Graue Haare werden oft als Zeichen des Alterns angesehen, aber es gibt zahlreiche wissenschaftliche, genetische und umweltbedingte Faktoren, die zu diesem Prozess beitragen. Während die einen bereits in ihren Zwanzigern die ersten silbernen Strähnen entdecken, bleiben andere bis in ihre Fünfziger von diesem natürlichen Alterungsprozess verschont. Doch warum ist das so? Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für graue Haare, von genetischen Faktoren bis hin zu Lebensstil-Einflüssen, und diskutiert, was man dagegen tun kann.
Verantwortlich für die Farbe unserer Haare ist das Pigment Melanin. Der farbgebende Stoff sorgt dafür, dass die Mähne schwarz, braun, blond oder rot leuchtet. Mit steigendem Alter fährt unser Körper die Produktion von Melanin langsam herunter und folglich erscheinen die nachwachsenden Haare grau oder weiß. Genau genommen wird unser Haar also nicht grau, sondern weiß.
Die Farbe unserer Haare wird durch Pigmente bestimmt, die Melanine genannt werden. Diese Melanine werden von spezialisierten Zellen, den Melanozyten, produziert, die sich in den Haarfollikeln befinden. Es gibt zwei Haupttypen von Melanin: Eumelanin, das für schwarze und braune Haare verantwortlich ist, und Phäomelanin, das für rote und blonde Haare verantwortlich ist.
Mit zunehmendem Alter lässt die Aktivität der Melanozyten nach. Schließlich lösen sie sich mit dem Haar zusammen von der Haarwurzel ab. Die Folge: Es wachsen nur noch farblose Haare nach. Anstelle der Pigmente werden nämlich winzige Sauerstoffbläschen im Haar eingelagert. Diese Bläschen streuen das Licht; dadurch sehen Haare weiß aus.
Fast jeder bekommt graue Haare, die übrigens nicht nur am Kopf auftreten. Die Brustbehaarung und der Bart bei Männern sowie die Augenbrauen-, Achsel- und Schambehaarung bei Männern und Frauen werden im Laufe der Jahre grau bzw. weiß.
Die Ursachen für graue Haare sind genetischer, gesundheitlicher und altersbedingter Natur. Aber auch Lebensgewohnheiten spielen bei der Entstehung eine wesentliche Rolle.
Wird die Melaninproduktion allerdings schon mit 20 oder 30 Jahren eingestellt, ergrauen wir frühzeitig - und sind meist gar nicht so amused. Die ersten grauen Haare in jungen Jahren sorgen für einen Schockmoment und Ratlosigkeit. Packen wir das Problem an der Wurzel und beschäftigen uns zunächst mit den Ursachen.
Nicht jeder möchte sich mit grauen Haaren abfinden. Umfragen zeigen: Graue Haare sind für die meisten Männer kein Problem. Frauen dagegen möchten ihre grauen Haare am liebsten verstecken oder so schnell wie möglich loswerden. Grundsätzlich haben Sie die Wahl zwischen:
Die beste Prävention vor grauen Haaren ist eine gesunde Ernährung mit leckeren Beautyfoods und ein gesunder Lebensstil. Aber auch einige Hausmittel können der grauen Haarfarbe entgegenwirken, beachtet jedoch, dass beides keine Garantie für wirksame Ergebnisse bieten und ihre Effektivität von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Wer es trotzdem versuchen will, könnte mit diesen Hausmitteln loslegen:
Im Handel sind mittlerweile zahlreiche Haarpflegeprodukte speziell für graue Haare erhältlich. Sie enthalten Pflegesubstanzen, die dem Haar Feuchtigkeit und Elastizität zurückgeben sollen. Jedoch wirkt sich das fortschreitende Alter auf die Struktur der Haare aus: Es wird mit den Jahren trockener und brüchiger. Stellen Sie eine Veränderung fest, greifen Sie zu Produkten für strapaziertes Haar. Glanzsprays oder -cremes verleihen mattem Haar wieder einen schönen Schimmer.
Um das Phänomen grauer Haare ranken sich seit jeher zahlreiche Mythen und Aberglauben. Früher glaubte man zum Beispiel, dass ein plötzlicher Schock oder ein traumatisches Erlebnis jemanden über Nacht ergrauen lassen könnte. Ein anderer weit verbreiteter Aberglaube war, dass das Ausreißen eines grauen Haares sieben neue graue Haare hervorbringen würde.
Der Mythos "graue Haare über Nacht" durch ganz viel Stress stimmt nicht. Zum einen passiert das nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach, Zelle für Zelle. Es gibt aber tatsächlich Forschung dazu, inwiefern Stress und graue Haare zusammenhängen.
Grauen Haaren vorzubeugen, gelingt nur begrenzt - zum Beispiel mit einer ausgewogenen, mineralstoffreichen Ernährung und dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin. Auch bei Menschen, die Stress gut bewältigen, wird im Durchschnitt das Haar später grau. Dass graue Haare durch Stress entstehen, ist wissenschaftlich bewiesen.
Zwar lassen sich die Zeichen der Zeit nicht gänzlich aufhalten, aber doch deutlich verlangsamen. Sicher fragst Du Dich: Kann man grauen Haaren vorbeugen? In der Tat! Während wir schlafen, regeneriert sich der gesamte Körper. Geschädigte Zellen im Gewebe werden repariert, und das Immunsystem wird gestärkt, indem es Zytokine und Proteine produziert, die Entzündungen bekämpfen. Dein gesamter Organismus nutzt die Schlafphase, um sich zu erholen und zu stärken. Das betrifft natürlich auch Dein Haar. Stress beschleunigt den Alterungsprozess und zehrt uns aus. Dies kann auch die Haare grau werden lassen. Setze am besten auf viele Auszeiten, um Ruhe und Kraft zu tanken.
Das Auftreten von grauen Haaren ist für viele Menschen ein natürlicher Teil des Älterwerdens. Das schrittweise Ergrauen der Haare wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen. In vielen Kulturen werden graue Haare mit Weisheit, Erfahrung und Reife assoziiert. Andere hingegen empfinden graue Haare als unerwünschtes Zeichen des Alterns und greifen zu permanenten Colorationen oder Tönungen, um ihr ursprüngliches Aussehen beizubehalten.
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