Volles Haar gilt seit jeher als Zeichen der Jugend, Gesundheit und Vitalität. Für viele Menschen ist es daher psychisch sehr belastend, wenn die Haare mit zunehmendem Alter weniger werden. Mithilfe einer Haartransplantation lassen sich bei vielen Patienten auch ohne langjährige Behandlung überzeugende Ergebnisse erzielen.
Die Transplantation von Eigenhaar ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem gesunde Haare an die kahlen Stellen verpflanzt werden. Durch präzise Planung der Umverteilung kann der Arzt Kahlbereiche flächig abdecken, sodass diese im Nachhinein nicht mehr sichtbar sind.
Interessieren Sie sich für eine Haartransplantation und möchten sich vorab über Behandlungsmöglichkeiten, Kosten und erwartbare Ergebnisse informieren? Verschaffen Sie sich schon vorab einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Methoden, Kosten und möglichen Ergebnisse einer Haartransplantation.
Im Folgenden beantwortet Dr. med. Firas Kour, ein erfahrener Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, der sich auf haarmedizinische Behandlungen wie die Haartransplantation spezialisiert hat, die häufigsten Fragen, die meistens in einem Erstgespräch gestellt werden. Sollten Sie darüber hinaus weitere Anliegen haben, zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
Die Haartransplantation eignet sich grundsätzlich für jeden Patienten, bei dem eine ausreichende Anzahl an gesunden Spenderhaaren vorhanden ist. Bei der Transplantation werden die verbliebenen Haare umverteilt. Für Patienten mit sehr wenig Resthaar oder sehr dünnem Haar kommt dieses Verfahren daher nur bedingt infrage.
Je nach Beschaffenheit des Körperhaars können in solchen Fällen aber bspw. auch Wimpern, Bart-, Rücken-, Brust- oder Barthaare transplantiert werden. Mit dem Haar-Rechner können Sie überprüfen, ob Sie für eine Haartransplantation geeignet sind. Darüber hinaus erhalten Sie direkte Informationen zur Behandlung.
Bei bestimmten Formen des Haarausfalls kann eine Haarverpflanzung durchgeführt werden. Voraussetzung ist in allen Fällen, dass genügend Spenderhaar vorhanden ist. Bei Männern und Frauen mit anlagebedingtem gewöhnlichen Haarausfall (androgenetischer Haarausfall) kann der Haarausfall im Anfangsstadium noch mit Medikamenten aufgehalten werden.
Die Haarverpflanzung eignet sich bei einem fortgeschrittenen Stadium des Haarausfalls, wenn schon größere kahle Stellen vorhanden sind. Bei Männern ist das typischerweise am Vorderkopf und auf Scheitelhöhe. Auch bei Formen erblicher Haarlosigkeit und bei einem Haarverlust durch Narben, zum Beispiel nach einem Unfall oder einer Verbrennung, kommt eine Haartransplantation in Frage.
Nicht nur auf dem Kopf können neue Haare verpflanzt werden. Auch eine Augenbrauentransplantation oder Barttransplantation sind möglich.
Eine Haartransplantation eignet sich allerdings nicht für jeden Patienten. In den meisten Fällen ist der Haarverlust genetisch bedingt. Dabei reagiert ein Teil der Haarwurzeln ab einem bestimmten Alter überempfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Dies führt zu einem Schrumpfen der betroffenen Haarfollikel und infolgedessen zum Haarausfall.
Haare können außerdem durch die Einnahme bestimmter Medikamente, bestimmte Infektionskrankheiten, Stoffwechselerkrankungen, Nährstoffmangel, Hormonumstellungen (z. B. nach einer Geburt oder durch die Wechseljahre) oder anhaltende Zugwirkung auf die Haarwurzeln ausfallen. Bei Kreisrundem Haarausfall sind sich Experten über die genaue Ursache bis heute unsicher.
Die häufigste Form des Haarausfalls bei Männern und Frauen ist der sogenannte androgenetische Haarausfall (androgenetische Alopezie). Für Personen mit dieser Form des Haarausfalls stellt eine Haartransplantation meist eine gute Lösung dar.
Beim androgenetischen Haarausfall reagiert ein Teil der Haarwurzeln überempfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron (DHT). Dadurch kommt es zu einer Verkürzung der Wachstumsphase und Schrumpfung der betroffenen Haarfollikel. Da jedoch nur ein Teil der Haarwurzeln diese Androgensensibilität entwickelt, können aus den übrigen Bereichen gesunde Haare entnommen und an die kahlen Stellen verpflanzt werden.
Bei anderen Formen des Haarausfalls ist eine Haartransplantation nicht immer Erfolg versprechend. Für eine erfolgreiche Behandlung sollte der Haarausfall weitgehend zum Stillstand gebracht worden sein (z.B. auch medikamentös), und es müssen ausreichend gesunde Haare für die Transplantation zur Verfügung stehen.
Laut den Leitlinien des Verbands Deutscher Haarchirurgen e.V. (VDHC) eignen sich folgende Arten des Haarausfalls für eine Haartransplantation:
Für die Entnahme der Transplantate kommen grundsätzlich 2 Methoden infrage, die FUT-Technik (Follicular Unit Transplantation) und die FUE-Technik (Follicular Unit Extraction).
Während der Transplantationsprozess von Haarwurzeln in ehemals behaarte Kahlstellen weitestgehend standardisiert ist und sich über die Jahre kaum verändert hat, haben sich in den letzten 15 Jahren 2 verschiedene Entnahmetechniken der Haarwurzeln aus dem Haarkranz durchgesetzt: Einmal die renommierte Streifenentnahme mit anschließender mikroskopischer Vereinzelung der „Follicular Units“, zum zweiten die seit 2002 erstmals beschriebene Einzelexzision der „Follicular Units“, FUE-Technik.
Beide Techniken bieten Vor- und Nachteile für den Patienten. Durch Marketingstrategien im Internet sind Patienten oft verunsichert und wissen nicht, für welche Entnahmemethode sie sich entscheiden sollen.
Im Ästhetik-Gesundheits-Zentrum (aegz.) klären wir, welche Methode am besten zu Ihnen passt. Ob die FUE oder die FUT-Methode besser geeignet ist, hängt jedoch von Ihrer individuellen Haarsituation und den spezifischen Gegebenheiten Ihres Haarausfalls ab. Wichtige Faktoren wie die Beschaffenheit Ihres Haares, die Dichte im Spenderbereich und das Ausmaß des Haarausfalls spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Bei der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) entnimmt Ihr behandelnder Arzt am lokal betäubten Hinterkopf haartragende Hautpartien, die als Spender der Haarimplantate dienen. Hautpartien mit 4-6 Haaren werden als Minigrafts bezeichnet, Partien mit 1-3 Haaren als Micrografts. Sie alle tragen aber den Namen follikuläre Einheit. Zur Entfernung der Grafts sticht der Arzt mit einer sehr feinen Hohlnadel in die Spenderregion.
Anschließend bereitet er die Kahlstellen auf die Transplantation vor, indem er in kleinen Abständen winzige Löcher in die Kopfhaut bohrt, um darin die einzelnen Transplantate zu verpflanzen. Bei der FUE-Methode (Follicular Unit Extraction) werden einzelne Haarfollikel, sogenannte Grafts, aus einem Spenderbereich, meist am Hinterkopf, entnommen und in die lichten oder kahlen Stellen transplantiert. Diese Technik ist besonders präzise und hinterlässt nur minimale Punktnarben, die nach der Heilung kaum erkennbar sind.
Nach der Entnahme werden die Grafts sorgfältig sortiert, da jeder Graft zwischen 1 und 5 Haare enthalten kann. Für ein natürliches Ergebnis ist es entscheidend, dass an der vorderen Haarlinie ausschließlich Grafts mit einem Haar eingesetzt werden, um eine feine, natürliche Wuchsrichtung zu gewährleisten.
Saphir-FUE Haartransplantation: Die Saphir-FUE Haartransplantation stellt eine innovative Weiterentwicklung der herkömmlichen FUE-Technik dar. Bei diesem Verfahren kommen spezielle Saphir-Klingen zum Einsatz, die aufgrund ihrer Härte und Schärfe filigranere Schnitte ermöglichen. Dies führt zu einer besonders präzisen Implantation der Haarfollikel und minimiert Schäden an benachbarten Haarwurzeln. Die Saphir-Klingen sorgen nicht nur für eine geringere Verletzungsrate der umliegenden Gewebe, sondern ermöglichen auch eine höhere Haardichte und eine natürliche Haarlinie.
i-FUE (Intermittent Follicular Unit Extraction): Die i-FUE, oder „Intermittent Follicular Unit Extraction“, stellt eine fortschrittliche Variante der traditionellen FUE-Methode dar. Bei dieser Technik wird eine reduzierte Verweildauer der Grafts außerhalb der Kopfhaut angestrebt, indem die Entnahme intermittierend - also mit Unterbrechungen - erfolgt. Der Haarspezialist gewinnt dabei jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Grafts und implantiert diese sofort, was Schäden durch lange Lagerzeiten minimiert. Diese Methode ist nicht nur schonend, sondern auch individuell anpassbar, sodass sie optimal auf die speziellen Bedürfnisse jedes Patienten abgestimmt werden kann. Ein wesentlicher Vorteil ist die erhöhte Anwuchsrate der Transplantate sowie die Vitalität der Haarfollikel, was zu besseren Ergebnissen führt.
Bei der FUT-Technik (Follicular Unit Transplantation) werden haartragende Hautpartien in Streifen aus dem Hinterkopf entnommen. Die so gewonnenen Transplantate werden anschließend in akribischer Handarbeit vorbereitet, indem jeder einzelne Haarfollikel präpariert wird. Währenddessen bereitet Ihr Arzt die zu füllenden Stellen auf die Transplantation vor. Auch bei diesem Verfahren werden in sehr kleinen Abständen erst Löcher in die Kopfhaut gebohrt, bevor die Grafts in einem zweiten Schritt darin verpflanzt werden.
Bei dieser Methode wird ein schmaler Hautstreifen vom dicht bewachsenen Hinterkopf entnommen, aus dem die Grafts extrahiert werden. Der Schnitt wird sorgsam vernäht und hinterlässt nur eine sehr feine Narbe, die unter dem längeren Deckhaar verschwindet. Die FUT-Methode (Follicular Unit Transplantation), auch Streifenmethode genannt, ist ein Verfahren zur Haartransplantation, das sich besonders für die Behandlung größerer kahler Stellen eignet. Bei dieser Methode wird ein schmaler Hautstreifen aus dem Spenderbereich, meist am Hinterkopf, entnommen. Aus diesem Streifen werden dann die Haarfollikel präzise herausgelöst und in die Empfängerbereiche eingesetzt.
Die Haarpigmentierung (auch Kopfhautpigmentierung oder Microhair) ist ein Verfahren zur Haarverdichtung und kann als Ergänzung oder Alternative zur Haartransplantation eingesetzt werden. Bei der Kopfhautpigmentierung werden Farbpigmente als feine Punkte in der Kopfhaut implementiert. Durch die verschiedenartigen Punkte, die auf die Haarfarbe des Patienten abgestimmt werden, und deren spezielle Anordnung ähnelt das Behandlungsergebnis einer 0,5-mm Rasur und sieht dementsprechend sehr natürlich aus.
Vor der Haartransplantation informiert der behandelnde Arzt eingehend über Chancen und Risiken des Eingriffs. Er sollte den Patienten dabei insbesondere vor unrealistischen Erwartungen warnen. Im Rahmen des Vorgesprächs erkundigt sich der Arzt auch nach möglichen Vorerkrankungen, die die Operationstauglichkeit einschränken könnten.
Das Entnahmegebiet und die zukünftige Haarlinie werden vom Chirurgen exakt geplant, damit ein natürlich wirkendes Ergebnis gewährleistet ist. Bis zum Tag der Operation sollte der Patient die Haare möglichst lang wachsen lassen.
Vor der Haartransplantation kann es erforderlich sein, bestimmte Medikamente (z. B. Blutverdünner oder blutverdünnende Schmerzmittel wie Aspirin) vorübergehend abzusetzen. Hierzu wird der Patient vom behandelnden Arzt eingehend aufgeklärt. Auf Rauchen und den Genuss von Alkohol sollte vor dem Eingriff verzichtet werden. Am OP-Tag empfiehlt sich der Gebrauch von lockerer Kleidung mit Knöpfen oder Reißverschluss, die nicht über den Kopf ausgezogen werden muss.
Die Haartransplantation wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Abhängig von der OP-Technik wird der Entnahmebereich rasiert. Anschließend entnimmt der Arzt nun entweder den Hautstreifen mit Spenderhaar (FUT) oder die einzelnen Haarwurzelgrüppchen (FUE). Bei der Entnahme kommen spezielle Instrumente zum Einsatz, die die Haarwurzeln zunächst lockern und anschließend vorsichtig herauszupfen. Dabei entstehen winzige Narben, die im Nachhinein mit bloßem Auge kaum sichtbar sind.
Erfolgt die Transplantation per FUT-Technik über einen Spenderhaarstreifen, so wird die Wunde anschließend vernäht. Damit die empfindlichen Transplantate nicht austrocknen oder mechanische Schäden davontragen, werden sie bis zum erneuten Einsetzen in einer speziellen Nährlösung zwischengelagert.
Der Chirurg legt nun im Empfängergebiet feine Öffnungen für die Transplantate an. Diese positioniert er in unregelmäßigen Abständen, um später ein möglichst natürliches, „zufälliges" Haarmuster zu erzeugen. Die Gesamtdauer des Eingriffs variiert je nach Anzahl der Transplantate zwischen 2 und 8 Stunden. Je nach Größe der zu behandelnden Stelle können mehrere Sitzungen erforderlich sein, bis ein zufriedenstellendes Ergebnis erreicht ist. Pro Sitzung werden bis zu 4.000 Grafts verpflanzt, in Einzelfällen sogar mehr.
Nach der Haartransplantation ist der Patient sofort gesellschaftsfähig. Je nach individuellem Empfinden und Ausmaß der Behandlung muss er allerdings eine Erholungsphase von etwa 2-3 Tagen einplanen. Erst nach Ablauf dieser Zeitspanne kann die Transplantationsstelle auch wieder mit einem milden Shampoo (z.B. Babyshampoo) gewaschen werden. Nach der Transplantation kann es zu Schwellungen und leichten Schmerzen kommen, die jedoch in der Regel schnell nachlassen. Außerdem bilden sich gegebenenfalls leichte Verkrustungen. Diese fallen im Laufe der ersten Wochen mit der Haarwäsche, die unbedingt sanft erfolgen sollte, ab.
Patienten, die regelmäßig Sport treiben, sollten diesen während der ersten Woche aussetzen, damit der Körper sich voll und ganz auf die Regeneration der Verletzungen konzentrieren kann. Danach kann ein langsamer Wiedereinstieg erfolgen und die Belastungsintensität gesteigert werden. Nach etwa 2 Wochen kann der sportlichen Betätigung wie gewohnt nachgegangen werden. Auf Besuche in Sauna, Solarium und Schwimmbad sollte für 2 Wochen verzichtet werden.
Bäder im Meerwasser sind nach etwa 4 Wochen kein Problem, bei Chlorwasser sollten Patienten noch etwas länger warten, je nach Verlauf der Wundheilung. Auch UV-Strahlung kann die traumatisierten Haarwurzeln negativ beeinflussen. Patienten sollten sich deshalb während der ersten Wochen im Schatten aufhalten oder eine Kopfbedeckung (z. B.
Die Haarfollikel sind nach der Transplantation geschwächt, sodass die verpflanzten Haare zunächst direkt wieder ausfallen können. Erst nach etwa 3 bis 12 Monaten beginnen die neuen Haare dauerhaft zu wachsen. Sind diese ohne Komplikationen nachgewachsen, so können sie ganz normal behandelt und frisiert werden.
Bei der Entnahme eines Hautstreifens mit FUT-Technik werden frühestens nach 2 Wochen die Fäden gezogen.
Erste Ergebnisse einer Eigenhaartransplantation zeigen sich bereits kurz nach dem Eingriff, bis zum endgültigen Resultat dauert es jedoch bis zu 12 Monate. Dann kann abschließend beurteilt werden, ob die verpflanzten Haarwurzeln angewachsen sind.
Komplikationen wie Entzündungen oder Narbenbildung im Bereich der Kopfhaut sind - bis auf die Narbe durch die Streifenentnahme bei der FUT-Methode - selten. Wundheilungsstörungen kommen dank innovativer Technik und hohen Hygienestandards nur äußerst selten vor. Da es sich bei den Transplantaten um körpereigenes Material handelt, sind Abstoßungsreaktionen nicht zu erwarten.
Wie jeder operative Eingriff bietet auch eine Eigenhaarverpflanzung gewisse Risiken. Dazu gehören neben einer problematischen Wundheilung auch mögliche Entzündungen oder eine übermäßige Narbenbildung. Zudem kann es passieren, dass die Behandlung einfach nicht den gewünschten Erfolg erzielt.
Eine Haartransplantation gilt als sicheres Verfahren, dennoch können - wie bei jedem chirurgischen Eingriff - vereinzelt Nebenwirkungen auftreten. Zu den häufigsten, vorübergehenden Reaktionen zählen leichte Schwellungen und Rötungen im behandelten Bereich sowie ein moderates Spannungsgefühl. In seltenen Fällen kann es zu einem vorübergehenden Empfindlichkeitsverlust oder zur Bildung kleiner Krusten in der Spender- oder Empfängerregion kommen.
Um den Heilungsverlauf optimal zu unterstützen, erhalten Sie von uns detaillierte Anweisungen zur Pflege nach dem Eingriff.
Die Haartransplantation ist grundsätzlich ein komplikationsarmer Eingriff mit guten Erfolgsaussichten. Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die sorgfältige Planung und Vorbereitung durch einen erfahrenen Chirurgen, aber auch die gewissenhafte Vor- und Nachsorge vonseiten des Patienten.
Die Kosten für eine Haartransplantation richten sich nach der Anzahl der verpflanzten Spenderhaare. Pro Haarwurzelgrüppchen muss der Patient mit Kosten von etwa 1 - 3 Euro rechnen. Insgesamt kostet der Eingriff damit je nach Umfang zwischen 2.000 und 8.000 Euro. Einige Kliniken bieten online einen Haar-Konfigurator mit integriertem Kostenrechner an. So können Betroffene vorab überprüfen, wie hoch der Preis einer Haartransplantation in ihrem Fall ausfallen würde.
Eine pauschale Antwort auf diese Frage lässt sich nicht geben, da die Kosten für eine Haartransplantation von verschiedenen individuellen Faktoren abhängen. Entscheidend sind unter anderem das Ausmaß des Haarausfalls und die Anzahl der benötigten Haarfollikel, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Auch die Wahl der Methode, ob FUE oder FUT, beeinflusst den Aufwand und damit die Kosten.
Die Gesamtkosten für eine Haartransplantation umfassen alle notwendigen Leistungen, wie die Bereitstellung des Behandlungsraums, das medizinische Team, die verwendeten Materialien sowie die Nachsorge bis zur vollständigen Heilung.
Die Kosten* für eine Haartransplantation im Ästhetik-Gesundheits-Zentrum (aegz.) variieren je nach Umfang des Eingriffs und der gewählten Methode. Jeder Behandlungsschritt - von der ersten Beratung über den eigentlichen Eingriff bis hin zur Nachsorge - wird individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Die Kosten für die Haartransplantation werden im Normalfall nicht von der Krankenkasse übernommen. Haarausfall gilt nicht als Krankheit und stellt für den Betroffenen keine gesundheitliche Beeinträchtigung dar.
Möchten Sie sich bereits im Voraus detailliert über eine mögliche Haartransplantation informieren? Mit unserem kostenfreien Haar-Behandlungs-Planer erhalten Sie eine individuelle Übersicht zu möglichen Kosten und Ergebnissen - perfekt abgestimmt auf Ihre Haarsituation.
*Bitte beachten Sie, dass unsere Preise gemäß der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet werden.
| Behandlung | Kosten (ungefähr) |
|---|---|
| Haartransplantation am Ansatz | 3.000 - 4.900 € |
Es gibt zahlreiche Ansätze zur Behandlung von Haarausfall. Welcher der richtige ist, hängt immer vom jeweiligen Patienten ab. Genetisch bedingter Haarverlust lässt sich in der Regel mit einer Haartransplantation gut versorgen.
Weiterhin ist eine alternative oder ergänzende medikamentöse Therapie durch Finasterid und / oder Minoxidil sowie Antiandrogene möglich.
Finasterid blockiert jenes Enzym, welches das männliche Sexualhormon Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt, auf welches ein Teil der Haarwurzeln bei Männern mit androgenetischem Haarausfall empfindlich reagiert. Auf diese Weise kann Finasterid ein Voranschreiten des Haarverlusts verhindern. In manchen Fällen verdichten sich die Haare auch wieder. Der Nachteil: Das Präparat muss in Tablettenform dauerhaft eingenommen werden und der Effekt wird erst nach 3-6 Monaten deutlich. Sobald es abgesetzt wird, geht die Wirkung verloren und die Haare fallen wieder aus.
Minoxidil wird als Tinktur zur äußerlichen Anwendung gegen erblich bedingten Haarausfall angewandt. Es eignet sich sowohl für Frauen als auch für Männer. Die genaue Wirkweise ist unbekannt, jedoch wird vermutet, dass durch das Präparat eine Mehrdurchblutung der Kopfhaut bewirkt wird, die ein verstärktes Haarwachstum zur Folge hat. Während Schwangerschaft und Stillzeit ist von einer Behandlung mit Minoxidil abzusehen.
Antiandrogene besetzen die Andockstellen (Rezeptoren) von Dihydrotestosteron und / oder hemmen die Entstehung von DTH in den Zellen. Sie werden zur Therapie von genetisch bedingtem Haarausfall bei Frauen eingesetzt. Bis zum Eintritt der Wechseljahre werden sie in Kombination mit Östrogenen als Verhütungsmittel eingenommen, um eine Schwangerschaft zu verhindern. Würden Antiandrogene während einer Schwangerschaft eingenommen, könnte dies bei einem männlichen Fötus die Genitalentwicklung stören. Auch für Männer ist die Haarausfall-Behandlung mit Antiandrogenen nicht geeignet; es bestünde die Gefahr einer Gynäkomastie (Verweiblichung durch Wachstum der männlichen Brust).
Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) entsteht, so vermuten Experten, durch eine Autoimmunreaktion, die eine Entzündung zur Folge hat, welche das Haarwachstum stört und zum Haarverlust führt. Die Behandlung erfolgt meist in Form von Kortisoncremes oder -lösungen, seltener auch als Spritze oder Tabletten.
tags: #haartransplantation #informationen
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