Akupunktur zur Förderung des Haarwachstums: Studien und Erkenntnisse

Viele Menschen wünschen sich kräftiges Haar - vor allem wenn es um Länge und Volumen geht. Doch bis heute gibt es kein wissenschaftlich nachgewiesenes Mittel, das das Haarwachstum spürbar beschleunigt. Wenn überhaupt, regen bestimmte Substanzen wie Koffein das Haarwachstum in begrenztem Maße an. Hier erfahren Sie, wie Sie durch richtige Pflege und einen ausgewogenen Lebensstil Ihr Haar zumindest stärken können.

Die Rolle der richtigen Pflege

Wichtig für gesundes und kräftiges Haar ist eine feuchtigkeitsspendende Pflege der Kopfhaut. Achten Sie bei der Auswahl der Styling- und Pflegeprodukte darauf, dass sie schonend und hautfreundlich sind. Vermeiden Sie Glätteisen und Lockenstab, da durch die Hitze die Haare austrocknen und leichter abbrechen.

Produkte vieler Art versprechen, das Haarwachstum zu beschleunigen. Was aber ist dran?

Haarwachstum-Shampoo

Es gibt zahlreiche Shampoos, die das Haarwachstum fördern sollen. Sie enthalten in der Regel Koffein. Der versprochene Effekt in den Shampoos: Es soll die Durchblutung der Kopfhaut anregen. Die Haarfollikel werden dadurch besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und die Haare wachsen schneller.

Es ist medizinisch tatsächlich nachweisbar, dass Koffein die Durchblutung anregt. Dafür muss es aber mit den Haarfollikeln in Kontakt kommen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie das Shampoo gut einmassieren und kurz einwirken lassen. Das Wachstum wird aber nur in einem begrenzten Maß angeregt.

Haarwachstum-Serum

Im Handel gibt es außerdem zahlreiche Seren, die das Haarwachstum beschleunigen sollen. Sie enthalten ähnliche Inhaltsstoffe wie spezielle Shampoos und haben auch die gleiche Wirkungsweise: Die enthaltenen Inhaltsstoffe wie Koffein oder Biotin sollen das Wachstum an der Haarwurzel anregen und somit gegen Haarausfall oder kahle Stellen helfen. Der Vorteil: Ein Serum wird direkt auf der Kopfhaut aufgetragen und wirkt länger ein.

Ob und in welchem Umfang ein solches Serum wirkt, ist bei jedem Menschen unterschiedlich.

Kopfmassage

Es ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine Kopfmassage Effekte auf das Haarwachstum hat. Sie tun Ihrer Kopfhaut dadurch aber trotzdem etwas Gutes: Durch den Druck der Finger wird die Durchblutung der Kopfhaut anregt - ähnlich wie durch Koffein. Die Haarfollikel erhalten deshalb mehr Sauerstoff und Nährstoffe. Sind sie unterversorgt, verlangsamt sich in der Regel die Haarproduktion oder wird ganz eingestellt.

Verwenden Sie für eine Massage am besten Oliven- oder Mandelöl, verteilen Sie eine kleine Menge auf der Kopfhaut und reiben Sie es sanft ein - etwa fünf bis zehn Minuten lang. Optimal ist es, wenn Sie es über Nacht einziehen lassen und am nächsten Morgen auswaschen.

Lebensmittel für Haarwachstum

Verschiedene Vitamine und Mineralstoffe tragen dazu bei, dass die Haare kräftig und gesund sind. Durch eine ausgewogene Lebensmittelauswahl nehmen wir alle wichtigen Nährstoffe für die Haare auf. Nahrungsergänzungsmittel sind dann nicht notwendig. Nur wenn etwa krankheitsbedingt die Nährstoffaufnahme im Darm eingeschränkt ist, ist es in manchen Fällen sinnvoll, Vitaminpräparate einzunehmen.

Darüber hinaus gibt es inzwischen Pflegeprodukte, die Vitamine für die Haare enthalten. Dazu gehören Öle, Shampoos, Haarwässer und Kuren.

Wichtige Nährstoffe für das Haar

  • Vitamin A: Unterstützt das Haarwachstum und wirkt sich positiv auf die Fettsynthese in den Haarfollikeln aus. Ein Mangel führt dazu, dass das Wachstum gestört ist. Enthalten ist Vitamin A beispielsweise in Süßkartoffeln, Spinat oder Grünkohl.
  • Biotin: Ein wichtiges Vitamin für das Haarwachstum. Es ist Bestandteil von Keratin und wichtig für ein starkes und kräftiges Wachstum von Haaren und Nägeln. Biotin steckt in Hülsenfrüchten, Nüssen und Spinat.
  • Vitamin C: Fördert die Durchblutung der Kopfhaut. Enthalten ist Vitamin C unter anderem in Zitronen, Brokkoli oder Paprika.
  • Vitamin E: Unterstützt das Haarwachstum und macht die Haare kräftiger. Zu den Lebensmitteln, die Vitamin E enthalten, gehören unter anderem Himbeeren, Wirsing und Tomaten.
  • Omega-3-Fettsäuren und Eiweiß: Omega-3-Fettsäuren wirken sich ebenfalls positiv auf das Haarwachstum aus. Sie stecken unter anderem in Fisch, Walnüssen oder Chiasamen. Auch spielen Proteine eine wichtige Rolle bei der Keratin-Bildung.

Kann MSM das Haarwachstum beschleunigen?

Bei MSM (Methyl-Sulfonyl-Methan) handelt es sich um organischen Schwefel, der essenziell für den Menschen ist. Er dient dem Körper als Baustein für gesunde Haare, Nägel und eine straffe Haut. Außerdem regt er die Zellerneuerung und Kollagenbildung an.

In natürlicher Form ist MSM vor allem in unverarbeiteten Lebensmitteln wie Erdnüssen, Grünkohl und Zwiebeln vorhanden. Werden die Produkte erhitzt, geht der organische Schwefel allerdings verloren.

Eine Aufnahme ist aber auch über Nahrungsergänzungsmittel möglich. MSM wird daher oft als Pulver oder in Kapselform angeboten. Eine wissenschaftliche Wirkung ist jedoch bislang nicht belegt.

Ausgewogener Lebensstil

Stress wirkt sich negativ auf das Haarwachstum aus. Deshalb ist es sinnvoll, entspannende Aktivitäten wie beispielsweise Yoga in den Alltag einzubauen.

Auch häufiger Alkoholkonsum beeinträchtigt schnelles Haarwachstum. Der Grund: Alkohol greift die Zinkvorräte an und verlangsamt den Stoffwechsel.

Haare gelten als Schönheitssymbol und spiegeln in den Augen vieler Menschen Gesundheit und Vitalität wider. Dennoch ist es normal, dass wir täglich 60-100 Haare verlieren. Jahreszeitlich bedingt kann der Haarverlust im Herbst und/oder Frühjahr kurzzeitig höher sein. Der saisonale Haarwechsel ist aber kein Grund zur Sorge, da die Haare dabei immer wieder nachwachsen.

Haarausfall aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)

Die traditionelle chinesische Medizin betrachtet Haarausfall nicht als genetischen Defekt, sondern geht von Störungen der Yin-Yang Balance, der 5 Elemente Beziehungen oder der Meridiane aus. Ein Mangel an Yang kann zum Beispiel einen Blutmangel bedeuten (Leber-Yang Defizit) und die Haare gelten in der TCM als „Spross des Blutes“. So kann dieser Blutmangel zu einem Haarausfall führen, und dementsprechend auch behandelt werden.

Oder es könnte ein Mangel an Essenz - Jing - vorliegen, dann sind die Nieren betroffen bzw. das Wasserelement gestört. Ein weiterer Ansatzpunkt für Haarausfall könnte eine Stauung des Energieflusses sein, der den freien Fluss von Qi (Energie) und des Blutes behindert, also die Diagnose Qi- oder auch Blutstagnation.

Es obliegt dem verantwortlichen Naturheilkundler bzw. Heilpraktiker die richtige Diagnose für die Behandlung des Patienten herauszufinden.

Chinesische Medizin und Akupunktur bei Haarausfall

Das Institut für traditionelle chinesische Medizin veröffentlicht regelmäßig Statistiken, Studien und Untersuchungen zum Thema TCM. Einer Studie nach behaupten Hautärzte, dass Akupunktur in 75% der Fälle gegen Haarausfall wirkt. Die Behandlung von Patienten erfolgt in der Regel durch eine Voruntersuchung, die in etwa sieben bis zwölf Wochen dauert. Die dabei entstehenden Ergebnisse sind essentiell für weitere Untersuchungen, wodurch dem Patienten eine individuelle Therapie ermöglicht werden kann.

BehandlungsmethodeBeschreibung
AkupunkturStimulation spezifischer Punkte am Körper zur Verbesserung des Energieflusses (Qi) und zur Förderung der Durchblutung der Kopfhaut.
Chinesische KräutertherapieVerwendung von Kräutern, die das Haarwachstum fördern und die allgemeine Gesundheit verbessern sollen.
DiätetikAnpassung der Ernährung, um Mängel auszugleichen und die notwendigen Nährstoffe für gesundes Haarwachstum bereitzustellen.

Für die Behandlung ist eine äußere und innere Therapie durch die chinesischen Kräuter und Akupunktur vorgesehen. Ingwer und Knoblauch gelten als geeignete Lebensmittel für die äußere Anwendung, da z. B Knoblauch das Blut und Qi mit seiner wärmenden Wirkung in Bewegung setzt, sodass Durchblutungsstörung behoben werden. Ähnliches gilt für den Ingwer.

Je nach Diagnose gibt es entsprechende Kräuter, die bei Einnahme ein Haarwachstum begünstigen können. Es gibt sogar bestimmte Kräuter, die als allgemein gut für das Haarwachstum oder das Aussehen des Haares gelten. Zu den Empfehlungen für die Ernährung gehören beispielsweise Knoblauch, Bohnen und Sojabohnensprossen.

Behandlungen von Haarausfall auf der Basis von TCM werden bisher nicht von den Krankenkassen übernommen. Absolut gesicherte Erkenntnisse zu möglicher Wirkung von TCM gegen Haarausfall liegen zurzeit nämlich nicht vor, allerdings hat die chinesische Heilkunst so manchen Skeptiker auch in vergangener Zeit schon überrascht.

Generell geht der Heilpraktiker für Chinesische Medizin so vor, das zunächst eine Differentialdiagnose gemacht wird. Hier wird dann die Ursache des Haarausfalls ermittelt, wie schon geschrieben kann das zum Beispiel Blutmangel (Meist Leber Yang Mangel) oder Blutstagnation sein.

Daraufhin verschreibt der verantwortungsvolle Heilpraktiker eine Rezeptur der Chinesischen Medizin, welche genau zur Diagnose passt und individuell auf den Patienten zugeschnitten ist.

Die traditionelle chinesische Medizin gewinnt bei der Diagnose ein genaues Bild des Patienten und entwirft daraufhin ein individuelles Behandlungskonzept, auf der Basis von naturheilkundlichen Mitteln und Methoden. Hierzu zählen Akupunktur, Chinesische Heilkräuter aber auch Diätetik.

Meistens ist ein multipler Ansatz, also bestehend aus allen obigen Methoden, der beste. Denn die Chinesische Medizin glaubt an die multifaktorielle Genese von Erkrankungen, bzw. postuliert, dass der Organismus durch eine Vielzahl an Störungen und schädlichen Einflüssen in ein Ungleichgewicht kommt, das in diesem Fall den Haarausfall produziert. Somit ist auch ein mehrgleisiger Ansatz der richtige in der TCM.

3 Tipps bei Haarausfall nach der TCM

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