Finden Sie Haare nicht auch ein bisschen eklig? Für manche Menschen ist die Angst vor Haaren jedoch mehr als nur ein leichtes Unbehagen. Sie leiden unter einer spezifischen Phobie, der Chaetophobie, bei der die Furcht vor Haaren ihr Leben bestimmt.
Wenn die Angst vor Haaren das Leben bestimmt, fällt oft der Ausdruck „Chaetophobie“. Doch was steckt hinter dieser Angststörung, und wie können Betroffene damit umgehen? Dieser Artikel beleuchtet die Chaetophobie, ihre Symptome, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.
Bei den Betroffenen dieser Art von Angsterkrankungen besteht eine äußerst intensive Furcht (Phobie) vor einer ganz bestimmten Situation oder einem ganz bestimmten Objekt. Obwohl diese Situationen im Allgemeinen ungefährlich sind, führt die starke Angst zu einem starken Wunsch, der Situation aus dem Weg zu gehen.
Die Hypertrichophobie gehört zu den spezifischen Angststörungen und bezeichnet die krankhaft übertriebene Angst vor (zuviel) Haaren. Bei dieser Angststörung meidet der Hypertrichophobiker Haare, besonders wenn es zu viele sind: Friseure, Friseur-Salons, das Musical Hair, Menschen mit langen und/oder sehr vielen Haaren, Abflüsse in denen Haare sich ansammeln etc. Bei manchen ist die Angst noch spezifischer; sie ekeln sich beispielsweise vor allem vor Körperbehaarung, vor Haaren von Tieren, vor der eigenen Behaarung etc.
Es gibt eine Rangliste mit dem nüchternen Titel „Diese 13 verrückten Phobien gibt es wirklich!“. Und dort rangiert an immerhin fünfter Stelle die Angst vor Haaren. Betroffene sollen auf den klangvollen Namen Chaetophobiker hören. Alles sehr sympathisch und nachvollziehbar!
Jedes einzelne Haar, egal an welchem Körperteil oder wo auf dem Boden liegend, versetzt Chaetophobiker in Panik. Bemerkte sie fremde Haare, brach sie weinend zusammen. Und fasste jemand ihre Haare an, kämpfte sie gegen Übelkeit.
Wenn Vermeidung oder Angst zu Einschränkungen in der Freizeit oder negativen Auswirkungen in schulisch-beruflichen Bereichen oder sozialen Beziehungen führen, kann bei den Betroffenen beträchtliches Leid entstehen.
Die moderne Psychologie erklärt Phobien anhand der Konditionierung. Chaetophobiker müssten ein traumatisches Erlebnis erlitten haben, bei dem Haare eine Rolle spielten: vielleicht also ein unfreundlicher Metaller in Wacken.
Durch traumatische Erlebnisse können Ängste vor ganz normalen Alltags-Gegenständen entstehen.
Insbesondere die moderne kognitive Verhaltenstherapie gilt als äußerst effektiv bei der Behandlung dieser Angsterkrankungen. Grundsätzlich lassen sich alle diese Angststörungen behandeln. Dazu empfehlen wir eine Therapie, die auf der Hypnose basiert. Dabei wird die Ursache der Ängste gesucht und in der folgenden Behandlung werden diese aufgelöst. Durch die Hyponoanalyse schaffen Sie es schließlich die Phobien - gleich welcher Art - zu überwinden.
In der Therapie analysieren wir mit Ihnen zunächst, wie die Angst entsteht und welche genauen Bedingungen zu ihrer Aufrechterhaltung beitragen. Um eine Spezifische Phobie erfolgreich und langsfristig zu bewältigen, helfen am sichersten korrigierende Erfahrungen mit der realen Angstsituation. Dies wird durch die Therapietechnik der Reizkonfrontation, auch Exposition genanannt, angeboten.
Wir bieten für ausgewählte Störungsbereiche spezifische Einzelbehandlungsangebote an. Diese Angebote bestehen aus einer verhaltenstherapeutischen Kurzzeittherapie mit 10-15 Psychotherapiesitzungen. Im Zentrum steht dabei die Behandlung einer einzelnen Problematik. Die ausgewählten Problembereiche, für die Sie sich anmelden können, finden Sie unten aufgelistet. Diese Angebote haben den Vorteil, dass sich Ihre_ Behandler_in speziell auf Ihr Problem einstellen kann und dass die Wartezeit auf eines der Angebote in der Regel kürzer ausfällt.
Um an einem dieser spezialisierten Therapieangebote teilzunehmen, melden Sie sich bitte über unsere Anmeldung an und schildern Sie kurz, an welchem der Angebote Sie teilnehmen möchten. Sie erhalten mit der telefonischen Anmeldung einen Termin zu einem Erstgespräch, in dem Sie weitere Informationen erhalten.
Bei allen handelt es sich korrekt um Spezifische Phobien, die durch Konfrontation gut behandelbar sind.
Die Menge an Phobien und Ängsten ist sehr umfangreich, denn theoretisch ist es möglich, vor jedem Gegenstand, jeder Situation oder jeder Handlung eine entsprechende Phobie zu finden. Hier sind einige Beispiele:
Unheilbar scheint nur der Glauben vieler Medien, dass solche Listen mit Fantasie-Namen unterhaltsam wären.
| Phobie | Beschreibung |
|---|---|
| Ablutophobie | Angst vor dem Waschen oder Baden |
| Anatidaephobie | Angst, von einer Ente beobachtet zu werden |
| Coulrophobie | Angst vor Clowns |
| Eretephobie | Angst vor Akupunktur |
| Frigophobie | Angst vor Kälte oder kalten Dingen |
| Geniophobie | Angst vor Kinn |
| Lachanophobie | Angst vor Gemüse |
| Ouranophobie | Angst vor dem Himmel |
| Pentheraphobie | Angst vor der Schwiegermutter |
| Triskaidekaphobie | Angst vor der Zahl 13 |
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