Eine Tierhaarallergie wird meist durch Haustiere ausgelöst. Menschen mit Tier(haar)allergie reagieren bei bestimmten Tieren überempfindlich auf Eiweißstoffe des Fells bzw. der Haare, der Hautschuppen und der Körperflüssigkeiten (Speichel, Urin, Sekret der Hautdrüsen).
Vor allem Katzen können bei Betroffenen zu äußerst heftigen allergischen Reaktionen führen (Katzenallergie bzw. Katzenhaarallergie). Tierallergene finden sich gerade bei Katzen- und Hundebesitzer*innen fast überall, denn Hautschuppen und Haare haften an Kleidung, Polstermöbeln, Teppichen, Vorhängen, Bettwäsche und selbst an den Wänden.
Tierallergene werden in erster Linie eingeatmet (Inhalationsallergene) und lösen bei Allergiker*innen innerhalb kürzester Zeit Beschwerden aus. Lebt das allergieauslösende Tier im eigenen Haushalt, zeigen sich die Symptome ganzjährig, wie z.B. ein Dauerschnupfen.
Symptome können bei Tierhaarallergiker*innen aber auch auftreten, wenn kein unmittelbarer Kontakt mit dem Tier besteht, denn einige Tierallergene, speziell Katzenallergene, sind sehr langlebig. Daher kann es sein, dass Katzenhaare am Mantel eines Fahrgasts in Öffentlichen Verkehrsmitteln, am Pulli des Banknachbarns in der Schule oder beim Umzug, wenn das neue Zuhause zuvor ein Katzenhaushalt war, bei Menschen mit Tierhaarallergie zu allergischen Beschwerden führen.
Antiallergika (z.B. Antihistaminika) aus der Apotheke können bei einer Tierhaarallergie gegen Akutbeschwerden helfen. Die Medikamente sind aber nur zur vorübergehenden Einnahme empfehlenswert, z.B. bei Besuch eines Katzenhaushalts.
Leidet ein Familienmitglied an einer Tierhaarallergie, sollte auf Tiere, gegen die eine Allergie besteht, und auf Möbel mit Tierfellen in der Wohnung bzw. im Haus verzichtet werden. Wird die Allergie erst nach Einzug des Haustiers bemerkt, muss das Haustier in der Regel wieder weggegeben werden.
Bevor man sich ein Haustier anschafft, sollte ein entsprechender Allergietest durchgeführt werden, um Stress für Patient/in und Tier zu vermeiden. Aufgrund der Langlebigkeit einiger Tierallergene ist eine anschließende Wohnungssanierung dringend angeraten.
Lebt das „allergene Tier“ weiterhin im Haushalt, droht die Entwicklung eines allergischen Asthmas. Betroffene sollten sich zur Behandlung einer Tierhaarallergie in Form einer allergenspezifischen Immuntherapie (AIT) von ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt beraten lassen.
Bei einer Tierhaarallergie treten die Symptome meist sofort nach Kontakt mit dem Tier auf. Oft reicht es schon aus, einen Raum zu betreten, in dem sich viele Tierhaare befinden. Die Nase läuft, meist muss der Betroffene niesen.
Möglich sind auch Reaktionen der Haut und der Augenschleimhäute. Es kann zu Juckreiz und Tränenfluss kommen. Die Symptome ähneln denen einer Bindehautentzündung. Auch Husten, Atemnot und allergisches Asthma sind möglich. Bei Neurodermitikern kann eine Tierhaarallergie Schübe auslösen.
Mögliche Anzeichen einer Tierhaarallergie sind Augenbrennen und Augentränen (allergische Bindehautentzündung), Schnupfen und Niesattacken, Husten, angestrengte Atmung bis hin zu Atemnot und Asthma-Anfällen sowie Hautjucken und Hautausschlag.
Ähnlich wie bei anderen Allergien treten die allergischen Symptome kurz nach dem Kontakt mit dem jeweiligen Tier oder seinen Haaren auf (Soforttyp-Allergie). Sie zeigen sich vor allem in der Nase, den Bronchien und den Augen:
Bei einer Tierhaarallergie löst der Kontakt mit einer bestimmten Tierart oder deren Haaren eine allergische Reaktion aus. Besonders häufig ist eine Katzenhaarallergie, etwas seltener die Hundehaarallergie. Auch sind Allergien gegen mehrere Tierarten möglich.
Der Name ist bei diesen Allergiearten irreführend. Denn nicht die Tierhaare selbst lösen die Allergie aus, sondern Proteine aus Hautschuppen, Kot, Urin, Speichel oder Tränenflüssigkeit der Tiere, die an deren Haaren haften. Wenn Tiere in einem Haushalt leben, sind deren Allergene überall zu finden.
Außerdem haften sie an der Kleidung. Es kann also sein, dass ein Allergiker bereits bei Kontakt mit einem Katzenhalter allergisch reagiert. Das Immunsystem reagiert mit einer überschießenden Abwehrreaktion: Antikörper werden gebildet und Mastzellen schütten in großen Mengen Histamin aus. Dadurch entstehen die typischen allergischen Symptome.
Eigentlich ist der Begriff „Tierhaarallergie“ nicht ganz korrekt. Denn er erweckt den Anschein, dass Tierhaare an sich die allergischen Reaktionen hervorrufen könnten. Genau genommen sind die wahren Auslöser jedoch bestimmte Eiweißbestandteile in Speichel, Talg und Schweiß sowie Kot, Urin und Hautschuppen der Tiere.
Fahren sich Tiere beispielsweise im Rahmen ihrer Körperpflege mit der Zunge über das Fell, bleiben Partikel an ihren Haaren haften, die die allergischen Symptome herbeiführen können. Wenn die Tiere Haare verlieren, können die Allergene - über Kleidungsstücke oder über die Luft von Tierbesitzern - an die verschiedensten Orte verbreitet werden.
So finden sich oft Tierhaare z.B. in Schulen, Kindergärten oder Wohnräumen. Grundsätzlich können alle Haustiere eine Allergie auslösen und die oben angeführten Symptome hervorrufen.
Zu eigenen Haustieren herrscht oftmals ein nahezu durchgängiger und vor allem engerer Kontakt. Deshalb ist für Betroffene eine Allergie gegen ein Tier, das in den eigenen vier Wänden lebt, meist körperlich und seelisch belastender.
Ein Hinweis vorab: Das Vorliegen einer Allergieart schließt andere Allergien nicht aus. Es können durchaus Allergien gegen verschiedene Tierarten bestehen.
Neben ihrem Status als Lieblingshaustier der Deutschen, besitzt die Katze auch das größte allergieauslösende Potenzial unter den Haustieren. Ihre Allergene befinden sich in der Tränenflüssigkeit, den Talgdrüsen, und in der Haut sowie in geringerem Anteil im Speichel.
Dabei macht es keinen Unterschied, welcher Rasse die Katze angehört: Ihre Allergene sind sehr aggressiv und verbreiten sich aufgrund ihres vergleichsweise geringen Gewichts extrem gut. Da sie sich besonders lange in der Atemluft halten, können Allergiker deshalb auch ohne Kontakt mit einer Katze unter Allergiesymptomen leiden.
Auch Hunde können bei Allergikern starke Reaktionen hervorrufen. Allerdings kann man an dieser Stelle bereits eine Entwarnung geben: Hundeallergene besitzen kein solch heftiges allergieauslösendes Potenzial wie jene von Katzen.
Ihre Allergene sind generell schwerer als Katzenallergene und verteilen sich deshalb nicht so gut. Außerdem herrschen sowohl zwischen einzelnen Hunderassen als auch zwischen einzelnen Tieren starke Unterschiede.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass alle Hunde zwar im Besitz eines Hauptallergens sind, dessen Vorhandensein allerdings mengenmäßig stark zwischen den einzelnen Rassen bzw. Tieren schwankt. Es befindet sich im Speichel, in den Talgdrüsen, den Hautschuppen und im Urin.
Eine Tierhaarallergie ist meist klar zu erkennen, da die Symptome unmittelbar beim Kontakt mit der jeweiligen Tierart oder deren Haaren auftreten. Wer sicher gehen will, wendet sich an einen Allergologen. Mit einem Pricktest ermittelt dieser, ob das Immunsystem auf Tierallergene reagiert.
Die entsprechenden Allergene werden in hochverdünnter Form auf die Unterarme getropft. Es dauert rund 20 Minuten, bis eine Schwellung und Rötung die Allergie anzeigen. Meist untersucht der Arzt das Blut zusätzlich nach Antikörpern, die der Körper gegen Tierallergene bildet.
Möglich ist auch ein Provokationstest. Dabei trägt der Mediziner eine winzige Menge des Allergens auf die Nasenschleimhaut auf und beobachtet die Reaktion.
Um festzustellen, ob Sie unter einer Tierhaarallergie leiden, stehen Allergologen und Hausärzten verschiedene Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung. Je nach Ausgeprägtheit der Symptome findet in der Regel zunächst ein Hauttest statt, bei dem Allergene verschiedener Tierarten auf die Haut aufgetragen werden, um eine mögliche Reaktion nachzuweisen.
Andere Diagnosemöglichkeiten bieten ein Bluttest durch den Nachweis von Antikörpern oder ein Provokationstest, bei dem die Allergene direkt auf die Schleimhaut aufgebracht werden.
Wie bei anderen Allergien auch können Medikamente wie Mastzellstabilisatoren die Ausschüttung von Histamin verhindern. Antihistaminika helfen, die Beschwerden vorübergehend zu lindern. Sie beseitigen jedoch nicht die Allergie selbst.
Für diejenigen, die unter starken Beschwerden leiden, jedoch auf ihr Haustier nicht verzichten möchten, kommt eine Hyposensibilisierung in Betracht. Die Therapie erstreckt sich über mehrere Jahre und soll dem Immunsystem durch eine schrittweise Gewöhnung die Überreaktion auf die Tierallergene abtrainieren.
Die besten Erfolge erzielen Allergologen bei einer Katzenhaarallergie. Beachten Sie jedoch, dass eine Hyposensibilisierung häufig mit starken Nebenwirkungen wie Schwellungen, Rötungen und Juckreiz auftritt.
Gegen akute Symptome eignen sich zum Beispiel antihistaminhaltige Präparate wie z. B. Pollival® Augentropfen und Pollival® Nasenspray zur lokalen Anwendung. Außerdem sollten Sie versuchen, die entsprechenden Allergene zu meiden.
Die Beschwerden lassen sich mit Medikamenten lindern. Gegen allergischen Schnupfen gibt es antiallergische Nasensprays oder Tabletten. Hautausschläge können mit kortisonhaltigen Präparaten wie Salben behandelt werden.
Eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) ist beispielsweise bei einer Katzenallergie möglich. Für Hundeallergien ist die Wirksamkeit noch nicht so gut untersucht. Eine Hyposensibilisierung kommt bei besonders starken Beschwerden infrage und wenn sich der Kontakt mit dem Tier nicht vermeiden lässt.
Bei einer Hyposensibilisierung wird dem Körper über mindestens 3 bis 5 Jahre regelmäßig eine kleine Dosis des Allergens zugeführt.
Wer unter einer Tierhaarallergie leidet, sollte den Kontakt mit den entsprechenden Tieren möglichst meiden. Für manche Tierhalter kann das bedeuten, sich von einem Tier trennen zu müssen. Nur so lassen sich eine dauerhafte Verschlechterung der allergischen Beschwerden und eine Ausweitung der Allergie auf die unteren Atemwege vermeiden.
Wer nur unter milden Symptomen der Tierhaarallergie leidet, kann möglicherweise trotzdem mit einem Tier im Haushalt leben. Dabei sollten einige Regeln beachtet werden: Das Tier sollte keinen Zugang zum Schlafzimmer haben und möglichst nicht auf Polstermöbeln sitzen.
Allergiker*innen können dann verschiedene Verhaltenstipps befolgen, um die lästigen allergischen Symptome zu vermeiden:
Es kann auch sinnvoll sein, Kleidungs- und Einrichtungsgegenstände gründlich zu reinigen oder zu entfernen.
Allergiker*innen können mithilfe der Emsan® Nasendusche und dem gelösten Emsan® Nasenspülsalz multimineral eine Nasenspülung durchführen, um die Nase von Allergenen zu befreien. Dies kann die unangenehmen Symptome lindern. Die beiden Produkte können auch während der Schwangerschaft und Stillzeit angewandt werden.
Wer sich häufig die Nase putzt, leidet oftmals unter einer gereizten oder trockenen Nase. Der Emsan® Nasenbalsam kann in der Nase aufgetragen werden. Er bildet einen feinen Schutzfilm, der die Feuchtigkeitsabgabe reguliert. Der Nasenbalsam ist ebenfalls für Schwangere oder stillende Personen und Kinder ab 3 Jahren geeignet.
Das Emsan® Allergenblocker Nasenspray beruhigt die gereizte Nasenschleimhaut bei einem allergischen Schnupfen. Darüber hinaus kann es auch vorbeugend zum Einsatz kommen.
Tabelle: Übersicht über Tierallergene und ihre Quellen
| Tierart | Allergene Quellen |
|---|---|
| Katzen | Speichel, Talgdrüsen, Haut, Tränenflüssigkeit |
| Hunde | Speichel, Talgdrüsen, Hautschuppen, Urin |
| Nagetiere (Meerschweinchen, Kaninchen, Hamster) | Urin, Hautschuppen, Fell |
| Vögel | Federn, Vogelkot |
| Pferde | Haar, Hautschuppen |
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