Alyssa Milano und die Ursachen für Haarausfall nach einer Corona-Infektion

Alyssa Milanos Infektion mit dem Coronavirus liegt Monate zurück. Im April hatte sich Alyssa Milano (47) mit dem Coronavirus infiziert, seitdem gibt die Schauspielerin regelmäßig Updates über ihre Gesundheit auf Instagram. Überstanden ist die Krankheit aber nicht.

In vergangenen Updates hatte Milano unter anderem von ihrem Covid-19-bedingten Haarausfall berichtet. Auch ihren Geruchssinns hatte sie verloren. Auf einem der Fotos, das sie dazu veröffentlicht hatte, war sie zudem mit Beatmungsgerät zu sehen und beschrieb, dass es sich angefühlt hätte, als würde ein Elefant auf ihrer Brust sitzen. "Ich hatte Todesangst", erklärte die Schauspielerin, die ihre Follower mit diesen Posts vor allem darauf hinweisen möchte, die Krankheit nicht zu unterschätzen - und weiterhin Masken zu tragen.

Es ist noch gar nicht lange her, dass Schauspielerin Alyssa Milano ihre Corona-Erkrankung öffentlich machte. Erst Anfang August machte US-Schauspielerin Alyssa Milano bekannt, dass sie sich Anfang April mit dem Coronavirus infiziert hat. Seitdem gibt sie auch ganz intime Einblicke in ihr Privatleben und teilt ausführliche Berichte über die Beschwerden und die Symptomatik während ihrer Corona-Erkrankung.

Das aktuelle Corona-Update der 47-jährigen ist allerdings ebenfalls schockierend, denn ganze vier Monate nach der Erkrankung hat Alyssa immer noch mit Corona-Folgen zu kämpfen: „Das ist mein Haarverlust. Grund ist Covid-19“, schreibt sie unter einem aktuellen Instagram-Video. Das Video zeigt die „Charmed“-Schauspielerin, die sich vor laufender Kamera ihre nassen Haare kämmt und sie dabei büschelweise verliert: „Ich dachte, ich zeige euch besser mal, was Covid-19 mit euren Haaren anstellt“, kommentiert sie das Video.

Alyssa Milano demonstriert ihren Haarausfall auf Instagram.

Alyssa Milano leidet noch immer unter den Folgen ihrer Covid-19-Erkrankung. Knapp vier Monate nach ihrer Covid-19-Infektion hat Alyssa Milano (47, "Charmed - Zauberhafte Hexen") noch immer mit Symptomen zu kämpfen. Ein Instagram-Video zeigt nun: Milano leidet seither unter starkem Haarausfall. Die 47-Jährige demonstriert vor laufender Kamera, wie viele Haare sie nach nur wenigen Bürstenstrichen verliert. Das Ergebnis: eine ganze Hand voller Haarsträhnen.

"Ich wollte euch nur zeigen, was Covid-19 mit euren Haaren macht. Bitte nehmt das ernst", schreibt Milano zu ihrem eineinhalbminütigen Clip. In einem ausführlichen Instagram-Post samt Foto mit Beatmungsmaske erklärte Milano Anfang August, wie sie ihre Covid-19-Infektion erlebt hat. Demnach litt sie unter den typischen Symptomen: "Alles tat weh. Verlust des Geruchsinns. Es fühlte sich an, als säße ein Elefant auf meiner Brust. Ich konnte nicht mehr atmen", schrieb sie.

Haarausfall als Spätfolge von COVID-19

Genesene Corona-Patienten berichten von starkem Haarausfall. Es gibt dieses Phänomen offenbar sehr häufig. Die Wissenschaft rätselt noch über die genauen Ursachen. Schauspielerin Alyssa Milano kennt das Problem, FDP-Politikerin Karoline Preisler auch. Und sie sind nicht die einzigen genesenen Covid-Patientinnen, die von Haarausfall erzählen.

Dabei gibt es das Phänomen des plötzlichen Haarverlusts, auch als Telogen Effluvium bekannt, durchaus häufiger. „Er beginnt zwei bis vier Monate nach dem Auftreten eines Triggers wie beispielsweise Stress“, erklärt Expertin Simone Thomas in einem Bericht des Web-Magazins „Refinery29“. Als Auslöser seien unter anderem Trauer, ein Schock, Krankheiten oder extremer Gewichtsverlust bekannt. Die Folge sei eine Störung des Haarzykluses. Die Wachstumsphase der Haare werde vorzeitig beendet, sie fielen verfrüht aus.

Grafik zu Ursachen von Haarausfall.

Ob dies auch ein direktes Symptom von Corona sein könne, sei offen, erklärt Thomas. Irreversibel ist plötzlicher Haarverlust nicht. Nach Ausschalten des Auslösers kommt dieser in der Regel zum Stillstand. Bis die Haare wieder füllig nachgewachsen sind, dauert es dann meist sechs bis zwölf Monate. Und auch bei den Corona-Patienten scheint der Haarverlust nicht von Dauer zu sein.

Einem Bericht des Mitteldeutschen Rundfunks zufolge hat sich das Biotechnologieunternehmen Berlin Cures mittlerweile auf die Suche nach den Ursachen für den Haarausfall begeben. Laut dem Bericht könnten zwei Autoantikörper dafür verantwortlich sein, die die Gefäße beeinflussen und so die Versorgung der Haarfollikel stören könnten. Autoantikörper sind ein charakteristisches Merkmal von Autoimmunerkrankungen, sind aber darüber hinaus bei Krebs oder Krankheiten nachweisbar, die mit einem chronischen Verlust an Körperzellen verbunden sind.

Zu den bekanntesten Symptomen von COVID-19 zählen der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns, kräftezehrende Kopfschmerzen und extreme Abschlagenheit. Monate nach dem das Virus zum ersten Mal in Europa ausbrach und einige Menschen offiziell längst genesen sind, werden jedoch immer mehr Spätfolgen bekannt. Wie beispielsweise Haarausfall.

Vielleicht hast du das Video von Alyssa Milano gesehen, in dem sie zeigt, wie viele Haare sie beim Bürsten aktuell verliert. Doch als ihr eine Freundin erzählte, ebenfalls an Haarausfall zu leiden, wurde ihr bewusst, es könnte auch am Virus liegen. Und das, obwohl sie bereits vor Monaten an Corona erkrankte und schon lange keine Symptome mehr hat - außer eben den Haarausfall.

Das Haarverlust zu den Spätfolgen des Coronavirus gehören ist allerdings nicht belegt. Dennoch melden sich viele Fans unter Alyssas Video mit ähnlichen Beschwerden: „Ich habe die gleichen Beschwerden mit meinen Haaren“, schreibt eine ihrer Followerin, eine andere ergänzt: „Genau das ist mir und meiner Schwester auch passiert“.

Laut aktuellen Studien seien in Deutschland 15 Prozent von Langzeitfolgen betroffen. Zu den häufigsten anhaltenden Symptomen gehören u.a. Fatique (chronische Schlappheit), Kopfschmerzen, Riech- und Schmeckstörungen und Haarausfall. Jetzt haben Mediziner von insgesamt 14 Fachgesellschaften, Expertengremien und Patientenverbänden die ersten offiziellen Leitlinien zur Behandlung von Long-Covid-Patienten ausgearbeitet. BILD weiß, welche Corona-Langzeitfolgen unbedingt vom Arzt behandelt werden sollen und welche nicht.

Inzwischen hat sie die akute Infektion überstanden und Antikörper gebildet. Doch überwunden hat sie die Krankheit noch nicht. Auf Instagram gibt die Schauspielerin regelmäßig Updates über ihre Gesundheit. Ihre neuesten Posts geben Grund zu Hoffnung: "Ich fange an, mich körperlich besser zu fühlen", schreibt sie. Doch Milano habe weiterhin gelegentlich Herzrasen, außerdem vergisst sie, was sie sagen wollte. Es sei der Zitat: „absolut schlimmste Teil an der Sache", wie sie sagt. Zuvor hatte Milano unter anderem von ihrem Corona-bedingten Haarausfall berichtet, ein Symptom, das gelegentlich bei einer Covid-19 Erkrankung auftritt.

Stressbedingter Haarausfall und das Coronavirus

Was ist stressbedingter Haarausfall und wie wird er ausgelöst? „Plötzlicher Haarverlust (auch als Telogen Effluvium, TE, bekannt) beginnt zwei bis vier Monate nach dem Auftreten eines Triggers, wie beispielsweise Stress“, erklärt Haaraussfallexpertin Simone Thomas. Auslöser können laut Thomas beispielsweise Trauer, Schock, Entbindung, Krankheiten und Defizite sein - genauso wie OPs oder extremer Gewichtsverlust. Die Folge? Eine Störung des Haarzykluses, durch die die Haare die Wachstumsphase (Anagene Phase) vorzeitig beenden und verfrüht ausfallen, so die Dermatologin Dr. Zainab Laftah.

Bisher gibt es nur wenige aussagekräftige Untersuchungen, weil wir immer noch dabei sind, zu lernen, welchen Einfluss das Virus langfristig gesehen auf unseren Körper hat. Doch Dr. Laftah stellte beispielsweise fest, dass viele Patient*innen drei Monate nach einer kurzweiligen Corona-Erkrankung oder aber durch den Lockdown hervorgerufenen Stress Haaranfall beobachten. Außerdem erzählt sie, „ein spanisches Journal berichtete kürzlich von Androgenetischen Haarausfall (betrifft hauptsächlich Männer) bei hospitalisierten COVID-19-Patienten. Untersucht wurden 41 Männer, die an einer durch COVID-19 bedingten Lungenentzündung litten. 71 Prozent von ihnen entwickelten Haarausfall, der den oberen und vorderen Kopf betraf.“

Die Autor*innen des Berichts vermuten einen Zusammenhang zwischen Androgenen (männliche Hormone), dem Coronavirus und einer das Immunsystem unterdrückenden Wirkung. Jedoch sind weitere Untersuchungen nötig, um sichere Schlussfolgerungen ziehen zu können, so Dr. Laftah.

Gerade weil es bisher kaum wissenschaftliche Untersuchungen gibt, sollten wir die persönlichen Erfahrungen der Betroffenen nicht ignorieren. So berichtet die Haaraussfallexpertin Simone Thomas beispielsweise von einer erhöhten Nachfrage nach Online-Beratungen zum Thema Haarausfall. „Es ist ein aggressives Virus und es ist eindeutig, dass es eine starke Reaktion des Immunsystems hervorruft.“ Ob Haarausfall jedoch ein direktes Symptom von Corona ist, wissen wir noch nicht.

„Stress ist einer der häufigsten Gründe für Telogen Effluvium“, sagt Simone. „Die globale Pandemie stellt nicht nur ein Risiko für unsere körperliche Gesundheit dar, sondern löst auch sehr viel Stress aus und wirkt sich auf die Wirtschaft aus. Sie stellt eine ernsthafte psychologische Belastung dar. Ängste, Sorgen und Panik können zu vermehrtem Haarausfall beitragen, was wiederum dazu führt, dass die Haare licht werden. Ich habe sehr viele Beratungsgespräche mit Menschen in der Selbst-Isolation geführt, die Haarausfall hatten, weil sie in der Wohnung feststeckten und sich Sorgen über ihre Finanzen und ihre Zukunft machten.“

Genau wie Vanessa vermutet auch die 36-jährige Hannah, dass ihr vermehrter Haarausfall eine Spätfolge des Virus ist, aber sie gab auch an, extrem gestresst zu sein. „Ich arbeite in der Entertainment-Branche und viele meiner Jobs wurden abgesagt. Deswegen bin sehr emotional. Dann habe ich einen Artikeln zum Thema Haarverlust und Corona gelesen und dachte, es könnte einen Zusammenhang geben. Ich postete eine Instagram-Story zum Thema und erhielt sehr viele Antworten von Menschen, die nach der Erkrankung ähnliche Erfahrungen gemacht haben wie ich.“

Hannahs Haare fallen nicht ständig in Büscheln aus - es ist eher sporadisch. Aber es sorgt dennoch dafür, dass ihr Selbstbewusstsein leidet und sie nur noch gestresster wird. „Meine Haare waren in keinem guten Zustand, weil ich jahrelang Extensions getragen habe. Der Lockdown war die perfekte Zeit, eine Pause davon zu machen und meine natürlichen Haare rauswachsen zu lassen, damit sie wieder stärker werden. Doch jetzt fallen sie aus. Wenn ich sie bürste, fallen sehr viele aus. Wenn ich sie wasche, fallen deutlich mehr aus als früher.“

Stadien und Arten von Haarausfall bei Männern und Frauen.

Was tun bei Haarausfall nach der Pandemie?

Wenn du vorher nie Probleme damit hattest und vermutest, es könnte einen Zusammenhang mit Corona geben, mach am besten einen Termin bei einem Haarspezialisten beziehungsweise einer Haarspezialistin oder deiner Hautärztin beziehungsweise deinem Hautarzt aus. Er oder sie kann dann mit einem Bluttest feststellen, ob es vielleicht einen anderen Grund für den Haarausfall gibt - wie beispielsweise eine Fehlernährung.

Wenn dem so ist, könnte eine Ernährungsumstellung deine Situation relativ schnell verbessern. Eventuell wären dann auch Nahrungsergänzungsmittel eine gute Idee, aber besprich das am besten mit deiner Ärztin oder einer Ernährungsexpertin.

Sollte bei dem Bluttest und anderen Untersuchungen keine eindeutige Ursache gefunden werden, wird die Sache schon schwerer. Denn laut Dr. Laftah gibt es leider keine spezielle Behandlung für stressbedingten Haarverlust. (Wobei stressbedingt wie gesagt nicht zwingend bedeutet, dass du seit Beginn der Pandemie 70 Stunden pro Woche arbeitest und gleichzeitig noch ein Kind betreust. Es kann beispielsweise auch emotionaler Stress sein, der durch Ängste entsteht.)

Besonders in diesem Fall kann es hilfreich sein, sich emotionale Unterstützung zu suchen (zum Beispiel eine Selbsthilfegruppe) und regelmäßig Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen zu machen, wie Yoga oder Mediation, rät Dr. Laftah. Versuche, herauszufinden, was genau dich stresst und ob du dagegen etwas tun kannst.

Eine gute Nachricht gibt es aber noch: „Wenn der Trigger nicht mehr da ist, löst sich das Problem mit dem Haarausfall meist von selbst nach ein paar Monaten“, so Dr. Laftah. Sprich Tabletten oder teure Shampoos kannst du dir wahrscheinlich sparen. Schau stattdessen lieber, dass du dir Zeit für dich nimmst.

Zum Schluss noch ein Hinweis von Simone: „Es mag offensichtlich klingen, aber nachwachsende Haare (egal wie wenige es auch sein mögen oder wie lange es auch dauert) sind ein Zeichen von Genesung und es wird oft übersehen“.

In ihrem neuesten Post schreibt sie: "Ich fange an, mich körperlich besser zu fühlen." Sie nehme immer noch alle drei Tage Aspirin, um ihr Blut zu verdünnen, zudem Fischöl, Vitamin C, B, D und Zink. Dennoch gehe es der 47-Jährigen "bei weitem nicht mehr so schlimm wie vor ein paar Wochen". "Manchmal habe ich allerdings große Angst", schreibt sie. "Nicht davor, wieder krank zu werden, sondern davor, dass meine Liebsten krank werden könnten. Ich möchte nicht, dass sie diese Krankheit bekommen.

Haarausfall nach Corona? Was tun? 🤯 │Dr. med. Alice Martin

tags: #alyssa #milano #haarausfall #ursachen

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