Haarfärbemittel sind beliebte Produkte, um die äußere Erscheinung zu verändern und graue Haare abzudecken. Viele Menschen sind sich jedoch der potenziellen Gesundheitsrisiken bewusst, die mit chemischen Inhaltsstoffen in diesen Produkten verbunden sind. Insbesondere allergische Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe sind ein wachsendes Problem. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Allergierisiken von Haarfarben, insbesondere durch chemische Inhaltsstoffe, und bietet Informationen zu Allergietests, natürlichen Alternativen und Vorsichtsmaßnahmen.
Viele chemische Haarfärbemittel dringen tief ins Haar ein. Dafür wird meist Ammoniak zugesetzt. Es sorgt dafür, dass die schützende Schuppenschicht des Haares aufgebrochen wird und sich die Farbpigmente besser festsetzen können. Dadurch verändert sich die Struktur der Haare, was letztendlich zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und zum Austrocknen führt. Vor allem starkes Aufhellen der natürlichen Haarfarbe und eine sehr häufige Anwendung von Haarfärbemitteln mit Ammoniak und Wasserstoffperoxid strapaziert das Haar sehr stark. Substanzen in Blondierungen zerstören die Farbpigmente im Haar nahezu vollständig. Die Haare werden porös, weshalb blondierte Haare besonders viel Pflege benötigen.
Auch die Kopfhaut wird durch die Einwirkung von Ammoniak gereizt und durchlässiger für Schadstoffe.
Einigen Stoffen, die noch vor einigen Jahren in Haarfärbemitteln enthalten waren, wurde eine krebserregende Wirkung nachgesagt. Für die Herstellung von modernen Haarfärbeprodukten wird aufgrund einer EU-Vorschrift jedoch auf diese Stoffe verzichtet. Trotzdem gelten bestimmte Chemikalien wie aromatische Amine weiterhin als bedenklich, da die Auswirkungen auf die Gesundheit noch nicht ausreichend erforscht sind. Schwangeren und stillenden Frauen, die auf das Haarefärben nicht gänzlich verzichten möchten, werden daher weniger aggressive Färbemittel empfohlen. Zudem wird geraten, das Produkt nicht bis auf die Kopfhaut aufzutragen.
Haarfarbstoffe werden oft wegen ihres allergischen Potenzials kritisiert. Unsere Haarcolorationen entsprechen einer der strengsten Kosmetikverordnungen, der EU-Kosmetikverordnung.
Nicht ganz ins Bild passen da allerdings die Problemstoffe, die wir in unserem Test von alternativen Haarfarben in der Korres Dauerhafte Haarfarbe Arganöl 5.0 gefunden haben. Diese sind der Grund dafür, dass wir die Korres-Haarfarbe nur mit "ungenügend" bewerten. Aromatische Amine sind synthetische Farbstoffvorstufen. Das Problem: Viele aromatische Amine werden vom EU-Beratergremium für Verbrauchersicherheit (SCCS) als starke oder sogar extrem starke Kontaktallergene einstufen. Das heißt, dass sie auf der (Kopf-)Haut schwere Kontaktallergien mit Rötungen, Schwellungen und Juckreiz auslösen können. Aus unserer Sicht haben sie deshalb in Kosmetikprodukten nichts verloren.
Neben aromatischen Aminen enthält die Korres Dauerhafte Haarfarbe Arganöl 5.0 künstlichen Moschusduft. Dieser Duftstoff ist problematisch, weil er sich im menschlichen Fettgewebe anreichern kann. Darüber hinaus gelangt der Stoff über das Abwasser in die Umwelt und bedroht dort die Gewässer.
Ein Ärgernis sind auch die in der Haarfarben-Rezeptur enthaltenen halogenorganischen Verbindungen. Denn: Sie gelten als allergieauslösend. Kritik üben wir zudem an den PEG-Verbindungen, die in der Korres-Haarfarbe stecken. Diese verbinden als Emulgatoren Wasser und Fett. Als wäre das noch nicht genug enthält die Rezeptur der Haarfarbe von Korres zusätzlich noch synthetische Polymere. Diese Kunststoffe sind problematisch, weil sie nicht vollständig aus dem Abwasser geklärt werden können. Das bedeutet, dass sie mit dem Abwasser in die Umwelt gelangen.
Allergene Stoffe sind weit verbreitet und finden sich unter anderem in Produkten des täglichen Bedarfs. Auch einige der in Oxidationshaarfärbemitteln verwendeten Farbstoffe - ganz gleich von welchem Hersteller - haben sich in seltenen Fällen als Allergene erwiesen, z. B. p-Toluylendiamin oder p-Phenylendiamin.
Bei Menschen mit empfindlicher Haut können einige chemische Inhaltsstoffe in Haarfärbemitteln nachweislich zu allergischen Reaktionen führen. Bei einer sogenannten Kontaktallergie fängt die Kopfhaut an zu jucken und rötet sich. In schlimmeren Fällen können sich auch Bläschen am Haaransatz und im Gesicht bilden. Waschen Sie die Farbe in solchen Fällen sofort aus und benachrichtigen Sie den Friseursalon. Lassen sie die allergische Reaktion gegebenenfalls ärztlich behandeln.
Wer sich selbst die Haare färbt, sollte unbedingt Handschuhe tragen, um einen Hautkontakt mit den Chemikalien zu vermeiden und allergische Reaktionen des Körpers so gering wie möglich zu halten. Außerdem darf die empfohlene Einwirkzeit nicht überschritten werden, um die Gesundheit der Kopfhaut nicht zu gefährden.
Der Haarfarben-Patch-Test ist ein obligatorischer Schritt auf dem Weg zur gewünschten Farbveränderung. Auch wenn die Haare schon seit Jahren coloriert werden, ist es dennoch immer noch möglich, eine allergische Reaktion auf die Haarfarbe auszubilden - sogar, wenn genau dasselbe Produkt in der Vergangenheit schon problemlos angewendet wurde. Allergische Reaktionen sind zwar selten, aber dafür umso unangenehmer. Der Allergieverdachtstest hilft dabei, eine potenzielle Allergie rechtzeitig anzuzeigen. Zudem geht er wirklich super schnell und ist auch ganz einfach durchzuführen.
Auf der Verpackung wird angegeben, dass 48 Stunden vor jeder Anwendung ein Allergieverdachtstest durchgeführt werden muss.
| Schritt | Anweisung |
|---|---|
| 1 | Reinige einen haselnussgroßen Bereich in deiner Ellbogeninnenseite mit Wasser und Seife. Anschließend Trocken tupfen. |
| 2 | Vermische ein paar Tropfen des Entwicklers mit ein paar Tropfen Farbe in einem Kunststoff- oder Glasbehälter mit einem nichtmetallischen Küchenutensil (z.B. aus Kunststoff). Verschließe beiden Flaschen umgehend. |
| 3 | Trage die Mischung mit einem Wattestäbchen oder Wattebausch auf die Testfläche auf. |
| 4 | Die Farbe trocknen lassen. Die Stelle 48 Stunden lang nicht waschen, abdecken oder berühren. |
| 5 | Untersuche die Stelle in den nächsten 48 Stunden regelmäßig. |
| 6 | Falls die Haut an der Stelle brennt, anschwillt, irritiert ist oder sich rötet, suche einen Arzt auf, bevor du dein Haar färbst. |
Auf dem Markt werden immer mehr Produkte angeboten, die das Haare färben mit natürlichen Stoffen möglich machen. Sie enthalten pflanzliche und natürliche Stoffe wie Henna oder Indigo. Zwar können auch bei diesen Produkten allergische Reaktionen auftreten, das Risiko ist jedoch wesentlich geringer. Pflanzliche Haarfärbemittel schädigen die Haarstruktur nicht, sondern legen sich wie ein Schutzfilm um das Haar und sorgen zusätzlich für Feuchtigkeit und einen natürlichen Glanz. Dieser Vorgang ist allerdings mit einer längeren Einwirkzeit und mehreren Färbedurchgängen verbunden, um das gewünschte Farbergebnis zu erzielen. Intensive Farbveränderungen sind hiermit nicht möglich. Das Ergebnis verblasst nach jeder Haarwäsche etwas mehr.
Achten Sie beim Kauf darauf, dass keine synthetischen Farb-, Konservierungs- und Duftstoffe in der Pflanzenhaarfarbe enthalten ist. Orientierung beim Kauf bieten Siegel wie das "NATRUE" oder "BDIH. Kontrollierte Naturkosmetik".
Auch zahlreiche Hausmittel können zu einer Veränderung der natürlichen Haarfarbe beitragen. Eine leichte Aufhellung ist mit Kamillentee, Zitronensaft oder Backpulver möglich. Eine etwas dunklere Farbe erzielen Sie mit reinem Schwarzem Tee, zermahlenen Walnuss-Schalen oder Kaffeesatz. Das enthaltene Koffein soll zudem den Haarwuchs ankurbeln. Mit Hilfe von Roter Bete lassen sich sogar rote Akzente setzen.
Wir empfehlen dringend, die folgenden Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, um das Risiko einer allergischen Reaktion zu minimieren. Anweisungen zur Durchführung eines Hautallergietests findest du in der Packungsbeilage Produktsicherheit und Anwendung in deinem Kit. Bitte beachte auch die folgenden Anweisungen:
Langjährige Erfahrung und sorgfältige Beobachtung des Marktes zeigten, dass allergische Reaktionen auf Haarfarben bei einzelnen Verbrauchern mit entsprechender individueller Veranlagung vorkommen. Um auch für diese Fälle Vorsorge zu treffen, wird auf ein mögliches Allergie-Risiko hingewiesen.
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