Die glamourösen Frisuren der 20er Jahre: Ein Revival des Jazz Age

Die "Roaring Twenties" waren eine Zeit des Umbruchs, der Jazz-Musik und der Flapper-Girls. In den 20er-Jahren begannen viele Frauen, sich zu emanzipieren. Erstmals nahmen sie einen Beruf auf, vergnügten sich allein im Nachtleben und entwickelten eine neue Art der Selbstständigkeit. Diesen Lebensstil wollten die Frauen der 20er-Jahre auch in ihrem Kleidungsstil und ihren Frisuren ausdrücken. Die Kleider wurden kürzer, ebenso wie die Haare.

Die Mode der goldenen Zwanziger Jahre war glamouröse und extravagant zugleich. Die typische Verkörperung des Jazz Age sind die Flapper-Girls. Die jungen Frauen der neuen Generation kosteten ihr Leben nach der wiedergewonnenen Freiheit in vollen Zügen. Die Flapper-Girls rauchten Zigaretten, tranken Alkohol, entledigten sich ihres engen Korsetts und trugen kurze Kleider. Sie tanzten die ganze Nacht und flirteten wie nie zuvor.

Wir lieben das Styling dieses Jahrzehnts bis heute! Absolute Stilikone dieser Zeit war keine geringere als Coco Chanel. Wir zeigen, welche Frisuren & Styles neben der Wasserwelle damals in waren und welches Make-up man dazu trug: Hier findest du alle Tipps & Tricks für die schönsten 20er Jahre Looks!

Warum wir die Zwanzigerjahre so faszinierend finden? Es ist nicht nur die Nostalgie, es sind der Glanz und Glamour dieser Zeit mit Berlin als Zentrum von Kunst und Kultur. Der Erste Weltkrieg war vorbei und machte den Weg frei für neue Mode, Fashion und neue Schönheitsbilder.

Top Hair Style Tutorial Women Wedding Waterwave / Wasserwelle | HD New

Der Bubikopf: Ein Symbol der Emanzipation

Der Bubikopf symbolisiert die Emanzipation der Frauen in den 20er Jahren. Da im Weltkrieg viele Männer ihr Leben ließen und die Frauen ihre Berufe übernehmen mussten, entwickelte sich aus praktischen sowie ästhetischen Gründen zur Zeit des Umbruchs, der sogenannte Bubikopf. Die amerikanische Tänzerin Irene Castle wagte angeblich 1915 als erste, sich einen Bubikopf schneiden zu lassen. In Deutschland sorgte die Schauspielerin Asta Nielsen 1921 mit der jungenhaften, kurzen Frisur für Aufsehen.

Was mag denn wohl ein Bubikopf sein? Diese Frisur hielt ab 1920 Einzug in deutsche Friseursalons und somit auf den Kopf der Damen. Kurz sollten die Haare nun sein. Man orientierte sich am Herrenschnitt, denn die Frauen wollten damit auch ihre Gleichberechtigung zum Ausdruck bringen.

Die Stirn bedecken beim Bubikopf Fransen oder ein Pony, auch Seitenscheitel sind modern. Es war sehr populär, die kurzen Haare in Wasserwellen/Fingerwellen zu legen. Es zeigte sich, dass der Bubikopf ein echter Allrounder ist und jeder Frau steht, denn er passt sich der Kopfform individuell an. Wellen verleihen einem schmalen Gesicht mehr Fülle und ein breites wird mit einem sehr kurzen Bob optisch gestreckt.

Variationen des Bubikopfs

Beim Bubikopf gab es verschiedene Ausführungen. So konnte das Haar zum Beispiel hinten kürzer sein als vorne, das nannte man Etonschnitt. Beliebt war auch der Pagenschnitt, bei dem das Haar exakt auf eine Länge gekürzt wird.

Meist war das Haar bei der Bubikopf-Frisur kürzer als kinnlang. Manche Frauen trugen einen Seitenscheitel, andere einen Pony. Manche Frauen legten sich auch auf beiden Seiten der Stirn eine Locke ins Gesicht. Außerdem konnte das Haar ganz glatt sein oder in Wellen am Kopf anliegen.

Bubikopf Frisur

Die Wasserwelle: Eleganz und Raffinesse

Die bis heute beliebteste Frisur der 20er Jahre ist die Wasserwelle, auch Fingerwelle genannt. Was die Wellen dieses Stylings ausmachen, ist das raffinierte Legen. Sie werden perfekt und eng am Kopf gestylt und verleihen dem Gesicht einen eleganten Rahmen. Die Länge der Haare spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Diese Frisur eignet sich für langes und auch kürzeres Haar. Man kann sie zudem bei feinem und genauso bei dickerem Haar kreieren. Jetzt legt man die Seitenscheitelsträhne zu einer Welle. Zum Fixieren verwendet man Haarlack oder ein stark haltendes Haarspray mit glänzendem Finish.

Schon bald darauf folgte der Trend zur Wasserwelle. Wie der Name schon andeutet, werden die Wellen im nassen Haar erzeugt. Bekannte Träger der Wasserwelle war Josephine Baker. Die chemische Dauerwelle wurde erst deutlich später erfunden.

Um die Haare an den Seiten wellig zu bekommen, wandten die Frauen die Methode der Wasser- oder Fingerwelle an. Sie drückten die nassen, glatt gekämmten Haare mit den Fingern nach oben und verschoben sie dann seitlich. Immer im Wechsel wurde eine Reihe nach links und eine nach rechts verschoben.

Stars wie Demi Lovato, Cara Delevigne oder Reese Witherspoon lieben die Frisur im Stil der 20er-Jahre. Wenn Sie das erste Mal probieren, eine Wasserwelle zu stylen, sollten Sie ausreichend Zeit einplanen. Die Frisur benötigt einiges an Fingerspitzengefühl und klappt vielleicht nicht auf Anhieb. Hier lernen Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Wasserwelle legen.

Anleitung zum Stylen einer Wasserwelle

  1. Zunächst die Haare waschen, denn zum Frisieren der Wasserwelle muss das Haar feucht sein. Als nächstes etwas Schaumfestiger im feuchten Haar verteilen, dies sorgt für den optimalen Halt der Frisur. Auf der einen Seite des Scheitels teilen Sie eine etwa fünf Zentimeter breite Haarpartie ab und legen sie nach vorn über die Stirn. Hieraus wird später die Wasserwelle geformt. Wichtig ist es, beim Formen der Welle vom Ansatz aus nach untern vorzugehen.
  2. Jetzt wird es etwas knifflig. Die abgetrennte Haarpartie am Ansatz zwischen Zeige- und Mittelfinger nehmen und in Richtung Hinterkopf zu einer Wölbung stauchen. Als nächstes die Welle im Wellenbogen mit einer Haarklammer am Kopf fixieren. Diesen Schritt wiederholen Sie nun so lange, bis die gesamte Haarpartie eingelegt ist. Tipp: Besonders gut eigenen sich spezielle Klammern für Wasserwellen, auch „Wellenreiter“ genannt.
  3. Das Haar trocknen lassen und die Klammern vorsichtig entfernen. Ein wenig Haarlack darüber sprühen und die Wasserwelle ist fertig für den großen Auftritt.

Wasserwelle Frisur

Die Charleston-Frisur: Wild und Ungezähmt

Die Charleston-Frisur ist die wildeste unter allen 20er Jahre Frisuren. Bei der Charleston-Frisur wird das obere Kopfhaar nur geglättet und später eng am Kopf fixiert. Mithilfe eines Stirnbandes wird so der obere Teil der Frisur im Platz gehalten. Die restlichen Haare werden lockig aufgedreht und dann nur mit den Fingern bearbeitet, dass sie luftig, mit viel Volumen am Kopf frei herunterfallen können. Wer schon einmal einen Lindyhop oder Charleston getanzt hat, der weiß wie praktisch diese Frisur ist.

20er Jahre Charleston Frisur Preiswerte und schöne Perücke im Stil der 20er Jahre. Tolle 20er Jahre Charleston Frisur im Pagenschnitt für alle Gatsby und Flapper Kostüme.

Charleston Frisur der 20er Jahre Der Pagenschnitt mit dem geraden Pony und der kurzen, kinnlangen Haare war in den 20er Jahren ein Skandal und stellte die Haarpracht der Damen auf den Kopf. Die angesagte 20er Jahre Charleston Frisur Mode passte perfekt zu den kürzeren Fransenkleidern, die komplett ohne Korsett auskamen. Diese schöne Damenperücke gibt es in schwarz, blond und braun. Kombiniert mit unserem Zubehör für die goldenen Zwanziger Kostüme wie Perlenkette, Charleston Kleider, Zigarettenspitze und Federboa sind sie perfekt für die nächste Mottoparty eingekleidet. Kostüme und Perlenketten können separat bestellt werden.

Accessoires und Make-up für den perfekten 20er-Jahre-Look

Accessoires geben einem Kleid oftmals erst den perfekten Look. Die unabhängige Frau verzichtete selten auf ein stilvolles Accessoire. Die Zigarettenspitze und lange Handschuhe sind nur zwei Beispiele.

Ebenso ikonisch wie die Wasserwelle waren auch Stirnbänder in der Zeit. Wer denkt nicht an die Flapper-Girls mit Feder-Band im Haar und Zigarettenspitze in der Hand?! Stirnbänder, aber auch andere Accessoires, wie Federn, einzeln oder mehrere im Bündel, stilvolle Haarreifen oder Haarschmuck, passen ebenfalls in diesen Look.

Während der Tageslook eher dezent war, war der Abend-Look der Zwanziger ein ganz besonderer: schmale Augenbrauen, dunkelrot geschminkte Lippen und gekonnt in Szene gesetztes Augen-Make-up - so speziell war die goldene Zeit. Ein Style, der auch heute noch wunderbar auf einer Motto-Party funktioniert: Dazu schminkst du dir schicke Smokey Eyes mit Grau- oder Brauntönen und greifst zu einem Lippenstift in einem Rotton, gerne auch etwas dunkler wie bspw. Bordeaux. Die Lippen wurden recht spitz nach oben gemalt, was ihnen einen eleganten und eigenwilligen Touch bescherte.

Das Make-up der 20er Jahre

  • Augen: Dunkelgrauer oder blauer Lidschatten, Kajalstift für ausdrucksstarke Augen, dünne, hohe Augenbrauen
  • Lippen: Dunkelroter Lippenstift, betont konturierte Lippen
  • Teint: Blass gepudert
  • Wangen: Stark betont mit Rouge

Für einen stilvollen, modischen Look, war Puder, Kajalstift, Rouge und Lippenstift unermesslich. Der Kajalstift sorgte für ausdrucksstarke Augen und gleichzeitig diente er dazu, die rasierten Augenbrauen in extrem dünnen Strichen nachzuzeichnen. Sehr beliebt waren hohe, im Bogen gezogene Augenbrauen. Der Vorreiter dieses Make-up Stils war die berühmte Schauspielerin und Sängerin Marlene Dietrich.

Frisur Beschreibung Geeignet für
Bubikopf Kurzes, eckig geschnittenes Haar, oft mit Pony oder Seitenscheitel Feines Haar, verschiedene Gesichtsformen
Wasserwelle Eng am Kopf gestylte Wellen, elegant und raffiniert Kurzes und langes Haar, feines und dickes Haar
Charleston-Frisur Oben glatt, unten lockig, oft mit Stirnband Tänzerinnen, alle Haartypen

Männermode in den 20ern

Die Herren-Frisur der zwanziger Jahre trugen ihre Haare kurz, oder mit viele Pomade zurückgekämmt. Das Haar wurde an der Seite oder in der Mitte des oberen Kopfes gescheitelt. Das Haar musste auf alle Fälle richtig glänzen. Mit kleinen Schnäuzer, der auch mit Pomade bearbeitet und in Form gebracht wurde, zeigten sich die Herren von ihrer besten Seite. Andere Bärte und Vollbärte sah man in den 1920er Jahren keine.

Im Alltag trugen die Herren der 20er Jahre hauptsächlich Sakkos mit Hosen oder Tweedanzüge mit Krawatte. Bei Sport waren kürzere Hose angesagt. Knickerbocker ist eine dieser Hosen, die bald nicht nur von Arbeitern anzogen, wurde. Mit Hosenträgern, einer Weste und langen Kniestrümpfen mit Rautenmuster, wurden die Knickerbocker-Hosen salonfähig. Die Kleidung für den Herren wurde leger und sportlich. Zur legeren Kniebundhose musste natürlich auch eine legere Kopfbedeckung. So hatte die Schiebermütze ihren Einzug in die Gesellschaft. Damals waren die Schiebermützen noch Ballonartig und aus 8 Teilen genäht. Sie waren auch unter den Namen Ballonmütze oder Paperboy Cap bekannt.

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