Haaransatz Färben: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für Zuhause

Noch nie war es so einfach, sich die Haare selber zu färben. Mit der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung gelangst Du in sieben einfachen Schritten zu Deiner perfekten Haarfarbe. Halte Dich also bestmöglich an die beschriebenen Schritte, um bei jeder zukünftigen Haarfärbe-Session ein Ergebnis wie vom Friseur zu erzielen.

1. Die richtige Haarfarbe auswählen

Angesichts der riesigen Auswahl an Haarfarben in allen erdenklichen Nuancen, stehst Du vor einer großen Entscheidung, welche Nuancen Deinem Typ am besten schmeicheln. Achte bei der Wahl des richtigen Farbtons auf Deinen Hautunterton (kühl, neutral oder warm) und Deine Augenfarbe. Kühle Nuancen wie Asch- oder Platinblond unterstreichen einen von Natur aus kühlen Teint mit bläulichen Untertönen und eher hellen Augenfarben. Kupfer- und Goldtöne harmonieren hingegen besonders gut mit warmen Hauttypen und dunklen Augen.

Ein wichtiger Tipp für den idealen Farbton: Experten empfehlen, sich nicht mehr als eine oder zwei Nuancen von der Ausgangsfarbe Deiner Haare zu verändern. Bevor Du Dich also für eine radikale Veränderung entscheidest, solltest Du den damit verbundenen Pflegeaufwand Deiner Traumhaarfarbe in Betracht ziehen. Du bist immer noch unsicher? Bei der Auswahl der Haarfarbe sind auch die Eigenschaften und Inhaltsstoffe der Coloration zu berücksichtigen. Wenn Du eine reichhaltige, pflegende Formulierung vorziehst, greife zu Produkten mit natürlichen Ölen, wie der Olia Reihe.

2. Die richtige Menge bestimmen

Die Traumfarbe ist ausgewählt, doch wie viel brauchst Du nun? Zum Färben des Ansatzes reicht eine Haarfarbe-Packung aus. Bei schulterlangem Haar brauchst Du - je nachdem, wie dick oder fein es ist - bereits zwei Packungen.

3. Vorbereitung ist alles

Wie heißt es so schön: Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete. Bevor Du Deine Haare selbst färbst, sollte Du sicherstellen, dass sie in einem guten Zustand sind. Verzichte deshalb beim Stylen auf Hitze und investiere in eine gute Spülung oder Haarmaske, um Dein Haar mit reichlich Feuchtigkeit zu versorgen. Greife dafür bevorzugt zu Produkten mit feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen, wie Macadamia-, oder Arganöl - die Wahre-Schätze Pflegelinie von Garnier bietet eine große Auswahl für jeden Haartyp.

Bevor Du loslegst, lege alle benötigten Utensilien für das Haare färben bereit. Tipp fürs Haare färben: Zieh Dir geeignete Kleidung an! Auch wenn die Olia-Farbe nicht tropft - beim Färben kann immer mal ein Malheur passieren.

4. Allergietest durchführen

Wenn Du zum ersten Mal eine neue Farbe ausprobierst, ist ein Farbtest unerlässlich. Außerdem sollest Du unbedingt vor jeder Haarfärbe-Session einen Allergieverdachtstest machen, um sicherzugehen, dass Du alle Inhaltsstoffe verträgst.

5. Anleitung genau befolgen

Wenn es dann losgehen kann, halte Dich genau an die Anleitung. Steht dort, dass die Coloration 20 bis 25 Minuten einwirken muss, solltest Du nicht - in der Hoffnung auf ein intensiveres Ergebnis - 40 Minuten abwarten.

6. Farbe richtig auftragen

Da die Farbe am Ansatz am längsten einwirken muss, solltest Du die Farbe immer von oben nach unten auftragen. Also: zuerst den Haaransatz färben, dann erst die Längen behandeln. Teile das Haar dabei in vier bis sechs gleichgroße Partien ein, damit Du wirklich keine Strähne auslässt. Mit einem zweiten Spiegel kannst Du auch den Fortschritt am Hinterkopf betrachten.

7. Nachpflege nicht vergessen

Jedes Garnier Colorations-Set enthält eine Pflegekur, die zum direkten Auftrag nach dem Ausspülen der Farbe gedacht ist. Verwende für zwei oder drei Tage nach dem Färben kein Shampoo. So kann die Farbe in den Haarfasern eingeschlossen werden und länger halten. Wurde die Farbe nicht so angenommen, wie Du es Dir erhofft hast? Das kann verschiedene Gründe haben. Überlege zunächst, ob Du die Anweisung und Empfehlungen auch wirklich in Gänze befolgt hast. Es kann außerdem sein, dass Du zu wenig Farbe verwendet hast.

Ist das Ergebnis zu dunkel geworden, lohnt es sich, noch etwas abzuwarten und das Farbergebnis nach einigen Haarwäschen zu beobachten. Gönne Deinem Haar in jedem Fall noch etwas Ruhe, ehe Du weitere Farbveränderung vornimmst.

Zusätzliche Tipps und Tricks

Dank der passenden Colorationsprodukte für den Heimgebrauch ist es ganz einfach, sich die Haare selber zu färben. Damit das Ergebnis vom ersten Tag an gut aussieht, finden Sie im Folgenden ein paar wichtige Tipps und Tricks. Bevor es daran geht, die Haare zu färben, sollten Sie unbedingt immer die Gebrauchsanweisung genau lesen. Einige Hersteller arbeiten zum Beispiel mit speziellen Pflegemitteln, die vor oder nach der Coloration aufgetragen werden. Aber ein altes Handtuch kann ebenfalls verwendet werden.

Um die natürliche Fettschicht auf der Kopfhaut zu bewahren, bitte darauf verzichten, die Haare vor dem Färben zu waschen. Dies schont die Kopfhaut und vermindert das Eindringen von Farbpigmenten in die oberste Hautschicht. Die Haare lediglich leicht befeuchten. Mit ein wenig Vaseline oder einer fetthaltigen Creme lässt sich verhindern, dass die Haarfarbe die Kopfhaut am Haaransatz einfärbt. Mit der Creme die Konturen des Haaransatzes befetten. Allerdings darauf achten, dass das fettige Mittel nicht in die Haare geschmiert wird.

Abhängig von der Marke und der Art der Färbung wird die Haarfarbe in einer Flasche oder auch in einem Tiegel angemischt. Wenn es Ihnen leichter fällt, die Farbe mit einem großen Pinsel aufzutragen, können Sie natürlich Ihren eigenen Farbpinsel verwenden. Dieser muss aus Kunststoff bestehen. Metallteile reagieren mit der Farbe. Die Farbe nicht aus einer Flasche umschütten - das endet in der Regel lediglich grundlos in einer großen Sauerei.

Grundsätzlich gilt es, dass sich kurzes Haar leichter colorieren lässt als langes Haar. Sehr kurze Haare müssen nicht in einzelne Partien unterteilt werden. Für längere Haare sollten Sie jedoch damit beginnen, einen Mittelscheitel zu ziehen. Anschließend in beide Richtungen die Oberkopfpartie in mehrere Längsteile trennen. Mit einer Klammer lassen sich die einzelnen Strähnen dann befestigen. Die Haare von der Mitte nach außen färben und dann von oben nach unten (am Hinterkopf). Bereits gefärbte Strähnen mit den Klammern feststecken.

Ist der gesamte Haarstamm mit der Farbe bedeckt, können Sie die Haare mit einem breitzackigen Kamm durchkämmen und die Farbe gleichmäßig verteilen. Die Einwirkzeit beginnt, sobald alle Haare vollständig bedeckt sind. Es ist nicht notwendig, die Haare mit Folie oder einem Handtuch abzudecken. Die modernen Haarfarben sind darauf ausgelegt, bei einer normalen Körpertemperatur korrekt zu wirken. Wird durch das Abdecken die Wärme erhöht, hat es in der Regel einen farbverfälschenden Effekt.

Auf keinen Fall die Einwirkzeit nach eigenem Ermessen anpassen. Die Vorgaben sind darauf ausgelegt, ein optimales Ergebnis zu erreichen. Es ist auch nicht möglich, die Intensität der Farbe zu erhöhen, indem die Einwirkzeit verlängert wird. Ist die Einwirkzeit vorüber, sollten Sie das Haar mit der Sprühflasche und ein wenig warmes Wasser anfeuchten. So werden leicht angetrocknete Farbreste sanft gelöst. Diese lassen sich anschließend leichter auswaschen.

Die Haare mit viel Wasser gut ausspülen, bis sich keine Farbe mehr auswaschen lässt. Dafür kein Shampoo verwenden. In das handtuchtrockene Haar den Pflegebalsam einmassieren, der mit der Coloration geliefert wird. Für eine gleichmäßige Verteilung im Haar am besten einen Kamm oder eine Bürste verwenden. Abhängig vom Hersteller wird der Pflegebalsam anschließend ausgespült oder im Haar gelassen.

Do it Yourself: Ansatz färben für Anfänger

Haaransatz kaschieren: Alternativen zum Färben

Es gibt auch Alternativen zum Färben, um den Haaransatz zu kaschieren. Wenn sich der Ansatz langsam zeigt, ist die einfachste Methode, ihn einfach wieder zu färben. Wen das ständige Färben nervt, der sollte über diese Alternativen nachdenken:

  • Ansatzspray: Der Ansatzspray, der einfach wie ein Haarspray aufgesprüht wird.
  • Haarpuder: Weiters gibt es verschiedene Haarpuder mit Farbpigmenten.
  • Alternative Färbetechniken: Damit wird häufiges Ansatz färben vermieden, weil man den Ansatz schlichtweg nicht oder nicht so stark sieht.

Alternative Färbetechniken

  • Balayage: Eine Balayage wird niemals bis zum Ansatz gefärbt, weshalb man beim Nachfärben auch länger warten kann als bei Ganzkopf-Colorationen.
  • Lowlights: Sie sollen dem Haar optisch mehr Volumen verleihen.
  • Babylights: Babylights sind sehr feine Highlights, die sich ebenfalls nur zwei oder drei Stufen vom Grundton unterscheiden.
  • Grey Blending: Beim Grey Blending werden graue Haare nicht abgedeckt, sondern mit Farbakzenten ausgeglichen.

Haaransatz färben bei grauen Haaren

Wenn eine vollständige Grauabdeckung gewünscht ist, wählt man am besten eine permanente Haarfarbe von einer Profi-Marke aus dem Friseurbedarf. Beim Färben von grauen Ansätzen ist wichtig, dass die Haare richtig abgeteilt und die Kopfhaut millimetergenau mit Farbe bedeckt werden.

Wie oft den Ansatz färben?

Der Ansatz sollte maximal alle sechs bis acht Wochen nachgefärbt werden, damit die Haare gesund bleiben und die Kopfhaut geschont wird. In dieser Zeit wachsen die Haare im Schnitt 2 cm, wodurch man den Ansatz zu sehen bekommt.

Tabelle: Vor- und Nachteile verschiedener Methoden zum Kaschieren des Haaransatzes

Methode Vorteile Nachteile
Ansatzspray Schnelle Anwendung, einfache Handhabung Nicht dauerhaft, kann abfärben
Haarpuder Kaschiert gut, unauffällig Kann die Haare austrocknen
Balayage Natürlicher Look, weniger häufiges Nachfärben Erfordert professionelle Anwendung
Haarfarbe (permanent) Dauerhafte Lösung, deckt graue Haare gut ab Kann das Haar strapazieren, regelmäßiges Nachfärben erforderlich
Tönung Weniger schädlich als permanente Farbe Hält nicht lange

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