Ab Wann Erste Intimrasur: Ein Leitfaden für Jugendliche und Eltern

Jede Menge passiert in der Pubertät - und zwar bei dem einen früher und bei dem anderen später! Zwischen neun und 18 Jahren verändert sich dein Körper deutlich: Längenwachstum, Körperbehaarung und Muskelausbildung gehören dazu, genau wie Stimmbruch, Bartwuchs und Achselhaare. Außerdem bekommst du eine Schambehaarung.

Zuerst fangen die Hoden an zu wachsen und kurz darauf siehst du bereits deine ersten Schamhaare. Das kann schon mit neun Jahren passieren oder viel später - alles ganz normal. Ausgewachsen sind die meisten Jungs mit 18 - 20 Jahren. Mit 16 Jahren sind fast alle Jungen geschlechtsreif, da ihre Hoden genügend Testosteron produzieren.

Neue Hormone, die in deinen Hoden produziert werden, sorgen für körperliche Veränderungen wie männliche Körperbehaarung. Auch deine Muskeln entwickeln sich erst dann richtig, wenn deine Hoden genügend männliches Geschlechtshormon Testosteron herstellen.

Deine Haut reagiert jetzt auf neue Hormone. Drüsen stellen mehr Talg her, das begünstigt die Entstehung von Pickeln oder sogar Akne. Tipp: Eine regelmäßige und richtige Hautpflege kann dir helfen. Ausdrücken der Pickel macht es oft noch schlimmer! Lass dich von Experten (z. B.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für die erste Intimrasur?

Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt oder kein richtiges Alter, um mit dem Rasieren zu beginnen. Es gibt kein Alter, ab dem sich ein Mädchen oder Junge rasieren darf - oder nicht. Du kannst es theoretisch ab dem Zeitpunkt machen, ab dem die Härchen wachsen. Aber nur wenn Du willst.

Niemand muss es machen. Allerdings mögen es viele Jugendliche lieber leiden, wenn der Schambereich haarlos ist. Andere bleiben natürlich. Manche wählen auch den Mittelweg und rasieren nur die Seiten - damit nichts aus dem Slip guckt. Wenn Du glaubst, dass Du Dich ohne Haare schöner findest, probiere es aus.

Die Pubertät kann früher oder später einschlagen, und mit ihr kommen dickere Haare an den Beinen, sowie neues Haarwachstum unter den Armen und im Schambereich. Da die Pubertät und die Entwicklung der Körperbehaarung für Mädchen zu verschiedenen Zeitpunkten eine Rolle spielt, woher sollst du wissen, wann du deiner Tochter beibringen sollst, wie man sich rasiert?

Wie man das Gespräch mit der Tochter beginnt

Obwohl es kein vorgegebenes Alter gibt, um mit deiner Tochter über das Rasieren zu sprechen, kannst du nach auffälligen Hinweisen suchen, um festzustellen, dass es Zeit ist, das Gespräch zu führen. Falls deine Tochter das Thema Rasur nicht von selbst anspricht, kannst du das Gespräch beginnen wenn du anfängst, ihr Körperhaar zu bemerken. So oder so, vergewissere dich, dass sie sich bewusst ist, dass es ihre Entscheidung ist, ob sie sich rasiert, und dass du für sie da bist, um ihr zu helfen, wenn sie bereit ist.

Vor allem, wenn die Pubertät kommt, könnte deine Tochter selbstständig mit der Rasur beginnen. Es könnte aus einfacher Neugierde sein oder weil ihre Freunde anfangen, sich zu rasieren. Oder sie könnte sich unsicher fühlen, was ihre neuen Körperhaare angeht.

Veränderung kann beängstigend sein, besonders wenn es um Körperveränderungen geht. Es ist wichtig, deine Tochter daran zu erinnern, dass nichts falsch daran ist, Körperbehaarung zu haben, und die Rasur ganz allein ihre Entscheidung ist. Lass sie wissen, dass du für sie da bist, um ihr beizubringen, falls sie mit dem Rasieren beginnen will.

Wenn deine Tochter mehr Körperbehaarung wachsen lässt, aber nicht versucht hat, mit dir darüber zu reden, ist das in Ordnung. Sie ist vielleicht nicht daran interessiert, sich zu rasieren. Sie könnte aber auch möglicherweise Angst haben, mit dir darüber zu sprechen, in diesem Fall kann der Beginn dieses Gesprächs ihr helfen, sich wohler zu fühlen.

Du kannst warten und schauen, ob sie dich anspricht, oder du kannst das Thema auf subtile Weise ansprechen. Lass sie wissen, wenn sie lernen will, wie man sich rasiert, du da bist, um ihr auf dem Weg zu helfen. Und wenn sie nicht interessiert ist, solltest du ihr versichern, dass sich nicht zu rasieren auch völlig in Ordnung ist.

Tipps für die erste Intimrasur

Solange Du Dich nicht an einem Nassrasierer schneidest, ist ja nichts daran gefährlich. Und wenn Du es doch nicht leiden magst, wächst es ja schnell wieder nach. Die verschiedenen Möglichkeiten für eine Rasur findest Du hier. Probier‘ es aus!

Möchtest du deine Schamhaare entfernen, stehen dir diverse Hilfsmittel zur Verfügung. Die Haarentfernung gelingt mit Rasierschaum und Klinge ebenso wie mit Wachs. Auch das Epilieren verspricht ein langanhaltendes und gründliches Ergebnis, ist aber nicht schmerzfrei. Viele entscheiden sich daher für das Schamhaare rasieren. Der Grund: Das Rasieren ist unkomompliziert und schnell erledigt.

Wenn du deine Bikinizone rasieren möchtest, verwendest du am besten einen hochwertigen Rasierer. Sind die Rasierklingen abgenutzt, kann es zu Rasurbrand kommen. Deswegen solltest du unbedingt auf scharfe Klingen achten. So musst du während der Rasur nicht so stark aufdrücken und das Verletzungsrisiko sinkt. Einmalrasierer sind nicht zu empfehlen. Entscheide dich stattdessen für einen Rasierer mit einem beweglichen Kopf, mit dem du alle Stellen gut erreichst.

Möchtest du auch den Bereich der Schamlippen rasieren, stellst du dich am besten mit einem Bein auf den Rand der Badewanne. So gelangst du auch an schwer zugängliche Stellen. Die zu rasierenden Hautstellen spannst du am besten zwischen zwei Fingern. Ganz wichtig ist zudem, dass du den Rasierer nach jeder Benutzung reinigst. Normalerweise genügt es, ihn unter fliessendem Wasser gründlich abzuspülen. Lass ihn anschliessend gut trocknen, damit Keime keine Chance haben.

Möchtest den Rasierer besonders gut desinfizieren, verwende ein wenig Reinigungsalkohol. Spätestens nach zwei Wochen solltest du die Rasierklinge auswechseln, falls du dich täglich rasierst. Ansonsten genügt es, die Klingen alle vier bis sechs Wochen zu erneuern. Übrigens: Wenn du den Rasierer nicht direkt in der Dusche, sondern geschützt im Badezimmerschrank aufbewahrst, bleiben die Klingen länger scharf.

Ob du Rasierschaum oder Rasiergel verwendest, bleibt deinen persönlichen Vorlieben überlassen. Zur Vorbereitung der Intimrasur reinigst du deinen Intimbereich gründlich mit einer milden Waschlotion. So kannst du Bakterien beseitigen, die für das Entstehen von Entzündungen und Pusteln verantwortlich sind. Ausserdem werden die Härchen so weicher, was das Rasieren deutlich erleichtert. Statt einer milden Waschlotion kannst du auch Wasch-Schaum verwenden, der gleichzeitig den Rasierschaum ersetzt.

Mit ausreichend Zeit kannst du deine Haut vor der Rasur auch mit einem sanften Peeling bearbeiten. Wenn du dich das erste Mal rasierst, kürzt du die Intimbehaarung am besten mit einer Schere so weit, bis nur noch wenige Millimeter stehen. Denn sind die Haare zu lang, können sie vom Rasierer nicht richtig erfasst werden.

Am besten rasierst du dich am Abend vor dem Zubettgehen. So hat die Haut über Nacht die Möglichkeit, sich zu regenerieren. Bevorzugst du das Rasieren am Morgen, trägst du am besten Unterwäsche aus Baumwolle.

Pflege nach der Intimrasur

So vorsichtig du bei der Intimhaarentfernung auch bist: Es kommt immer zu kleinen oberflächlichen Verletzungen der Haut. Sie können sowohl zu eingewachsenen Haaren als auch zu Pickeln und Hautrötungen führen. Aus diesem Grund ist eine umfassende Pflege nach der Intimrasur Pflicht.

Zu diesem Zweck eignet sich beispielsweise schützende Salben, wie du sie in der Apotheke findest. Im Handel sind zudem spezielle After-Shave-Lotionen für die intimrasierte Haut erhältlich. Besonders wohltuend wirkt das Gynofit Intimpflege-Öl, das dank seines Milchsäure-Anteils auch noch die pH-Balance unterstützt. Auf stark parfümierte Cremes hingegen verzichtest du am besten nach der Rasur.

Gynofit hilft und wirkt vorbeugend, um deinen Intimpflegebereich zu schützen.

Die Geschichte der Intimrasur

Ob und wie im Intimbereich rasiert wird, hat eine lange Geschichte. Die ersten Überlieferungen der Intimrasur reichen bis ins alte Ägypten zurück. Dort sind auf Hieroglyphen Frauen mit Rasiermesser und Schamhaar-Dreieck zu sehen.

4.000 bis 3.000 v. Chr. wurden dort geschliffene Steine und Muscheln in Kombination mit Harzen, Eselfett oder Fledermausblut (WTF) benutzt, um die Haare im Intimbereich zu entfernen. Auch bei den Römmerinnen war Haarentfernung üblich und im orientalischen Raum gingen Frauen in islamischen Hammams und entfernten sich dort ihre Intimbehaarung mit Halawa, einer warmen Creme aus Zucker und Zitronensaft, oder sie wurden mit dünnen Fäden aus der Haut gezwirbelt.

Der Trend Intimrasur Trend zu weniger Intimbehaarung geht also ziemlich weit in die Menschheitsgeschichte zurück. Intimrasur hatte damals vor allem hygienische Zwecke, um sich vor Parasiten ( die sich grundsätzlich gerne in Haar einnisten) zu schützen.

Dann kommt das Mittelalter und damit ist Hygiene und somit Intimpflege, Intimhygiene und Intimrasur passé. Erst durch den Aufstieg des Bürgertums im 12. und 13. Jahrhundert wurden die Badekultur in Europa und damit das Enthaaren im Intimbereich wieder trendy.

Ab dem 15. bis 16. Jahrhundert wirds ganz böse. Dann kommt das Thema Hexenvebrennung ins Spiel und in der Zeit wurden Frauen, auch um ihnen ihre “Magie” wegzunehmen, komplett enthaart. Das hat jetzt nicht viel mit der selbstbestimmten Intimpflege zu tun, sollte aber trotzdem mal gesagt sein.

Kurz und gut, manchmal ist Intimrasur in, manchmal ist volles Charmhaar im Trend. Im 18. Jahrhundert, insbesondere in Frankreich wurde ein kindlicher (und somit haarloser) Körper der Frau bevorzugt. In Zeiten des Nationalsozialismus wurde das “Natürliche” der deutschen Frau und damit auch volle Intimbehaarung zum Ideal erhoben.

Aber, ob Trend oder nicht: Bis zum 19. Jahrhundert war die Intimrasur bei Frauen kein Zuckerschlecken. Entfernen von Haaren ging oft mit Schmerzen und sogar Risiken für die Gesundheit (hallo kleine Schnitte und Entzündungen) einher. Und dann kommt die Elektrik und 1949 der erste Einwegrasierer.

Was auch kommt, noch nicht ganz 1949 aber nicht weit danach, sind die Bikinis und Miniröcke. Jetzt geht es mit der Intimbehaarung so richtig los, je mehr vom Frauenkörper gezeigt wird, umso mehr wird rasiert.

Heute sollte die Intimrasur idealerweise eine ganz persönliche Entscheidung und Ausdruck individueller Präferenzen sein.

Mythen und Fakten zur Intimrasur

Viele Jungen meinen, dass sie sich rasieren müssen, um im Intimbereich sauber und gesund zu sein. Das stimmt nicht: Wenn du dich beim Rasieren verletzt und kleine Wunden im Schambereich hast, kannst du dich beim Sex sogar leichter mit sexuell übertragbaren Krankheiten infizieren.

Tipp: Du kannst dich rasieren, wenn dich die Barthaare stören, sie wachsen dadurch nicht schneller oder dichter: Am besten immer saubere eigene Rasierklinge verwenden.

«Intimrasur - ja oder nein?» An dieser Frage scheiden sich nach wie vor die Geister. Wir sagen: Entscheidend ist, wie du dich selbst am wohlsten fühlst. Alle anderen Überlegungen kommen frühestens an zweiter Stelle.

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