Viele Menschen suchen nach Wegen, um unerwünschten Haarwuchs zu reduzieren oder zu entfernen. Enthaarungscremes bieten eine einfache und schmerzfreie Möglichkeit, dies zu erreichen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Enthaarungscremes, von ihrer Wirkungsweise bis zu den besten Produkten auf dem Markt. Außerdem wird auf das Thema Hirsutismus eingegangen, einer Erkrankung, die übermäßigen Haarwuchs bei Frauen verursacht, und es werden Behandlungsoptionen vorgestellt.
Kennst du das auch? Morgens rasiert - nachmittags schon wieder Bartschatten? Und nervt dich der dauernde Aufwand, die lästige Körperbehaarung loszuwerden? Schließlich sind Brustbehaarung & Co. out, zeugen vielmehr eher von einer weniger gepflegten Erscheinung. Sportler haben weitere gute Gründe, sich ihrer Körperbehaarung konsequent zu entledigen: wegen der geringeren Infektionsgefahr bei Sportverletzungen wie Schürfwunden zum Beispiel.
Es gibt viele Methoden zur Haarentfernung, jede mit ihren Vor- und Nachteilen:
All das trifft auf eine Enthaarungscreme nicht zu. Sie entfernt bereits ab einer durchschnittlichen Einwirkzeit von fünf Minuten lästige Haare.
Die »Zauberzutaten« für Enthaarungsmittel heißen Thioglykolsäure und Natriumhydroxid. Im Zusammenspiel entwickeln beide eine chemische Reaktion - das Haar löst sich. Das Natriumhydroxid, auch unter der Bezeichnung Ätznatron bekannt, sorgt nämlich dafür, dass der Säureschutzmantel der Haut durchlässig wird. Als Folge quellen die Poren auf, und die Haut ist aufnahmebereit für die Thioglykolsäure. Die Wurzel wird nicht entfernt, aber der sichtbare Teil der Haare. Die Körperhaare können nun mit einem Spatel entfernt und abgespült werden.
Bei der Anwendung von Haarentfernungscremes entsteht oft ein leichter Schwefelgeruch, der die Reaktion der Thioglykolsäure als Ursache hat. Oft werden Duftstoffe eingesetzt, um den Geruch zu überdecken.
Haarentfernungscremes basieren auf Chemie - das ist kein Geheimnis. Die Thioglykolsäure dringt in die oberste Hautschicht ein. Es besteht ein Risiko, dass die Haut diesen Vorgang nicht verträgt. Ähnlich wie bei Haarfärbemitteln empfehlen die Hersteller deshalb, einen Allergietest zu machen. Das gilt für alle Hauttypen.
Einfach einen kleinen Klecks des Produktes auf einer zu enthaarende Körperstelle anwenden und nach der empfohlenen Einwirkzeit wieder entfernen. Um eine Verträglichkeit der Enthaarungscreme zu gewährleisten, gelten die 24-Stunden- und 72-Stunden-Regeln: Nach der Verwendung von Enthaarungscreme sollte man 24 Stunden lang keine Deodorants, alkoholhaltige Lotionen und Parfüms benutzen und zudem kein Sonnenbad nehmen. Zwischen zwei Anwendungen müssen mindestens außerdem 72 Stunden vergangen sein. Das zählt nicht nur für diese Enthaarungsmethode. Auch wer sich vorher rasiert oder epiliert hat, sollte den Zeitraum abwarten.
Viele Produkte enthalten den Zusatz »sensitiv« im Produktnamen, was aber nicht bedeutet, dass die Creme besonders schonend ist, denn Thioglykolat, eine weitere Bezeichnung für Thioglykolsäure, ist hier auch in der Regel enthalten. Deshalb sollten Enthaarungscremes mit Thioglykolat nicht großflächig angewendet werden.
Ganz wichtig: Bikinizone ist nicht gleich Intimzone. Das wird gerne mal miteinander verwechselt, aber bei der Enthaarung in der Bikinizone ist der Haarbereich gemeint, der nicht mehr von einer Bikinihose verdeckt wird. Im Intimbereich sind auch die Haare im Genitalbereich gemeint. Es gibt Produkte, die speziell für den Intimbereich gekennzeichnet sind. Dennoch ist größte Vorsicht geboten, denn Enthaarungscremes dürfen nicht mit den Schleimhäuten in Berührung kommen.
Inzwischen gibt es ganz unterschiedliche Produkte auf dem Markt, die gezielt eine Haarentfernung an Achseln, Arme, Beine, Bikinizone oder auch im Gesicht ermöglichen. Hier sind einige der getesteten und für gut befundenen Enthaarungscremes:
Wenn Sie nach Alternativen zu Enthaarungscremes suchen, gibt es verschiedene Optionen, die je nach Ihren Bedürfnissen und Vorlieben geeignet sein können:
Von Hirsutismus spricht man, wenn Frauen dichte Körperbehaarung an Stellen aufweisen, die normalerweise eher bei Männern stark behaart sind. Dazu zählen zum Beispiel der Bereich zwischen Nase und Oberlippe (“Damenbart“), Kinn und Wangen, die Oberschenkel oder die Region zwischen den Brüsten. Hirsutismus kann psychisch sehr belastend sein, ist in den meisten Fällen jedoch gesundheitlich harmlos.
Typisches Symptom von Hirsutismus: Bei der Frau sind Körperstellen stark behaart, an denen in der Regel nur bei Männern kräftige Haare zu sehen sind. Bei manchen Frauen treten zudem Symptome einer sogenannten Vermännlichung auf.
In neun von zehn Fällen hat Hirsutismus keine erkennbaren krankhaften Ursachen. Ärzte sprechen dann von einem idiopathischen Hirsutismus. Bei vielen Frauen ist der verstärkte Haarwuchs schlicht Veranlagung. Ihre Haarfollikel reagieren vermutlich von Natur aus besonders empfindlich auf männliche Sexualhormone (Androgene).
Seltener lässt sich ein bestimmter Auslöser feststellen, etwa eine hormonelle Störung. Bestimmte Hormone sind dann im Übermaß vorhanden. Ein möglicher Hinweis auf eine hormonelle Ursache sind zusätzliche Symptome einer Vermännlichung.
Zur Vermännlichung kommt es, wenn im Körper zu viele männliche Sexualhormone vorhanden sind.
Eine von Natur aus starke Körperbehaarung bedarf nicht zwingend einer speziellen Behandlung. Bei Hirsutismus, der durch eine bestimmte Erkrankung oder Medikamente ausgelöst wurde, richtet sich die Therapie vor allem nach der jeweiligen Ursache.
Hat ein PCO-Syndrom den Hirsutismus begünstigt, kann bei übergewichtigen Frauen eine Gewichtsabnahme den Hormonhaushalt positiv beeinflussen. Da bei einem PCO-Syndrom häufig der Zuckerstoffwechsel gestört ist, kann auch eine Behandlung mit dem Antidiabetikum Metformin infrage kommen, welches als Tablette eingenommen wird.
Eine Alternative ist die Behandlung mit sogenannten Antiandrogenen oder der „Antibabypille“. Antiandrogene Wirkstoffe in Tablettenform, zum Beispiel das verschreibungspflichtige Cyproteronacetat, hemmen den Einfluss der männlichen Sexualhormone auf die Haarfollikel. In der Schwangerschaft und Stillzeit sind sie allerdings nicht geeignet. Zu häufigen Nebenwirkungen zählen Gewichtszunahme, depressive Verstimmungen oder Zwischenblutungen.
Bei übermäßiger Gesichtsbehaarung steht der Wirkstoff Eflornithin als Creme zur Verfügung. Die Creme wird meist zweimal täglich auf die betroffenen Partien aufgetragen und vollständig einmassiert. Bis eine Wirkung sichtbar ist, können einige Wochen vergehen. Nach Absetzen der Behandlung kehrt die Behaarung nach und nach zurück, sodass häufig eine dauerhafte Anwendung nötig ist. Zu möglichen Nebenwirkungen zählen lokale Reaktionen wie Kribbeln, Brennen, Juckreiz oder Rötungen.
Ein voller Haarschopf wird mit Attraktivität gleichgesetzt. Lichtet sich das Haupt, leidet die Seele, die weibliche mehr als die männliche. Am häufigsten ist der erblich bedingte Haarausfall: Er beginnt bei Männern mit Geheimratsecken, die sich über eine Halb- bis zur Vollglatze auswachsen können.
In Apotheken und Drogerien gibt es viele Mittel, die auf das Problem Haarausfall abzielen. Von den Arzneimitteln schneiden lediglich die Finasterid-haltigen, nur zur Anwendung bei Männern zugelassenen, rezeptpflichtigen Präparate mit "gut" ab. Der Wirkstoff hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase und senkt so die Spiegel des Hormons Dihydrotestosteron (DHT) im Blut. In der Folge steigt die Anzahl der Haare.
Die Wirksamkeit von Minoxidil in den beiden nicht rezeptpflichten Regaine-Präparaten ist "gut" belegt. Nach verschiedenen Studien können 20 bis 40 Prozent der behandelten Männer mit einem Stopp des Haarausfalls rechnen, zehn bis 20 Prozent mit einem Wiederwachstum kräftiger Haare.
Bei allen Koffein-Shampoos, Schaums und Kuren gilt: Je früher die Behandlung einsetzt, desto besser. Ist ein Follikel tot, gibt es kein Zurück mehr.
Moderne Technologien wie Lasertherapie (LLLT), Hochfrequenzstrom und T-Sonic®-Massage stimulieren die Haarfollikel, verbessern die Durchblutung der Kopfhaut und fördern das natürliche Haarwachstum. Hochfrequenzgeräte regen mit sanften Stromimpulsen die Zellerneuerung an, während LED- und Laserkämme tief in die Haarwurzeln eindringen und Haarausfall reduzieren.
Ergänzend unterstützen Massagebürsten mit Vibrations- oder Ultraschalltechnologie die Nährstoffaufnahme und kräftigen das Haar von der Wurzel an.
Der Wirkstoff Minoxidil stoppt den Haarausfall effektiv und regt neuen Wachstum an. Bedenken Sie: Kein Haarwuchsmittel kann Wunder vollbringen, doch bei erblichem Haarausfall kann das richtige Produkt stärkeren Haarausfall entgegenwirken.
Das sind die besten Produkte mit Minoxidil:
Mit der täglichen Dusche sagen Sie dem Haarausfall den Kampf an, denn diese Haarwuchsmittel können Sie wie herkömmliches Shampoo verwenden.
Leiden Sie an diffusem Haarverlust, besteht häufig ein Mangel an Vitaminen. Männern empfehlen wir, zunächst mit einer Biotin- oder Aminosäurekur zu starten. Top: Eine gute Versorgung der Haarwurzeln kann zukünftigen Haarausfall vorbeugen und festigen Sie Ihre Haarstruktur. Mit Biotin oder auch Zink und Folsäure stärken Sie die Haare von innen - dann ist die äußere Therapie bald vielleicht sogar nicht mehr notwendig.
Wenn Sie die Finger lieber erstmal von chemischen Wirkstoffen lassen wollen, gibt es auch einige Alternativen, die auf pflanzlicher Basis wirken.
Besonders bewährt hat sich der Inhaltsstoff Rosmarin, der als ätherisches Öl oder in einem Tonikum eingesetzt wird. Durch die durchblutungsfördernde Wirkung von Rosmarin werden die Haarfollikel besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt.
Es gibt auch verschiedene Hilfsmittel, die das Haarwachstum fördern. Zum Beispiel, indem sie die Durchblutung der Kopfhaut anregen. Das sorgt für eine gesunde Kopfhaut und reduziert Schuppen. So werden die Voraussetzungen für das Haarwachstum verbessert.
Ein bewährtes Mittel gegen Haarausfall ist beispielsweise die Therapie von Ell-Cranell, die mit dem Wirkstoff Alfatradiol gegen hormonell-erblich bedingten Haarverlust vorgeht. Der Alkoholanteil in dem Haarwasser kann dazu führen, dass die Kopfhaut sich rötet und brennt.
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