Afro Haare selber schneiden: Eine ausführliche Anleitung

Viele Menschen mit Naturlocken kennen das Problem: Es ist oft schwierig, den perfekten Haarschnitt zu finden, da nicht jeder Friseur weiß, wie man lockiges Haar richtig schneidet. Daher entscheiden sich viele, ihre Locken selbst zu schneiden, und erzielen dabei erstaunlich gute Ergebnisse. Aber wie funktioniert das? Was ist zu beachten, damit Ihre Locken nach dem Schnitt gesund, definiert und gepflegt aussehen?

Lockiges Haar ist einzigartig und stellt besondere Anforderungen an Schnitt und Pflege. Jede Locke fällt anders, jede Haarstruktur reagiert individuell. Daher ist es wichtig, beim Selberschneiden nicht nach einem festen Schema vorzugehen, sondern auf Ihr Haar zu achten. Das Schöne an einem Naturlocken-Haarschnitt ist, dass Sie Ihren Look individuell gestalten, Ihre Locken besser kennenlernen und ein Gefühl dafür bekommen, was ihnen wirklich guttut.

Gute Vorbereitung für den perfekten Haarschnitt

Bevor Sie zur Schere greifen, sollten Sie Ihre Haare gut vorbereiten. Waschen Sie Ihre Locken mit einem milden Shampoo, versorgen Sie sie mit ausreichend Feuchtigkeit mit einer Spülung und lassen Sie sie vollständig trocknen. So erkennen Sie am besten, wie sie natürlich fallen und welche Strähnen eventuell gekürzt werden müssen. Besonders angenehm lassen sich die Haare schneiden, wenn sie gepflegt und entwirrt sind.

Tipp: Gönnen Sie sich vor dem Haarschnitt eine kleine Wellnesspause! Eine sanfte Kopfhautmassage mit einem Haaröl für Locken entspannt nicht nur, sondern pflegt auch die Haarwurzeln.

Worauf Sie beim Locken schneiden achten sollten

Das Schneiden von Locken unterscheidet sich deutlich vom klassischen Haarschnitt bei glattem Haar. Locken springen nach dem Schneiden zurück, und jede Locke hat ihre eigene Struktur. Daher ist Geduld gefragt. Gehen Sie langsam vor, schneiden Sie Strähne für Strähne und orientieren Sie sich an der natürlichen Bewegung Ihres Haares.

  • Trocken oder nur leicht feucht schneiden: Nur so sehen Sie die tatsächliche Länge und den natürlichen Schwung.
  • Weniger ist mehr: Schneiden Sie lieber in kleinen Schritten. Locken ziehen sich oft mehr zusammen, als man denkt.
  • Einzeln schneiden: Nehmen Sie jede Locke separat zwischen die Finger und kürzen Sie wirklich nur die Spitzen.
  • Natürliches Ergebnis: Vermeiden Sie gerade Schnittlinien, sondern setzen Sie kleine, versetzte Schnitte („Point Cut“), um harte Kanten zu verhindern.

Wenn Sie einen Stufenschnitt möchten, reicht es oft, einzelne Locken unterschiedlich lang zu lassen. So entsteht Volumen und Bewegung, ohne dass der Schnitt künstlich wirkt. Gehen Sie regelmäßig ein Stück zurück, lockern Sie die Haare auf und kontrollieren Sie, wie das Gesamtbild wirkt. Kleine Unregelmäßigkeiten sind bei Locken kaum sichtbar, also haben Sie keine Angst vor Fehlern!

Wie man Afro-Haar mit einem Crop-Stil fadet / How to fade afro hair with a crop style

Die richtige Pflege nach dem Haarschnitt

Damit Ihre frisch geschnittenen Locken gesund und glänzend bleiben, ist die richtige Pflege entscheidend. Setzen Sie auf Produkte, die Feuchtigkeit spenden, die Locken definieren und Ihre Haarstruktur stärken.

Empfohlene Produkte:

  • Leave-In Conditioner: Gibt Ihren Locken ihre Definition zurück.
  • Locken Conditioner: Intensive Feuchtigkeitspflege.
  • Haaröl: Schützt und nährt trockene Spitzen.

Mit diesen Produkten bringen Sie Ihre Locken nach dem Haarschnitt so richtig zum Strahlen.

Mut zur Veränderung: Locken selber schneiden als Empowerment

Den eigenen Haarschnitt in die Hand zu nehmen, ist für viele ein großer Schritt, aber auch eine tolle Möglichkeit, mehr Selbstvertrauen im Umgang mit den eigenen Locken zu gewinnen. Sie bestimmen selbst, wie viel Sie abschneiden, lernen Ihre individuelle Haarstruktur besser kennen und können flexibel auf Ihre Bedürfnisse eingehen. Viele entdecken beim Selberschneiden ein ganz neues Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmung. Und das Beste: Mit jeder kleinen Korrektur wächst Ihre Sicherheit und Ihr Verständnis für Ihr einzigartiges Haar.

Afro Haare: 12 ultimative Tipps einer Expertin für Ihre Haar-Routine

Jeder Haartyp verlangt nach einer besonderen Pflege, einem anderen Haarstyling und darauf abgestimmten Produkten, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ganz allgemein teilt man das Haar in vier Haartypen ein: glatt (Typ 1), wellig (Typ 2), lockig (Typ 3) und Afrolocken (Typ 4). Haartypen und -strukturen sind extrem vielseitig und können sich auch vermischen. Es handelt sich also mehr um eine grobe Einteilung, an der man sich aber dennoch gut orientieren kann, wenn es darum geht, die Haar-Routine zu optimieren und an das eigene Haar anzupassen.

Beim Haartyp 4, also Afrolocken, handelt es sich um dichte, superlockige und voluminöse Naturlocken. Außerdem ist jede Afrolocke extrem individuell, weshalb unterschiedliche Afro Haartypen vorkommen. Schaut man sich die Form der Locke des Haartyps 4 etwas genauer an, variiert ihre Struktur von S-förmigen kleinen Locken, kleinen spiralförmigen Locken, Z-förmigen wenig definierten Locken bis hin zu 75 Prozent zusammengezogenen superdichten Naturlocken.

Top 3: Pflege-Tipps für Afrolocken

  1. Haare nicht zu häufig und mit Spülung waschen: Afro Haar neigt dazu, trocken zu sein. Daher ist es für die Pflege sehr wichtig, die Haare nicht häufig zu waschen, da sonst die körpereigenen Fette entfernt werden. Für gewöhnlich werden Afrolocken alle eineinhalb bis zwei Wochen mit einem milden Shampoo gewaschen, da zu viel Shampoo dem Haar Feuchtigkeit entzieht und die Locken strapaziert. Daher empfehle ich alternativ, mit Conditioner die Haare zu waschen.
  2. Die Haare während des Haarewaschens richtig kämmen: Während der Conditioner oder die Kur bei der Haarwäsche einwirkt, ist es wichtig, die Haare Strähne für Strähne mit einem groben Kamm oder einer speziellen Detangling-Bürste zu kämmen. Unten bei den Spitzen beginnen und Stück für Stück Richtung Ansatz vorarbeiten. Am schonendsten geht es vorsichtig im nassen Zustand.
  3. Feuchtigkeit möglichst lange in den Haaren halten: Um die Feuchtigkeit in den Haaren zu behalten, werden Leave-in-Conditioner und Haaröl verwendet. Haaröl versiegelt die Pflege zum Schluss. Trocknen lassen und danach nicht mehr kämmen. Nur mit Feuchtigkeit oder einem Stylingfluid in Form kneten. Nicht vergessen, alle vier Wochen zusätzlich eine reichhaltige Haarmaske zu nutzen.

Top-DIY-Hack: Eine Sprühflasche mit einer Kombination aus destilliertem Wasser und Leave-in-Conditioner befüllen, das hilft dabei, dass die Haare die Produkte besser aufnehmen können, und auch das Styling geht leichter.

Top 3: Styling-Tipps für Afrolocken

  1. Schützende Haarstyles: Afro Haare lassen sich vielseitig stylen - Braids, Bantu Knots, Afro, Twist oder auch Cornrows sind tolle Frisuren. Die Haare werden dadurch vor schädlichen Umwelteinflüssen, übermäßigem Bürsten, Zerren und Brechen geschützt. Außerdem können einige der Flechtfrisuren mehrere Wochen getragen werden.
  2. Schlafe niemals mit offenen Haaren: Egal ob die Haare geflochten oder ungeflochten sind, man sollte sie immer hochbinden oder zu Zöpfen flechten. Danach in einen Satin-Head-Wrap (Turban) wickeln zum Schlafen und spezielle Kissenbezüge aus Satin benutzen. Wenn man diese Kombinationen anwendet, ist man auf dem besten Weg, die Afrolocken zu erhalten.

Top-DIY-Hack: Durch Spliss brechen Ihre Afrolocken ab, weshalb regelmäßiges (alle zwei bis drei Monate) Spitzenschneiden wichtig für eine gesunde und nachhaltige Afro-Haar-Routine ist.

Top 3: Must-have-Produkte für Afrolocken

Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, die frei von Sulfaten und Silikonen sind, sind ein Muss: Die natürliche Haarpflege sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit erhalten bleibt und das Haar nicht austrocknet. Ideal sind spezielle Afro-Pflege-Produkte: mildes Shampoo, Leave-in-Conditoner, Haarmaske, Haaröl Feuchtigkeitsspray, Haarlotion oder Haarcreme.

Diese Afro-Haar-Utensilien sind ein Must-have: Afrokamm oder Detangling-Bürste, Sprühflasche, Satin Head Wrap, Trennkamm, Edges Brush und ein Kamm-Föhn.

Afrohaare richtig vorbereiten für Protective Styles

Ein Protective Style hat viele Vorteile, u.a. schützt du deine Afrolocken vor verschiedenen Umwelteinflüssen wie Kälte, Hitze und Sonne. Weiterhin wachsen deine Locken wachsen durch einen Protective Style gesünder, da sie nicht andauernd durch die aufwendige Pflege manipuliert und angefasst werden.

Bevor du ein Protective Styling wie Braids in deine Afrolocken flechtest, solltest du sicherstellen, dass deine Haare gesund sind. Dieses kannst du mit einer guten sowie zuverlässigen Afrohaarpflege Routine erreichen.

5 Schritte zur Vorbereitung der Afrohaare für Protective Styles

  1. Reinigung: Wasche deine Afrokrause gründlich mit einem intensiv reinigenden Shampoo ohne Sulfate und Silikone.
  2. Feuchtigkeit: Verwende eine Haarkur, um deinen Haaren nach dem Shampoonieren wieder Feuchtigkeit zuzuführen.
  3. Leave-in Conditioner: Trage einen reichhaltigen sowie feuchtigkeitsspendenden Leave in Conditioner auf deine leicht feuchten Haare auf.
  4. Öl: Versiegele die Feuchtigkeit im Haar mit einem Öl.
  5. Glätten: Erleichtere das Einflechten, indem du deine Haare mit der African threading Methode ohne Hitze glättest.

5 einfache Frisuren für Afro-Haare

Afro-Haare, genauer gesagt Haarstrukturen, die sich dem Bereich lockiges bis krauses Haar zuordnen lassen, werden oft mit den Attributen aufwendig und zeitintensiv bedacht. Wer sich jedoch einmal mit seinem Haartyp und den speziellen Bedürfnissen auseinandergesetzt hat, wird schnell merken, auch Afro-Haare sind einfach zu handhaben - wenn man weiß, was zu beachten ist.

Die Ausdruckskraft von Afro-Haaren ist ein wichtiges Mittel zum Ausdruck und zu der Suche der eigenen Identität. Durch eurozentrische Schönheitsideale und die fehlende Repräsentation in den Medien ist es besonders für junge schwarze Frauen eine Herausforderung, ihre natürliche Haarpracht zu tragen und zu feiern.

5 einfache Frisuren für Afro-Haare (und Locken)

  1. Braids: Flechtfrisuren sind eine tolle Möglichkeit, den Afro-Haaren eine intensive Pflege zu genehmigen.
  2. Der Afro: Die wohl natürlichste Form, seine Haare zu tragen, ist ein unglaublich empowernder Hair-Style.
  3. Sleek Buns: Für alle, die eine zurückhaltende Frisur bevorzugen, bei der die Haare aus dem Gesicht gehalten werden, ist dieser Hair-Style zu empfehlen.
  4. Bantu Knots oder Space Buns: Ein traditioneller afrikanischer Hair-Style, der die Haare vor den wechselnden Temperatureinflüssen schützt.
  5. Fantasievolle Twists und Zöpfe: Kombinieren Sie die anderen Frisuren untereinander und lassen Sie sich von den Beauty-Looks vom Runway und der Popkultur inspirieren.

Styling-Tipps für Afro-Haare: Nehmen Sie sich Zeit und entdecken Sie Ihre individuelle Haarstruktur. Je nachdem, wie sie also frisiert und gepflegt werden, können sie tagtäglich (durch den Styling-Prozess beeinflusst) eine unterschiedliche Gestalt annehmen.

Warum die richtige Pflege wichtig ist

Wie bereits erwähnt, haben die unterschiedlichen Lockentypen andere Bedürfnisse. Leichte Haare benötigen leichtere Produkte, andere wiederum mehr Feuchtigkeit und Pflege. Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, frei von Sulfaten und Silikonen, sollten ein Muss für die Haar-Routine sein.

Welche Styling-Produkte können verwendet werden? Produkte, die auf jeden Fall in den Frisier-Prozess integriert werden sollten, sind ein Leave-in-Conditioner, Wasser und ein Haaröl. Damit die Pflegeprodukte auch im Haar bleiben und dort ihre Wirkung entfalten können, ist es essenziell, die Produkte im feuchten Zustand einzuarbeiten.

Trockene Locken und Afrohaare: Ursachen und Lösungen

Afrohaare bestehen zu 10 % aus Wasser, Pigmenten und Lipiden. Die restlichen 90 % sind das körpereigene Protein Keratin. Wenn dieses Protein langfristig geschädigt wird, entstehen Risse in der Struktur der Schuppenschicht. Diese offenen Stellen führen dann dazu, dass Ihre Locken und Afrohaare an Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit verlieren. Sie fühlen sich spröde an, es kann zu Spliss und Haarbruch kommen.

Faktoren, die Locken und Afrohaare schädigen können

  • Hitze & Kälte: Föhn, Glätteisen und warme Heizungsluft schädigen Ihr Haar. Daher nutze unbedingt ein Hitzeschutzspray. Doch auch hohe Sommertemperaturen können Deinem Haar Feuchtigkeit entziehen.
  • Häufiges Waschen: Deine Kopfhaut produziert Talg, der Deine Locken und Afrohaare umhüllt und ihnen Glanz verleiht.
  • Färben: Ständiges Färben kann Deine Locken und Afrohaare auf Dauer schädigen und austrocknen.
  • Nährstoffmangel: Die richtige Ernährung und Versorgung mit ausreichend Nährstoffen sind essenziell für Deine gesunden Locken und Afrohaare.

DIY-Haarkuren für trockene Locken und Afrohaare

Zutat Wirkung
Arganöl Schließt die Feuchtigkeit ein, lässt Deine Haare weich werden und glänzen.
Honig Verhindert das Austrocknen Deiner Haare, indem er die Feuchtigkeit bindet.

Anwendungshinweise:

  • Vor der Anwendung jeder Haarkur empfehle ich Dir, Deine Locken mit einem festen Shampoo zu reinigen, um Deine Haare restlos von möglichen Produktablagerungen zu befreien.
  • Für alle Kuren empfiehlt sich ein Kopfwickel mit einem Handtuch.
  • Bitte nur 1- bis 2-mal wöchentlich Haarkuren machen, sonst trocknen Kopfhaut & Locken aus.
  • Gekühlt ist Deine DIY-Haarkur nicht länger als eine Woche haltbar.

Afro Haare selber schneiden: Das richtige Werkzeug

Wenn es in Ihrem Bad einen beleuchteten Spiegelschrank mit klappbaren Türen gibt, ist das prima. Dann lohnt sich eine Investition in professionelles Handwerkszeug.

  • Haarschneidemaschine: Der Preis einer guten Haarschneidemaschine beginnt ab 60 Euro.
  • Nassrasierer: Um den Nacken zu säubern, reicht ein handelsüblicher Nassrasierer.
  • Schneidekämme: Schmale Schneidekämme mit unterschiedlich weiter Zahnteilung kämmen nasse und trockene Strähnen schonend durch.
  • Haarschneideschere: Der spezielle Schliff der Haarschneideschere schneidet das Haar, ohne dass es nach vorn wegrutscht.
  • Effilier-Schere: Fühlst du dich mit zu üppigem Volumen unwohl, kannst du deine Locken durch Ausdünnen wieder in Form bringen. Dazu benötigst du eine Effilier-Schere mit einer gezackten und einer glatten Schneide.

Wie vor jedem Styling solltest du dein Haar mit einem groben Kamm entwirren und es dabei mit einem Leave-In minimal anfeuchten, wenn du es offen trägst. Mit einer anderen Methode flechtest du Braids oder Twists. Je dichter deine Haare sind, umso kleiner sollten die abgetrennten Partien ausfallen. Beginne unten am Kopf und bearbeite immer nur eine Sektion. Stecke die restlichen Braids mit Klammern weg. So gehst du sicher, keine Strähne zu vergessen oder doppelt abzuschneiden.

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