Afrikanische Vögel mit kahlem Kopf: Ein faszinierender Einblick

Die afrikanische Vogelwelt ist unglaublich vielfältig und farbenprächtig. Doch einige Arten stechen besonders hervor - durch ihren kahlen Kopf. Diese Vögel haben unterschiedliche Gründe für ihr ungewöhnliches Aussehen, und jeder von ihnen spielt eine wichtige Rolle im Ökosystem.

Besuche mit uns die bunte Welt der Vögel: Wie farbenprächtig es in der Luft tatsächlich zugeht, wirst du entdecken, wenn du diesen Ratgeber hier „überfliegst“.

Dabei haben wir einige der buntesten Vögel schon im Tierrekord Die buntesten Tiere der Welt mit aufgeführt. Deshalb werden sie hier nicht nochmals erwähnt. So geben wir den gefiederten „Farbklecksen“ mehr Platz, die bislang noch nicht in Deinem Blickfeld waren.

Denn nicht einmal jetzt - obwohl Farbenprächtige schon anderweitig erwähnt - können wir alle aufführen.

Ist dir anhand der Tabelle aufgefallen, dass sich die meisten von uns erwähnten Vögel in Äquatornähe aufhalten?

Ja, tatsächlich hat eine Studie fotografischer Datensätze zum Gefieder von über 4.500 Vögeln gezeigt, dass, je bunter die Vögel sind, diese nahe dem Äquator leben.

Die Studie „Latitudinal gradients in avian colourfulness“ untersuchte dabei spezifisch die Farbvielfalt von Sperlingsvögeln in Abhängigkeit vom Breitengrad.

Je weiter die Vögel vom Äquator entfernt leben, desto weniger farbenprächtig ist ihr Federkleid.

Dabei scheinen die Jahreszeiten eine Rolle zu spielen.

Auch das tropische Klima, stärker im Pflanzenwachstum, scheint sich laut Studie positiv auf die Farbpracht auszuwirken.

Der Waldrapp: Ein Vogel mit rotem, kahlem Kopf

Waldrapp im Zoo Salzburg

Huch, dieser Vogel sieht ziemlich zerrupft aus. Das ist aber ganz normal. Denn er ist ein Waldrapp. Diese Tiere haben einen kahlen, roten Kopf. Der Waldrapp hat lange Federn im Nacken. In der Sonne schimmern sie metallisch blau und grün. Besonders auffällig sind die Federn am Nacken. Sie sind länger und sehen dadurch aus wie eine Mähne. Auch der lange, gebogene Schnabel fällt sofort auf. Damit stochert der Waldrapp im weichen Boden herum, wenn er Nahrung sucht.

Früher war der Waldrapp in vielen Gegenden in Europa und im Nahen Osten verbreitet. Die Vögel lebten auch in den Alpen, im Süden von Deutschland und in Österreich. Dort sind sie aber ausgestorben - unter anderem, weil Menschen sie gejagt haben.

Der Marabu: Aasfresser mit kahlem Kopf und Hals

Marabu im Profil

Vielen Menschen gilt der Marabu als einer der hässlichsten Vögel überhaupt. Als geradezu ekelerregend wurden sein Aussehen und Verhalten bezeichnet. Dennoch oder gerade deshalb lohnt es, ihn genauer zu betrachten: Was verursacht diese Ablehnung?

Ein paar trockene Fakten vorab: Der Marabu gehört in die Familie der Störche (Ciconiidae) und lebt in vielen Regionen von Subsahara-Afrika. Mit einer Größe von rund 1,5 m ist der Marabu der größte Vogel unter den weltweit 19 Storcharten. Er bringt bis zu 9 kg auf die Waage. Der Sexualdimorphismus ist wie bei anderen Störchen gering, allerdings sind weibliche Vögel im Durchschnitt etwas leichter und kleiner. Nah verwandt ist der Marabu mit dem Sattelstorch.

Marabus sind echte Opportunisten: Beutereste, die Leoparden oder Löwen hinterlassen haben, sind eine wichtig Nahrungsquelle. Oft stehen sie allerdings in der zweiten Reihe und schnappen nur kurz dazwischen, wenn Geier sich am Aas gütlich tun. Und wie diese Aasfresser haben auch die Marabus einen kahlen Kopf und Hals, denn Federn würden bei ihrer „Arbeit“ nur verkleben. Auch menschliche Abfälle gehören zum Nahrungsspektrum des bis zu 1,50m großen Marabus.

Alfred E. Brehm, der lange vom sudanesischen Khartum aus die afrikanische Tierwelt erforscht hat, beschreibt in seinem Hauptwerk am Beispiel des Marabus, wie stressfrei das Zusammenleben von Mensch und Tier an diesen Orten war, bevor unter anderem der „Forschungseifer“ dem ein Ende bereitete (Brehms Tierleben, Leipzig und Wien, 1900, Bd. 6, S.

Als Aasfresser sind Marabus Teil der Hygienepolizei.

Äußerst zahm waren übrigens die großen Vögel, bevor die Forschungsreisenden aus Deutschland hier ankamen. Denn Mensch und Marabu hatten sich gut miteinander arrangiert.

Auch bei den Schlafbäumen, wo die Kropfstörche gesellig in Kolonien die Nacht verbringen, lernten sie schnell die Gewehre der Europäer zu fürchten.

Dazu nochmals Alfred E. Die Jagd bleibt stets schwierig, weil die außerordentliche Scheu der Vögel dem Jäger die Verfolgung verleidet. Nicht einmal auf den Schlafplätzen kann man mit Sicherheit darauf rechnen, diese klugen Vögel zu überlisten.

Ein sauberes Gefieder ist jedoch für alle Vögel lebenswichtig, denn leicht breiten sich hier Schädlinge aus.

Wie sorgfältig der Marabu sein Federkleid putzt, konnte ich kürzlich im Zoologischen Garten von Berlin beobachten.

Wer den Marabu beobachtet, bemerkt auch bald den großen Hautsack, der am Hals meist schlapp herunter hängt - oder auch aufgeblasen sein kann.

Der außergewöhnliche Naturforscher, Zoologe und Schriftsteller Alfred Edmund Brehm charakterisierte die Marabus und ihre Verwandtschaft in Brehms Tierleben (1900, Leipzig und Wien, Bd.

Über die Funktion dieses Sackes wurde viel gestritten. Außerdem macht der aufgeblasene Kehlsack die Vögel während der Balzzeit attraktiver.

Aus der Ferne präsentiert sich der Marabu viel vorteilhafter als aus der Nähe, zumal wenn im Gegenlicht bei jüngeren Vögeln die noch verhandenen Federchen an Hals und Kopf aufleuchten.

Gemeint war und ist damit jemand, der nicht selbstsicher auftritt, sondern sich wie ein unterwürfiger Beamter verhält und als Ratgeber seines Herrn vor allem Vorsicht walten lässt.

Das Benehmen des Marabus steht mit seiner Gestalt und Haltung … im Einklange. In jeder seiner Bewegungen spricht sich unverwüstliche Ruhe aus.

Die Federn, um die es dabei geht, befinden sich auf der Unterseite des Vogels. Es handelt sich um schneeweiße Federchen von großer Zartheit.

Vögel kleiden damit oft den Nistplatz aus und wärmen so auf kalter Unterlage ihre Eier und später die Küken.

Solche Querverbindungen zwischen den einzelnen Federästen machen die großen Konturfedern stabil.

Aus den zarten Dunen der Marabus wurden und werden Federboas hergestellt, die im 19. Jahrhundert in Mode kamen. Auch Straußenfedern wurden schon damals genutzt.

Alfred Brehm und seine Mitstreiter hatten diesen geldwerten Schatz während ihrer Expeditionen in Ostafrika übersehen und nicht gehoben.

Marabufedern wie hier als Boa von Mae West haben übrigens den Vorteil, dass sie leicht färbbar sind, was bei dem Exemplar auf dem Foto allerdings gar nicht nötig war.

Und nicht nur als Federboa machen Marabudunen von sich reden: Bis heute, wenn auch zunehmend weniger, werden sie in Kriminalistik verwendet.

Alfred E. Brehm, der Mitte des 19.

An einem Gewässer im Sudan, Grafik: Friedrich Specht (Brehms Tierleben, a.a.O. S.

Nicht einmal auf den Schlafplätzen kann man mit Sicherheit darauf rechnen, diese klugen Vögel zu überlisten.

Die weißen Beine sind ebenfalls ein Produkt der Thermoregulation, wie wir es vom Weißstorch kennen.

Hier ist eine Tabelle, die einige der Hauptmerkmale des Marabus zusammenfasst:

Merkmal Beschreibung
Größe Bis zu 1,5 Meter
Gewicht 4 bis 9 kg
Nahrung Aas, Beutereste, Abfälle
Lebensraum Subsahara-Afrika
Besonderheiten Kahler Kopf und Hals, großer Kehlsack

Weitere bemerkenswerte Vögel Afrikas

Neben Waldrapp und Marabu gibt es noch andere interessante Vögel in Afrika, die es wert sind, erwähnt zu werden:

* Afrikanischer Klaffschnabel: Dieser Storch ist spezialisiert auf Süßwassermuscheln und -schnecken. Seine Schnabelform ist einzigartig und bis heute nicht vollständig erforscht.* Nimmersatt: Dieser Storch fischt im flachen Wasser nach kleineren Fischen, Fröschen und Krebstieren.* Sattelstorch: Mit bis zu 1,50 m Größe ist er ein imposanter Vogel, der sich von Fischen, Fröschen, Krebstieren, Reptilien und sogar kleinen Vögeln und Säugetieren ernährt.

Kleines Fazit: Der Marabu ist in unseren Augen keine Schönheit, hat aber die Modewelt und die Kriminalistik bereichert.

tags: #afrikanische #Vögel #mit #kahlem #Kopf

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