrer in einem Waisenhaus für Mädchen. Ab dem Jahre 1703 unterrichtete Antonio Vivaldi als Geigenlehrer an einem Waisenhaus für Mädchen, das zur Kirche gehörte. Im gleichen Jahr begann er, als Violinlehrer und Dirigent am Ospedale della Pieta in Venedig zu arbeiten. Das war eine Art Mädcheninternat. Dort blieb er fast Zeit seines Lebens bis 1740. Vivaldi hat viele hundert Geigen-, Flöten- und Fagottkonzerte komponiert - aber vor allem für die Waisenkinder.

Im Jahre 1716 stieg Vivaldi zum musikalischen Leiter des Orchesters auf. Ab 1703 gab er Instrumentalunterricht, im Jahr 1716 stieg er dann zum musikalischen Leiter (maestro dé concert) auf. Durch sein Engagement brachte er das allein mit Mädchen besetzte Orchester zu großer Bekanntheit. Durch sein Engagement brachte Vivaldi dieses Orchester zu großer Bekanntheit, viele Reisende kamen nach Italien, um dieses allein mit Mädchen besetzte Orchester spielen zu hören.

Er komponierte viele Konzerte extra für seine Schülerinnen, die sie in einem Orchester zum Besten gaben. Das war zu Vivaldis Zeiten etwas Außergewöhnliches. Nun sah Vivaldi es als seine Aufgabe, dieses Können an die Mädchen im Waisenhaus weiterzugeben. Die Kinder dort waren längst nicht alle wirklich Waisen, aber in Venedig wurden damals viele Töchter einfach ausgesetzt, weil die Familien sich das Aufziehen der Mädchen und deren Mitgift, wenn sie später heirateten, nicht leisten konnten oder wollten.

Später spielte Antonio Vivaldi auch in Städten außerhalb seiner Heimat. Im Alter von 40 Jahren kehrte er Venedig vorerst den Rücken und komponierte in Mantua unter Prinz Philipp von Hessen-Darmstadt verschiedene Opern und Kirchenmusik. Acht Jahre später zog er zurück nach Venedig. 1740 reiste Antonio Vivaldi nach Wien, um mit dem Wandel des venezianischen Musikgeschmacks mitzugehen und sich dementsprechend anzupassen. Kurz vor seinem Tod zog Vivaldi nach Wien, wo er als Musiker für den Kaiser des Heiligen Römischen Reichs arbeiten wollte. Der Plan, seine Heimat Venedig zu verlassen, um am Wiener Hof eine Stelle zu erhalten, misslang jedoch.

Dazu kam es allerdings nicht, denn Antonio Vivaldi starb schließlich am 28. Juli 1741 in Wien. Doch nicht mal ein Jahr danach starb er am 28. Juli 1741 unbeachtet in Österreichs Hauptstadt. Im Jahr 1741 am 28. Juli starb Vivaldi verarmt in Wien. Vivaldi starb an der Donau 1741 in bitterer Armut. Antonio Vivaldi wurde am 4. März 1678 in Venedig geboren. Er starb im Alter von 63 Jahren am 28. Juli 1741 in Wien.

Die amtliche Todesursache von Antonio Vivaldi lautete „innerer Brand“.

Antonio Vivaldi

Vivaldis Musikalisches Erbe

Vivaldis Musik war seiner Zeit in Venedig sehr beliebt. Gegen Ende seines Lebens war sie den Leuten vielleicht nicht mehr modern genug. Zumindest war Vivaldi nicht mehr so erfolgreich wie früher.

Antonio Vivaldis musikalischer Stil zeichnete sich besonders durch eine Verwendung von unterschiedlichen Instrumenten aus. Sein musikalischer Stil zeichnete sich besonders durch eine sehr variationsreiche Verwendung von Instrumenten aus, angefangen von klassischen Streich- oder Blasinstrumenten hin zum Salterio, einem italienischen Hackbrett. Vivaldi war in dieser Hinsicht ein wahrer Experimentierfreund: Er erzeugte gerne sogenannte Klangflächen durch den Einsatz vieler Soloinstrumente. Er erzeugte gerne sogenannte Klangflächen durch den Einsatz vieler Soloinstrumente, bis zu 16 Stück wurden teilweise verwendet.

In vielen seiner Werke machte er die Geige zum Solo-Instrument und brachte so sein Lieblingsinstrument besonders zur Geltung. Die über 200 Werke dieser Gattung sind virtuos und effektvoll. Für das Fagott als Soloinstrument schrieb er 37 Konzerte. In diesen Werken geht er an die Grenzen der spieltechnischen Möglichkeiten seiner Zeit, in der das Instrument nur über zwei Hilfsklappen verfügte.

Die Epoche, in der Vivaldi seine Musik schuf, heißt Barock. Sie steht für üppigen Kitsch, der damals alle Kunstrichtungen prägte - egal ob Musik, Malerei oder Architektur. Alles was barock ist, kann man nicht überhören oder übersehen, weil es so auffällig ist. So ist es auch bei Vivaldis Kompositionen. Sie sind sehr schwungvoll und dramatisch.

Vivaldis Konzerte haben eine klare Struktur als Basis: Ein eher langsamer Mittelsatz wird meist umrahmt von zwei schnelleren Sätzen. Igor Strawinsky ließ sich einmal zu einem spöttischen Bonmot hinreißen: Vivaldi habe dasselbe Konzert hunderte Mal komponiert. Das ist natürlich mindestens sehr vereinfacht dargestellt. (Auch die immer noch überaus populären und so vielseitigen »Vier Jahreszeiten« sind ja eigentlich vier Violinkonzerte.)

Insgesamt wirkte er 37 Jahre am Ospedale della Pieta in Venedig. Eigentlich war es ein Waisenhaus für Mädchen, wurde aber später nach und nach eine soziale Einrichtung für arme oder uneheliche Kinder. Die Musik spielte aber auf jeden Fall eine große Rolle. Vivaldi hatte daran entscheidenden Anteil, die Konzerte wurden so zu wahren kulturellen Ereignissen.

Erfolg hatte Vivaldi aber auch auf dem Gebiet der Oper. Er schrieb nach eigenen Angaben mehr als 90 Opern, allerdings haben sich nur rund 20 erhalten. Angeblich hat er fast hundert Opern geschrieben, von denen heute aber nicht einmal die Hälfte erhalten ist. Das Komponieren von Opern hat ihm die Kirche dann aber irgendwann verboten, weil die Oper als sittenlos galt. Man war der Meinung, ein Priester habe in einem Opernhaus nichts verloren - er gehöre in die Kirche.

Mehr als 770 Kompositionen sind von Vivaldi bekannt. Angefangen bei fast 250 Solokonzerten für Violine, etwa 21 Konzerten für Kammerorchester und beinahe 40 Fagottkonzerten, weist die Hinterlassenschaft von Antonio Vivaldis Werken eine hohe Zahl auf. Hinzukommen bisher 49 entdeckte Opern, wobei Vivaldi behauptet, 94 komponiert zu haben, und 13 überlieferte Opera. Jedoch besteht seit den 1970er Jahren der Verdacht, dass der 13. Opus wegen der ausgeprägten französischen Stilelemente, die für Vivaldi sehr untypisch waren, nicht von Vivaldi selbst stammt. Stattdessen soll Nicolas Chedeville die sechs Sonaten für Soloinstrument und Bassbegleitung geschrieben haben.

Die meisten von Vivaldis geistlichen Kompositionen sind wahrscheinlich für die Pietà entstanden, auch wenn sein Ruf als Vokalkomponist weit über seine Wirkungsstätte hinaus reichte.

Doch der sich wandelnde Musikgeschmack ab 1730 sorgte für den Absturz des einstigen Musik-Stars - fast 200 Jahre blieben seine Werke nahezu vergessen. Noch lange Zeit nach seinem Tod war der Komponist komplett vergessen. Erste Ansätze zu einer Vivaldi-Renaissance gab es durch die Wiederentdeckung Johann Sebastian Bachs, da dieser Violinkonzerte Vivaldis für Klavier bearbeitet hatte. Aber erst durch einen spektakulären Fund im Jahre 1926 in Turin setzte die eigentliche Vivaldi-Renaissance ein und wies dem „prete rosso“ seinen Platz als eine herausragende Gestalt der Musikgeschichte des 18. Jahrhunderts zu.

Überblick über Vivaldis Schaffen:

Werktyp Anzahl
Solokonzerte für Violine ca. 250
Konzerte für Kammerorchester ca. 21
Fagottkonzerte ca. 40
Opern 49 entdeckt (Vivaldi behauptete 94)

"Die Vier Jahreszeiten" - Ein zeitloses Meisterwerk

Antonio Vivaldi einfach und kurz erklärt

„Vier Jahreszeiten“ - das ist nicht nur eine Pizza, sondern eines der berühmtesten Werke der Musikgeschichte! Geschrieben hat es der italienische Komponist Antonio Lucio Vivaldi im 18. Jahrhundert. Am bekanntesten sind seine "Vier Jahreszeiten". In dem Stück lässt Vivaldi die Geigen Vogelstimmen nachahmen und stellt ein richtiges Gewitter mit Tönen dar. Antonio Vivaldis Komposition „Die vier Jahreszeiten“ trägt den offiziellen Titel „Le quattro stagioni“.

Vivaldi liebte die Natur. Deshalb erzählen seine vier Violinkonzerte „Der Frühling“, „Der Sommer“, „Der Herbst“ und „Der Winter“ von Naturereignissen, die in diesen Jahreszeiten typisch sind, zum Beispiel von Hitzegewittern im Sommer oder Eiseskälte im Winter. Das Besondere an den „Vier Jahreszeiten“ ist vor allem die Tonmalerei: Es tauchen Stimmungen und Naturgeräusche in der Musik wieder auf, die Vivaldi auf seinen Spaziergängen faszinierten. Wenn man die Augen schließt und Vivaldis Musik lauscht, kann man Vogelstimmen wiedererkennen und sogar das Bellen eines Hundes.

Vivaldi „sammelte“ also in der Natur interessante Klänge auf, um sie mit Instrumenten nachzuahmen - das war damals eine ganz neue Idee. Bereits zu seinen Lebzeiten erfreuten sie sich einer besonderen Beliebtheit. Antonio Vivaldis Le quattro stagioni ist mit Abstand sein bekanntestes Werk und stellt einen großartigen Vertreter der Programmmusik dar.

Frühling, Sommer, Herbst und Winter musikalisch zu vertonen, ist eine Einzigartigkeit, die nur Antonio Lucio Vivaldi bieten kann. Welche Instrumente spielen in den vier Jahreszeiten? Antonio Vivaldis Die vier Jahreszeiten ist ein Violinkonzert, weswegen die Geige als Instrument im klaren Hauptfokus des Werks steht und das restliche Orchester in den Hintergrund rückt.

Jedem Konzert einer der vertonten Jahreszeiten liegt ein Sonett zugrunde. Wann wurden die vier Jahreszeiten geschrieben? Doch bringt er auch Freude.“ Diese Worte schließen das letzte Wintersonett.

Jede der vier Jahreszeiten setzt sich aus drei Sätzen zusammen, welche die jeweilige Jahreszeit auf unterschiedliche Art und Weise zum Ausdruck bringen: das ruhigere Largo im zweiten Satz des Winters von Vivaldi erzeugt ein Bild von flackerndem Kaminfeuer vor verschneiten Fenstern. Dagegen steht das Presto im dritten Satz des Vivaldi Sommers, wodurch der Übergang zum Herbst durch ein tosendes Gewitter dramatisiert wird. Neben Wetterphänomenen hat Vivaldi auch Motive vertont, wie Gewehrschüsse (Allegro, 3. Satz, „Herbst“) oder einen schlafenden Hirten (Largo, 2. Satz, „Frühling“).

Die Violinkonzerte „Die vier Jahreszeiten“ sind weltberühmt - der Name Vivaldi steht heute für funkelnde Barockmusik.

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