Haarausfall: Definition, Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten

Wenn der Eindruck entsteht, dass man plötzlich unter vermehrtem Haarausfall leidet, reagieren viele Menschen beunruhigt. Ein leichter Haarausfall beziehungsweise die Tatsache, dass Haare ausfallen, ist erst einmal normal. Sie durchlaufen verschiedene Phasen und fallen am Ende aus, damit neue Haare Platz zum Wachsen haben. Jedes Haar hört irgendwann auf zu wachsen, hat also eine begrenzte Lebensdauer, fällt aus und wächst wieder nach - das ist völlig normal.

Dabei werden einzelne Haare auf dem Kopfkissen oder in der Haarbürste bereits als Verlust des Kopfhaares gedeutet, die Sorge ist hier jedoch völlig unbegründet. Diese Phasen bezeichnen Fachleute als Wachstums-, Übergangs- und Ruhephase. Erst wenn mehr als 80-100 Haare pro Tag ausfallen, spricht man aus medizinischer Sicht von Haarausfall. Fachlich wird dies als Alopezie bezeichnet, wobei verschiedene Formen unterschieden werden.

Von krankhaftem Haarausfall (Alopezie) spricht man, wenn einer Person über einen längeren Zeitraum mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen. Wenn Sie feststellen, dass Sie deutlich mehr Haare verlieren als üblich oder sich kahle Stellen bilden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Haarausfall kann auf verschiedene gesundheitliche Probleme hinweisen, z. B. Hormonstörungen, Stress oder Mangelernährung.

Wie viel Haarausfall ist normal?

Es ist normal, täglich 50 bis 100 Haare zu verlieren. Von einem Haarausfall als Krankheit (Alopezie) spricht man erst, wenn sich mehr als 20 Prozent der Haare gleichzeitig in der Endphase befinden. Eine Alopezie liegt also dann vor, wenn jeden Tag mehr als 100 ausfallen und weniger Haare nachwachsen als abgestoßen werden.

Welche Arten von Haarausfall gibt es?

Die verschiedenen Formen von Haarausfall haben unterschiedliche Ursachen und dementsprechend auch diverse Therapieansätze. Die Behandlung richtet sich also nach dem jeweiligen Ursprung und der Art des Haarausfalls.

Folgende Formen von Haarausfall, die hier näher beschrieben werden, können unterschieden werden:

  • Erblich oder anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)
  • Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)
  • Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie)
  • Spezielle Formen von Haarausfall

Erblich oder anlagebedingter Haarausfall (androgenetische Alopezie)

Dieser ist die weitaus häufigste Form von Haarausfall und betrifft Frauen und Männer in etwa gleichermaßen. Ursache ist ein fortschreitendes Schrumpfen von Kopfhaarwurzeln, die überempfindlich auf das männliche Geschlechtshormon reagieren und keine kräftigen Haare mehr bilden können.

Symptome:

  • Geheimratsecken an den Schläfen
  • Dünner werdendes Haar
  • Schütteres Haar

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata)

Für kreisrunden Haarausfall verantwortlich ist wahrscheinlich eine Immunreaktion: Die Haarwurzeln werden vom Immunsystem dermaßen attackiert, sodass sie ausfallen - die Folge ist eine Entzündungsreaktion. Diese Form des Haarausfalls setzt meist ohne Vorwarnung ein und trifft des Öfteren junge Erwachsene und Kinder. Die genauen Ursachen der Entstehung sind bis heute nicht geklärt. Vermutlich wirken eine genetische Veranlagung sowie psychische Faktoren ebenso begünstigend.

Symptome:

  • kreisrunde, kahle Stellen
  • Haarausfall kann auch Bart, Augenbrauen oder andere Körperhaare betreffen

Kreisrunder Haarausfall (Alopecia areata) - Ursache & Behandlung - Einfach erklärt von Dr. Durani

Diffuser Haarausfall (diffuse Alopezie)

Von diffusem Haarausfall spricht man, wenn dieser mehr oder weniger gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt auftritt. Das Kopfhaar lichtet sich dadurch zunehmend und die Kopfhaut wirkt durchscheinend.

Die Ursachen sind in diesem Fall vielfältiger und umfassen:

  • Hormonumstellung nach einer Schwangerschaft
  • Hormontherapie in den Wechseljahren
  • Funktionsstörungen der Schilddrüse
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Eisenmangel
  • Bestimmte Medikamente im Rahmen einer Chemotherapie bei Krebs

Symptome:

  • Vorerst stellen die Haare ihr Wachstum ein; nach dieser Ruhepause kommt es zum kontinuierlichen Ausfall

Spezielle Formen von Haarausfall

Weitere Ursachen für Haarverlust bzw. spärlichen Haarwuchs sind beispielsweise:

  • Haarausfall infolge von entzündlichen Erkrankungen der Haut oder Kopfhaut
  • Ständiger Druck oder Zug an den Haarwurzeln durch häufiges Tragen eines straffen Zopfes
  • Stressbedingter Haarausfall

Haarausfall: Wann zum Arzt?

Wenn Sie vermuten, unter vermehrtem Haarausfall zu leiden, ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Aber zu welchem Arzt geht man bei Haarausfall? Sinnvoll ist es, als erstes den Hausarzt aufzusuchen. Manchmal stellt er bereits die Ursache fest, etwa einen Eisenmangel anhand einer Blutuntersuchung.

Bei Bedarf überweist er Sie an einen Facharzt. Das ist zum Beispiel ein Dermatologe (etwa bei Verdacht auf eine Hauterkrankung) oder ein Endokrinologe (bei Verdacht auf eine hormonelle Ursache).

Von einem verstärkten Haarausfall spricht man übrigens, wenn man am Tag mehr als 100 Haare verliert. Dann droht Kahlheit.

Haarausfall: Untersuchungen und Diagnose

Um den Haarausfall zu diagnostizieren und die möglichen Ursachen abzuklären, führt der Arzt neben einem Arzt-Patienten-Gespräch (Anamnese) verschiedene Untersuchungen durch. Dazu zählen eine körperliche Untersuchung, eine Blutuntersuchung und je nach Bedarf weitere Verfahren wie beispielsweise ein Epilationstest, ein Trichogramm oder die Untersuchung einer behaarten Kopfhautprobe.

Erhebung der Krankengeschichte

Erster Schritt bei der Abklärung von Haarausfall ist das Anamnesegespräch, also das Arzt-Patienten-Gespräch zur Erhebung der Krankengeschichte. Der Arzt fragt dabei zum Beispiel, seit wann der Haarausfall besteht, ob Sie einen bestimmten Auslöser vermuten, welche Medikamente Sie anwenden und ob irgendwelche Grunderkrankungen bei Ihnen bekannt sind.

Er erkundigt sich zudem, ob vermehrter Haarausfall bei Ihnen in der Familie auftritt, ob Sie kürzlich ein Kind geboren haben oder operiert wurden.

Körperliche Untersuchung

Dann folgt eine körperliche Untersuchung. Hierbei untersucht der Arzt die Kopfhaut und das Verteilungsmuster der Haare auf Ihrem Kopf. Je nachdem, unter welcher Art von Haarausfall Sie leiden, unterscheiden sich die Symptome bei Alopezie: Gegebenenfalls sieht der Haarausfall je nach Ursache nämlich unterschiedlich aus.

Der erblich bedingte Haarausfall beispielsweise lässt sich oft schon am Muster der Ausdünnung beziehungsweise Glatzenbildung eindeutig diagnostizieren: Stirnglatze, eine kahle Stelle am Hinterkopf (Tonsur) und Geheimratsecken sind ebenfalls wegweisend:

Einen zurückweichenden Haaransatz im oberen Schläfenbereich beklagen vor allem Männer. Bei manchen bilden sich Geheimratsecken schon im jungen Erwachsenenalter aus. Sie sind oft das erste Anzeichen für eine erblich bedingte Alopezie. Bei Frauen mit dieser Form von Haarausfall entwickeln sich Geheimratsecken dagegen nur sehr selten.

Die wachsende Kahlheit im oberen Schläfenbereich ist meist "nur" ein ästhetisches Problem. In ganz seltenen Fällen deuten Geheimratsecken aber auch auf ein erhöhtes Risiko für bestimmte Erkrankungen hin. Dazu zählen Prostatakrebs und Herzerkrankungen.

Rundliche, völlig kahle Stellen auf der Kopfhaut ohne Anzeichen einer Hautveränderung (wie Entzündung oder Narbenbildung) weisen auf kreisrunden Haarausfall hin. Dafür sprechen auch sogenannte Ausrufungszeichen-Haare ("Komma-Haare"), die sich oft im Randbereich der kahlen Stellen finden lassen:

Dabei handelt es sich um kurz abgebrochene Haare, die sich schmerzlos herausziehen lassen und statt einer normalen runden eine spitz zulaufende Wurzel besitzen. Darüber hinaus weisen Menschen mit kreisrundem Haarausfall oft Veränderungen der Fingernägel (Rillen, Grübchen) auf.

Die kreisrunden, kahlen Stellen bilden sich manchmal auch an anderen behaarten Körperstellen, etwa im Bart, in der Achsel- oder Schambehaarung. Gelegentlich fallen den Betroffenen komplett alle Körperhaare aus, was Fachleute als Alopecia areata universalis bezeichnen. Ein solch extremer Haarausfall ist aber selten. Ebenso nur vereinzelt kommt es vor, dass den Patienten die Wimpern ausfallen.

Blutuntersuchung

Eine Blutuntersuchung ist vor allem bei diffusem Haarausfall aufschlussreich. Der Arzt untersucht unter anderem die Eisen- und Zinkwerte, die Schilddrüsenwerte und die Entzündungswerte (wie Anzahl der Leukozyten, Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit). Die Blutwerte liefern Hinweise auf mögliche Ursachen des Haarausfalls wie Eisen- oder Zinkmangel, Schilddrüsenüberfunktion oder entzündliche Erkrankungen.

Bei jüngeren Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall empfehlen Experten, die Blutspiegel der Androgene und Östrogene zu bestimmen. Das ist vor allem dann notwendig, wenn die Frauen Anzeichen für einen erhöhten Androgenspiegel zeigen wie Zyklusunregelmäßigkeiten und einen männlichen Behaarungstyp (Hirsutismus).

Epilationstest

Mit einem Epilationstest lässt sich ein vermuteter Haarausfall bestätigen: Dabei ergreift der Arzt ein kleines Büschel Haare und zieht daran. Lassen sich auf diese Weise an mehreren Stellen der Kopfhaut Haare ausreißen, liegt wahrscheinlich ein verstärkter Haarausfall vor.

Trichogramm

Das Trichogramm ist ein mikroskopisches Untersuchungsverfahren, mit dem sich krankhafte Vorgänge an Haarwurzeln und Haarschaft erkennen lassen. Haare durchlaufen im Laufe ihres Lebens verschiedene Phasen (Haarzyklus):

  • Wachstums- oder Anagenphase: Die Phase des aktiven Haarwachstums dauert meist vier bis sechs Jahre, manchmal auch bis zu zehn.
  • Übergangs- oder Katagenphase: Sie dauert ein bis zwei Wochen, in denen es zum funktionellen Rückbau des Haarfollikels kommt und sich das Haar in Richtung Kopfhautoberfläche verschiebt.
  • Ruhe- oder Telogenphase: Sie umfasst drei bis vier Monate, in denen kein Stoffwechsel mehr stattfindet - das Haar "ruht". Am Ende wird es abgestoßen (= es fällt aus).

Anhand des Trichogramms lässt sich abschätzen, wie groß der Anteil der Haare in den einzelnen Stadien ist. Das hilft bei der Abklärung des Haarausfalls.

Zur Erstellung des Trichogramms legt der Arzt mithilfe eines Haarclips ein geeignetes Kopfhautareal frei. Dann wird eine dichte Reihe von etwa 20 bis 50 Haaren mit einer Arterienklemme dicht über der Kopfhaut gegriffen und mit kurzem, kräftigen Ruck in Wuchsrichtung herausgezogen. Die Haarwurzeln untersucht der Arzt unter dem Mikroskop, um festzustellen, in welchem Stadium des Haarzyklus sie sich gerade befinden.

Bei einem normalen Trichogramm befinden sich mehr als 80 Prozent der ausgerissenen Haare im Wachstumsstadium (Anagenphase) und weniger als 20 Prozent im Abstoßungsstadium (Telogenphase). Nur wenige Haare (ein bis drei Prozent) zeigen das Übergangsstadium (Katagenphase) und sind daher unter dem Mikroskop meist schwer auszumachen.

Ein verstärkter Haarausfall liegt vor, wenn der Anteil der Anagenhaare weniger als 80 Prozent und der Anteil der Telogenhaare entsprechend mehr beträgt. Ein Telogenanteil von bis zu 50 Prozent weist auf einen ausgeprägten Haarausfall hin. Bei der Auswertung eines Trichogramms gilt es immer auch, das Anamnesegespräch und die Ergebnisse der körperlichen Untersuchung zu berücksichtigen.

Das Auszupfen der Haare ist bei dieser Untersuchung unumgänglich. Manche Patienten bringen ausgefallene Haare mit, in der Hoffnung, sich das Auszupfen zu ersparen. Für das Trichogramm sind sie aber wertlos, weil sie sich klarerweise alle in der Abstoßungsphase (Telogenphase) befinden.

Computergestützte Haaranalyse

Mittlerweile ist es möglich, ein Trichogramm mithilfe einer Digitalkamera und einer speziellen Computer-Software zu erstellen. Dem Patienten reißt man dafür keine Haare aus. Stattdessen rasiert der Arzt ein kleines Kopfhautareal an einer nicht sichtbaren Stelle. Drei Tage später färbt man das Areal und die nachwachsenden Haare mit einem Haarfarbstoff und fotografiert das Ganze in starker Vergrößerung. Das Ergebnis liefert dem Arzt Hinweise auf die Haardichte und die Aktivität der Haarfollikel.

Biopsie

Manchmal ist es nötig, dass der Arzt eine kleine behaarte Kopfhautprobe (mitsamt der Haarfollikel) herausschneidet und genauer unter die Lupe nimmt. Das ist etwa bei vernarbender Alopezie oder bei ungeklärtem diffusen Haarausfall der Fall. Die Gewebeentnahme gilt es gut zu überlegen: Sie ist schmerzhaft, hinterlässt eine Narbe und an der betroffenen Stelle wachsen keine Haare mehr nach.

Haartagebuch

Eventuell bittet Sie Ihr Arzt darum, ein Haartagebuch zu führen, in dem Sie täglich die Anzahl der verlorenen Haare festhalten. Hierfür nutzen Sie beispielsweise die Haare, die beim Duschen im Ausguss oder beim Bürsten in der Haarbürste landen.

Sonstige Untersuchungen

Vermutet der Arzt eine bestimmte Grunderkrankung als Ursache für den Haarausfall, sind gegebenenfalls weitere Untersuchungen notwendig. Beispielsweise führt der Arzt zur Abklärung einer Schilddrüsenüberfunktion oft eine Ultraschall-Untersuchung oder eine Szintigrafie der Schilddrüse durch.

Haarausfall: Vorbeugung

Am besten lässt sich Haarausfall vorbeugen, der mechanisch bedingt oder durch eine Mangelernährung verursacht ist. Tragen Sie lange Haare also öfter locker gebunden oder offen und versorgen Sie Ihren Körper regelmäßig mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralstoffen (Eiweiß, Eisen, B-Vitamine et cetera), um einen Haarausfall durch Mangelernährung zu vermeiden!

Ausgewogene Ernährung

Ein wichtiger Baustein für gesunde Haare ist eine ausgewogene Ernährung. Unser Körper braucht viele verschiedene Nährstoffe, damit alle Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen. Für kräftiges und gesundes Haar benötigt der Körper:

  • Biotin
  • Zink
  • Selen
  • Kupfer
  • Eisen
  • Magnesium
  • L-Cystein
  • Vitamin A
  • Vitamin D

Vollkornprodukte und tierische Lebensmittel wie Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch liefern viel Zink. Auch Milchprodukte enthalten das Spurenelement. Selen steckt vor allem in Fleisch, Fisch, Nüssen und Pilzen. Kupfer nehmen Sie zu sich, wenn Innereien, Getreide, Hülsenfrüchte und Nüsse auf dem Speiseplan stehen.

Generell sollten Sie viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu sich nehmen. Mageres Fleisch und Fisch sind ebenfalls wichtig, sollten aber in Maßen verzehrt werden. Haferflocken, Leinsamen und Nüsse eignen sich als gesunder Snack.

Biotin für schöne Haare

Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin der B-Gruppe. Es ist an etlichen Stoffwechselprozessen und beim Abbau bestimmter Fett- und Aminosäuren beteiligt. Bekommt der Körper zu wenig Biotin über die Nahrung zugeführt, kommt es unter anderem zu Hautveränderungen und Haarausfall. Eine Unterversorgung mit Biotin ist allerdings extrem selten.

Wer sehr viel rohe Eier isst, kann beispielsweise einen Biotinmangel entwickeln. Ein im Eiklar enthaltener Stoff, das Avidin, bindet Biotin und verhindert so dessen Aufnahme im Körper.

Biotin steckt außerdem ist verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln, zum Beispiel in Bierhefe-Tabletten. Bei regelmäßiger Einnahme können diese Mittel dazu beitragen, gesunde Haare zu erhalten. Nehmen Sie aber keine Nahrungsergänzungsmittel auf Verdacht ein. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, ob tatsächlich ein Mangel vorliegt.

Gesunde Darmflora aufbauen

Eine gestörte Darmflora hat verschiedene Auswirkungen auf den Körper. Unter anderem leiden Haut und Haare, wenn das Gleichgewicht der natürlichen Darmbakterien gestört ist. Besonders nach der Einnahme von Antibiotika ist das der Fall.

Probiotika helfen dabei, die Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen. Sie erhöhen die Anzahl der „guten“ Keime im Darm und Krankheitserreger haben weniger Chancen, sich auszubreiten.

Probiotika stecken in Lebensmitteln wie Naturjoghurt, Kefir, Buttermilch, Sauerkraut und Rote Bete. Sogenannte probiotische Lebensmittel enthalten sie in besonders hohem Maß.

Dazu gehören probiotische Joghurts, Käse, Getränke, Brot- und Backwaren. Ob die Einnahme von Probiotika gegen Haarausfall wirkt, ist nicht klar. Doch die Lebensmittel helfen, das Immunsystem zu stärken und sorgen für ein besseres allgemeines Wohlbefinden.

Gesunde Lebensweise

Ein gesunder Lebensstil ist ein gutes Mittel, um Haarausfall vorzubeugen. Wenn es Ihnen gut geht, zeigt sich das auch an Ihren Haaren! Zwar sprießen nicht automatisch neue Haare, wenn Sie Ihre Ernährung umstellen oder mehr Sport treiben. Doch langfristig profitiert der gesamte Organismus davon.

Sie werden sich fitter, gesünder und wohler in ihrer Haut fühlen, wenn Sie ein paar Tipps im Alltag beherzigen:

Form des Haarausfalls Beschreibung Ursachen
Androgenetische Alopezie Häufigste Form, betrifft Männer und Frauen Überempfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber DHT
Alopecia areata Kreisrunder Haarausfall Autoimmunreaktion gegen die Haarwurzeln
Diffuse Alopezie Gleichmäßiger Haarausfall über den gesamten Kopf Hormonelle Veränderungen, Stoffwechselstörungen, Medikamente

Wichtig ist vor allem ein frühzeitiger Therapiebeginn, denn Zeit ist tatsächlich Haar: je früher die Diagnose gestellt wird, desto mehr Haar kann gerettet oder erhalten werden. Auch wenn die Behandlung nicht unbedingt eine umfangreiche medizinische Untersuchung erfordert, so sollte dennoch ein Experte miteinbezogen werden. Sprechen Sie vor Behandlungsbeginn gegen Haarausfall unbedingt mit einem Arzt oder Apotheker.

Mittlerweile gibt es jede Menge Mittel am Markt, die allesamt das Haarwachstum anregen bzw. den Haarausfall stoppen sollen, aber nur die wenigsten sind tatsächlich in klinischen Studien getestet worden.

Weiters kann die richtige Haarpflege unterstützen:

  • Nicht zu viel Shampoo verwenden und dieses nach der Anwendung immer gut ausspülen!
  • Diverse Pflegeprodukte sollten unbedingt auf Haar und Kopfhaut abgestimmt sein!
  • Nach dem Waschen die Haare mit dem Handtuch nicht trocken rubbeln, sondern lieber behutsam ausdrücken!
  • Idealerweise Bürsten oder Kämme mit weit auseinanderstehenden Zinken verwenden!
  • Nicht zu heiß föhnen!
  • Häufiges Glätten oder Anwendungen mit dem Lockenstab können auf Dauer zusätzlich die Haare strapazieren und brüchig machen.

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