Affen sind nicht nur faszinierende Lebewesen, sondern einige Arten zeichnen sich auch durch außergewöhnliche Frisuren aus. Dieser Artikel beleuchtet einige dieser bemerkenswerten Affenarten und ihren jeweiligen Status in Bezug auf den Artenschutz.
Tiergartenleiter Martin Polotzek freut sich sehr, dass diese hochbedrohte Primatenart nun auch für die BesucherInnen zu sehen ist: „Jeden Tag sterben schätzungsweise bis zu 140 Tierarten aus. Und auch die Lisztaffen könnten bald dazugehören.
Aktuell werden sie als „vom Aussterben bedroht“ gelistet und ihre Bestände nehmen aufgrund der Lebensraumzerstörung weiter ab. Daher ist die Erhaltungszucht dieser wunderschönen Tiere in zoologischen Gärten so wichtig. Artenschutz ist neben Bildung, Forschung und Erholung eine der vier Hauptaufgaben moderner Zoos.
Polotzek: „Wir möchten uns im Tiergarten Kleve zu einem modernen Natur- und Artenschutzzentrum wandeln. So haben wir dieses Jahr neben den Lisztaffen mit Mara und Gürteltier bereits zwei weitere bedrohte Tierarten an den Niederrhein geholt. Unser erster Artenschutztag in diesem Jahr war ein voller Erfolg und ab dem 1.
Die Rede ist von Lisztaffen: Sie sind 300 bis 450 Gramm schwer, kommen ursprünglich aus dem nordwestlichen Kolumbien und werden auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Zwei Vertreter dieser seltenen Art haben Einzug im Tiergarten Kleve gehalten.
Lisztaffen gehören zur Familie der Krallenaffen. Ihren deutschen Namen verdanken sie ihrer Frisur, die Ähnlichkeiten mit der Haartracht des österreich-ungarischen Komponisten Franz Liszt aufweist. Ihren Namen haben sie in Anspielung auf den Komponisten Franz Liszt, der zur damaligen Zeit eine ebenso eigenwillige Frisur trug.
Diese Affen haben einen wilden weißen Haarschopf und sind stark gefährdet. Ihr Fell ist vorne weiß und auf dem Rücken braun bis schwarz. Lisztaffen geben hübsche zwitschernde reine Flötentöne von sich.
Da ihr Lebensraum sehr begrenzt ist und zudem abgeholzt wird, werden sie von der Weltnaturschutzunion IUCN als stark gefährdet eingestuft. In ihrem Lebensraum durchstreifen sie ihr Territorium in einer kleinen Gruppe von bis zu zwölf Tieren. Dabei springen sie flink von Ast zu Ast, manchmal bis zu drei Meter weit.
Im Verhältnis zu ihrer Körpergröße schlucken Lisztaffen überdurchschnittlich große Pflanzensamen, die während ihrer Wanderungen im Regenwald an anderen Stellen wieder ausgeschieden werden. In jeder Lisztaffengruppe pflanzt sich ausschließlich das dominante Alphapaar fort, welches nach maximal 145 Tragzeit ein bis zwei Jungtiere zur Welt bringt, die von allen Familienmitgliedern abwechselnd auf dem Rücken getragen werden.
Das dominante Weibchen bringt zweimal im Jahr ein bis zwei Jungtiere zur Welt. Die Jungenaufzucht übernimmt wie bei Krallenaffen üblich zum großen Teil das Männchen. Er trägt die Jungtiere auf dem Rücken und bringt sie nur zum Säugen zum Weibchen. Auch der Rest der Gruppe hilft meistens bei der Jungenaufzucht mit, indem sie sich mit dem Tragen des Nachwuchses abwechseln.
Nach etwa drei Monaten werden die Jungtiere dann entwöhnt.
wissenschaftlicher Name: Saguinus oedipus.
Der Lisztaffe erreicht eine Kopf-Rumpf-Länge von 20 bis 29 cm, eine Schwanzlänge von 30 bis 42 cm und ein Gewicht von 350 bis 450 g. Auffällig ist die reinweiße lange Haarmähne, die auf der Stirn spitzer zuläuft. Die Körperoberseite ist dunkelbraun, die Unterseite, sowie die Arme und Unterschenkel sind weiß. Die obere Schwanzhälfte ist rostrotbraun, die untere Hälfte ist schwarz.
Die Heimat ist der Nordwesten Kolumbiens. Als Lebensraum dienen die Sekundärwälder und die Waldränder. Lisztaffen sind tagaktiv und leben in Gruppen von 3 bis 13 Tieren. Sie leben in Revieren mit Größen von über 10 ha. Sie leben zwar in den Bäumen, gehen dabei aber äußerst selten in Höhen von über 25 Meter.
Die Rangordnung wird durch das so genannte „Trietzen“ bestimmt. Der Herausforderer starrt als erstes einen gleichgeschlechtlichen Rivalen aus größerer Entfernung an. Dabei gibt er lang gezogene, sehr melodische Laute von sich. Das macht er solange, bis sein Gegner dieses Verhalten erwidert. Es entsteht ein Rufduett, das mehrere Minuten dauern kann. Die Tiere beginnen dann nach und nach sich aneinander anzunähern, bis es zum direkten Körperkontakt kommt. Dieser Körperkontakt besteht allerdings nur durch das Berühren der offenen Münder.
Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen, Früchten und Baumsäften. Innerhalb einer Gruppe pflanzt sich nur ein Paar fort. Aber alle anderen Mitglieder dieser Gruppe helfen bei der Jungenaufzucht. So tragen z.B. Nach einer Tragzeit von 140 bis 145 Tagen bringt das Weibchen 1 bis 2, selten auch mal 3 Junge mit einem Gewicht von etwa 40 g zur Welt.
Lisztaffen gelten als kritisch gefährdet, sie sind nahezu vom Aussterben bedroht, weil ihr Lebensraum immer weiter zerstört wird. Auch werden diese niedlichen Affen bejagt, um sie illegal als Haustiere zu halten, bzw.
Mit der neuen Coronaschutzverordnung gelten seit dem 24. November neue Einlassregeln im Tiergarten Kleve: Alle Gäste ab 16 Jahren müssen geimpft oder genesen sein. Der entsprechende Nachweis wird an der Kasse kontrolliert, im Anschluss können ganz normal die Tickets gekauft werden. Der Tiergarten Kleve ist weiterhin täglich von 9-17 Uhr geöffnet.
Hier ist eine Tabelle mit den wichtigsten Fakten zu Lisztaffen:
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Gewicht | 300 bis 450 Gramm |
| Herkunft | Nordwestliches Kolumbien |
| Gefährdungsstatus | Vom Aussterben bedroht |
| Nahrung | Insekten, Spinnen, Früchte, Baumsäfte |
| Sozialverhalten | Leben in Gruppen von 3 bis 13 Tieren |
Lisztaffe
Der technikaffine Schopfmakak Naruto machte 2011 in einem Naturpark Indonesiens mit einer Kamera ein Selfie. Dieses Foto von Naruto verbreitete sich rasend schnell im Internet - und plötzlich hatte seine Spezies mit ihren bernsteinfarbenen Augen und der Punkfrisur Millionen Fans.
Narutos Selfie gab Anlass zu einem Urheberrechtsstreit zwischen dem Besitzer der Kamera und der Tierschutzorganisation People for the Ethical Treatment of Animals (Peta). Inzwischen ist der Prozess entschieden. Naruto wird keine Fotografenkarriere machen.
Er lebt weiterhin in den Wäldern des Naturreservats Tangkoko-Batuangus-Duasaudara auf der Insel Sulawesi ein ruhiges Affenleben - insofern das bei Makaken möglich ist: „Da hinten, das ist Naruto“, sagt die Primatenforscherin Antje Engelhardt von der John Moores University im englischen Liverpool. Sie zeigt auf einen mittelgroßen Affen.
Im Rahmen des „Macaca Nigra“-Projekts erforscht die Britin Engelhardt seit zehn Jahren gemeinsam mit studentischen Hilfskräften das Verhalten der Makaken im Naturreservat Tangkoko.
Der Schopfmakak, von den Einheimischen Yaki genannt, ist eine von sieben Makakenarten auf der indonesischen Insel Sulawesi. Er ist dort inzwischen vom Aussterben bedroht.
Die Primaten werden wegen ihres Fleisches gejagt und als Haustiere gehalten. Gleichzeitig schrumpft ihr Lebensraum durch illegale Abholzung für Kokosnussplantagen und für Felder, die von Dorfbewohnern neu angelegt werden.
Bestandsaufnahmen aus den Jahren 2009 und 2010 kamen auf ungefähr 2000 Yaki im Naturreservat Tangkoko; seither, so erklärt Engelhardt, sei ihre Zahl weiter zurückgegangen. Eine weitere Population lebt einige Hundert Kilometer von Sulawesi entfernt auf der Insel Bacan. Die Schopfmakaken wurden dort Mitte des 19.
Das einzige Tier, das Yaki fürchten müssen, ist der Netzpython. Weitaus größer aber ist die Gefahr, die ihnen durch uns Menschen droht. Straßenbauer zerschneiden den Lebensraum der Affen, Holzfäller zerstören ihn.
„Das alles hier war früher Urwald“, sagt Engelhardt und macht eine Kopfbewegung in Richtung des abschüssigen Geländes entlang der Hauptstraße, die aus dem Tangkoko-Reservat hinausführt. „Zuerst haben die Ranger Gärten angelegt, dann taten die Dorfbewohner es ihnen gleich.“
Die Forscherin deutet auf den Doppelgipfel des Mount Duasaudara. „Da sieht man noch ursprünglichen Wald, aber alle anderen Flächen sind mittlerweile von Kokosnussplantagen überzogen.
Im Tasikoki Wildlife Rescue Centre südlich von Bitung ist Harry Hilser Programmmanager der Organisation Selamatkan Yaki, die sich der Rettung der Schopfmakaken von Sulawesi verschrieben hat. In dem Rettungszentrum leben verwaiste und verletzte Wildtiere, aber auch solche, die bei Schmugglern oder in Haushalten beschlagnahmt wurden.
Manche Bauern fangen Schopfmakaken, damit die Tiere nicht die Felder verwüsten. Ebenso geraten die Affen in Fallen, die für Schweine, Vögel oder Ratten aufgestellt wurden - für den Fallensteller bedeutet das unter Umständen schnell verdientes Geld.
„Meine Leute haben in einem kleinen Gebiet innerhalb des Schutzgebiets bis zu hundert Fallen gezählt“, sagt die Biologin Engelhardt. Noch größer ist aber eine andere Gefahr: Die Menschen in Sulawesi schätzen das Fleisch der Schopfmakaken. Es geht für umgerechnet rund vier Euro pro Kilo über den Ladentisch.
An Feiertagen schnellt die Nachfrage in die Höhe - auch in der sechs Autostunden vom Tangkoko-Reservat entfernten Ortschaft Tompasobaru. Sie ist eigentlich für ihre duftenden Gewürznelken bekannt, die überall zum Trocknen ausliegen. Auf dem Markt hängt jedoch der metallische Geruch von Fleisch in der Luft.
„Es gibt in Indonesien zwar gesetzliche Bestimmungen, aber die bedeuten überhaupt nichts, wenn sie nicht durchgesetzt werden“, sagt der Tierschützer Hilser. „Selbst wenn die Gesetze befolgt werden, führt illegale Jagd nur selten zu Gefängnisstrafen.“
Und so liegen auf dem Markt von Tompasobaru neben Fisch, Hühnerfüßen, Ratten und Fledermäusen auch aufgeschnittene Affen, das Gesicht unversehrt.
„Mitgefühl für Yaki zu erzeugen ist schwierig“, sagt sein Kollege Purser. „Lebend gelten sie als Schädlinge, tot sind sie hingegen ein begehrtes Lebensmittel und Geld wert.
Die Umweltschützer setzen auf die Kinder. Sie sollen lernen, dass es Unrecht ist, Yaki als Haustiere zu halten. Dann seien auch ihre Eltern eher bereit, die Tiere zu schützen.
In der Stadt Manado gibt es darum Studenten und einige örtliche Honoratioren als „Yaki-Botschafter“. Sie setzen sich in Schulen, Kirchen und in weiteren Veranstaltungen für einen besseren Schutz der Schopfmakaken ein.
„Entscheidend ist, dass die Gemeinden der Region eingebunden werden“, sagt Hilser.
Dieser Artikel wurde gekürzt und bearbeitet.
Schopfmakak
Hier ist eine Tabelle mit den wichtigsten Fakten zu Schopfmakaken:
| Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Herkunft | Insel Sulawesi, Indonesien |
| Gefährdungsstatus | Vom Aussterben bedroht |
| Bedrohungen | Jagd, Haustierhaltung, Lebensraumverlust |
| Schutzmaßnahmen | Aufklärung, Einbindung der Gemeinden |
Neben Lisztaffen und Schopfmakaken gibt es noch weitere Affenarten, die durch ihr Aussehen oder ihren Gefährdungsstatus hervorstechen:
tags: #Affe #mit #Frisur #Arten
Diese Website verwendet Cookies. Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen
Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.