Haare im 45-Grad-Winkel schneiden: Anleitungen und Tipps für verschiedene Frisuren

Oft verspürt man den Wunsch nach einer Veränderung, und wie könnte man diesem Wunsch besser nachkommen als mit einer schicken, neuen Trendfrisur? In vielen Städten gibt es unzählige Friseursalons, aber welcher ist der richtige?

Ein guter professioneller Friseur muss wissen, wie man Stufen in jedes Haar bringt. Zunächst ist es wichtig zu wissen, mit welchem Haartyp man arbeitet: Ist es fein oder kräftig, glatt, gewellt oder gelockt? Eine gute Abteilung vor dem Schneiden ist fast so wichtig wie der Umgang mit der Schere. Im Idealfall sollte man sieben gut definierte Sektionen haben, mit denen man arbeiten kann.

Je nach Haarlänge und -textur geht man dabei unterschiedlich vor. Bei kurzem Haar schneidet man sehr nah am Kopf und variiert die Neigung der Handhaltung zwischen 90 und 45 Grad. Bei langem Haar kann man das Haar in fast jedem beliebigen Winkel schneiden.

Hier finden Sie Anleitungen und Tipps, wie Sie selbst oder Ihr Friseur die Haare im 45-Grad-Winkel schneiden können, um verschiedene Looks zu erzielen.

Kämmrichtung beim Haareschneiden

Herrenfrisur: Semi-Box-Haarschnitt

Der Semi-Box-Haarschnitt ist eine ausgezeichnete Wahl für fast alle Männer und Jungen, da es viele verschiedene Variationen gibt: Länge, Form, Styling. Sie können auch Gesichtszüge mit Pony korrigieren oder unvollkommene Schädellinien verbergen. Die Semi-Box-Frisur eignet sich für Männer mit einem ovalen, runden und eckigen Gesichtstyp.

Halbboxen wurde in den 90er Jahren populär und gehört auch heute noch zu den beliebtesten Herrenfrisuren. Die klassische Half-Box mit Pony wird immer in Mode sein, da sie die Männlichkeit gut unterstreicht und für jedes Alter geeignet ist. Ein Half-Box-Haarschnitt ohne Pony sieht sehr maskulin und brutal aus, besonders mit Bart.

Anleitung für einen Semi-Box-Haarschnitt:

  1. Das Schneiden sollte von den okzipitalen und seitlichen Zonen beginnen (mit einer Schere).
  2. Der obere Teil der Frisur sollte mit einer Schere geschnitten werden.
  3. Die Semi-Box kann mit oder ohne Pony sein.

Damenfrisur: Stufenschnitt

Es ist eine Tatsache: Die gestufte Frisur ist modischer denn je und Friseure müssen darauf vorbereitet sein, denn sie wird in den Salons gefragt sein, also sollten Sie jedem Kunden mehrere Optionen anbieten. Dieser Look lässt sich mit nahezu jedem Outfit aus jeder Epoche kombinieren und zeugt von Persönlichkeit und Kühnheit. Verpassen Sie nicht die neuesten Trends von gestuften Frisuren und die Chance, erstaunliche, zeitlose Frisuren zu kreieren, die zu Ihrem Markenzeichen werden.

Stufig geschnittenes Haar hat Dimension, Volumen und Bewegung. Es ist ein Look mit viel Vitalität! Dickes Haar wird leichter, eckige Gesichter werden weicher, und feines Haar bekommt mehr Form und Persönlichkeit, besonders bei kurzen Haarschnitten.

Wenn eine Kundin nach einer größeren Veränderung sucht, kann der gestufte Pixie-Look eine gute Option sein. Definieren Sie den Nacken und schneiden Sie die Seiten sehr kurz, so dass der Oberkopf stufig fällt. Wenn, das Haar sehr fein ist, sollten Sie es nicht texturieren. Bei dickerem Haar sollten Sie dies jedoch tun. Der Pony wird in Fallrichtung gekämmt und in der Slide-Cut-Technik geschnitten.

Spezifische Techniken:

  • Curved Cut: Dies ist die gestufte Form, die für lockiges Haar und Wellen geeignet ist. Schneiden Sie das Haar trocken, um die Form und die Bewegung der Locken zu sehen, indem Sie die Technik des Curved Cut anwenden. Definieren Sie den Pony und verbinden Sie ihn visuell mit den Seiten.
  • Slide-Cut-Technik: Bei langem Haar ist ein strukturierter, stufiger Haarschnitt ideal für ausgeprägte Wellen. Schneiden Sie die Strähnen von kurz nach lang, indem Sie die Schere sanft gleiten lassen und die Enden immer texturieren, um einen natürlichen Übergang zu erzielen.

Teilen Sie Sie ein dreieckiges Passee in zwei Teile. Schneiden Sie dann in die entgegengesetzte Richtung im 45-Grad-Winkel mit der Slide-Cut-Technik, aber ohne sie mit den Seiten zu verbinden.

Für eine noch dramatischere Veränderung blondieren Sie das Haar und tönen Sie es im Anschluss für einen 3D-Effekt und setzten damit Farbakzente. Lassen Sie Ihrer Fantasie bei der Farbe freien Lauf, spielen Sie mit blonden Balayage- oder #Bronzit-Farbtönen, die diese Stufenfrisur unterstreichen.

Spezialfall: Lockiges Haar

Frauen mit lockigem Haar haben es, was das herkömmliche Spitzenschneiden angeht, nicht immer ganz leicht. Das Schneiden von lockigem oder strukturiertem Haar unterscheidet sich nämlich stark von glatten oder welligen Haaren. Da es leider immer noch so viele Friseure gibt, die mit diesem Haartyp wenig Erfahrung haben, werden die Schnitte oft bei nassem Haar durchgeführt. Sobald das lockige Haar dann trocken geföhnt wird, kommt das Endresultat zum Vorschein, das oft sehr "quadratisch" aussieht.

Der von Hairstylistin Tippi Shorter geprägte “Aircut” soll die Lösung des Problems sein, der die Locken-Frisur gesund, weniger steif und sehr natürlich aussehen lassen soll.

Der "Aircut" für lockiges und strukturiertes Haar

Der Vorteil vom "Aircut": Er schafft ordentlich Volumen. Mit zu wenig Volumen haben alle mit lockigem Haar zwar selten zu kämpfen, dennoch kann das Volumen an der falschen Stelle sitzen. Zum Beispiel dann, wenn die Spitzen falsch geschnitten sind und die Locken in alle Richtungen stehen. Das Besondere am "Aircut" ist die sogenannte “Glide-Technik”. Dabei wird eine anpassbare Technik genutzt, die das Eigengewicht der Haare so umverteilt, dass Lufteinschlüsse erzeugt werden. Diese ermöglichen es, das trockene Haar dort zu schneiden, wo es von Natur aus fällt. Die Technik schafft Volumen wo es hingehört, sowie die maximale Definition jeder einzelnen Locke.

Der "Aircut" soll außerdem dabei helfen, dass das Haar später zuhause einfacher gestylt werden kann.

So wird der "Aircut" geschnitten

Der wichtigste Tipp der Hairstylistin: Für den "Aircut" eine gebogene Haarschere verwenden. "Die Kurve in der Schere ermöglicht es, Luft in das Haar zu bringen, indem sie die lockige Strähne weich und leicht macht." Dabei wird die gebogene Schere senkrecht nach unten gehalten. Außerdem wird das Haar in mehrere Partien geteilt, um beim Schneiden nicht den Überblick zu verlieren, welche Locken-Strähnen bereits getrimmt wurden und welche nicht.

Außerdem empfiehlt Tippi Shorter, vor dem Schneiden einen Leave-in-Conditioner ins Haar zu geben, um die Locken zu definieren.

Den "Aircut" selber schneiden

Nachdem man bei lockigem Haar keine "harte Kante" sieht, kannst du dich guten Gewissens selbst an das Spitzenschneiden wagen und den "Aircut" ausprobieren. Verwende dafür eine gebogene Haarschere und trimme damit im 45 Grad-Winkel die Spitzen mit dem meisten Gewicht.

Do-it-yourself-Frisur: Tipps und Tricks

Wer kennt das nicht? Eine kleine Strähne lugt frech aus der Frisur. Mal schnell zur handelsüblichen Nagelschere gegriffen und schon ist das kleine Malheur erledigt. Für größere Korrekturen an der Frisur ist allerdings eine spezielle Friseurschere ratsam, wenn man überhaupt selbst Handanlegen möchte.

Haushalts- oder Nagelscheren sind oft zu stumpf und reißen die Haare eher ab, als dass sie für einen scharfen Schnitt sorgen. Stumpfes Schneidwerkzeug zerstört eher die Struktur des Haares und dadurch kann der unbeliebte Spliss entstehen.

Beim „do-it-yourself-Haarschnitt“ ist aber auch Technik gefragt. Haare lassen sich besser schneiden, wenn sie nass oder feucht sind, dann sind sie etwas schwerer und Haarlinien lassen sich besser erkennen. Für das Schneiden von Spitzen empfiehlt es sich, handhabbare Strähnen zu nehmen, diese stark Einzudrehen und die Haare, die dann seitlich herausstehen, abzuschneiden.

Beim Schneiden des Ponys ist Fingerspitzengefühl erforderlich: Strähne für Strähne sollten zwischen Zeige- und Mittelfinger genommen werden, die gewünschte Länge auswählen und dann in einem 45-Grad-Winkel an den Fingern entlang abschneiden. Das mag zwar einfach klingen, ist aber beim notwendigen Beobachtungsblick in den Spiegel durchaus eine grenzwertige Herausforderung, die eventuell ein Missgeschick zur Folge haben kann. Scharfe Schere und scharfer Schnitt ist beim Profi-Hairstyler mit weniger Risiko und Stress verbunden. Der Besuch des Friseurs bietet zudem das gewünschte: „Ich gönn mir was“.

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